Diabetiker haben ein höheres Risiko für manche Begleiterkrankungen

Schilddrüsenprobleme können sich auf Blutzucker auswirken

Diabetiker haben ein höheres Risiko für manche Begleiterkrankungen

Bei Menschen mit Diabetes sollte eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden. Denn Schilddrüsenprobleme können bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern den Blutzucker hochtreiben, wie das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ schreibt. Zudem kann eine Überfunktion die Gefahr für Herzrhythmusstörungen, darunter Vorhofflimmern, erhöhen.

„Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ohnehin ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten“, sagt Professor Dr. Ulrich Alfons Müller, Diabetologe und Endokrinologe vom Universitätsklinikum Jena. „Deshalb sollte bei ihnen eine Überfunktion, auch schon eine geringfügige, behandelt werden“, betont Privatdozentin Dr. Susanne Reger-Tan, Diabetologin und Endokrinologin am Universitätsklinikum Essen. Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse kann sich wiederum der Stoffwechsel verlangsamen.

Diabetiker sollten Ihrer Schilddrüse Aufmerksamkeit widmen. Manche Diabetiker scheiden vermehrt Jod aus, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion benötigt. Hoher Blutzucker oder durch den Diabetes geschädigte kleine Nieren-Gefäße sind der Grund. Deshalb sollen Diabetiker einmal im Jahr ihre Schilddrüsenwerte kontrollieren lassen, rät Prof. Petra-Maria Schumm-Draeger vom Klinikum München Bogenhausen im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Diabetiker können sowohl eine Unter-, als auch eine Überfunktion entwickeln. Auffällig häufig erkranken sie zudem an einer Autoimmunstörung der Schilddrüse. Wird die erkrankte Schilddrüse richtig behandelt, verschwinden auch die Probleme mit Blutzucker-Entgleisungen.

Wie unterschiedliche Schilddrüsenprobleme behandelt werden und welche Untersuchungen für Menschen mit Diabetes wichtig sind, erklären Experten im aktuellen „Diabetes Ratgeber“.

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 7/2018 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Wort & Bild Verlag – Diabetes Ratgeber

„Der Diabetes-Tsunami rollt noch immer – fast sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden inzwischen an Diabetes und die Dunkelziffer ist nach wie vor hoch“, sagt VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger. „Der VDGH begrüßt, dass der Koalitionsvertrag eine nationale Diabetesstrategie festschreibt. „Eine zügige Digitalisierung der Gesundheitsversorgung muss im Zentrum dieser Strategie stehen, denn der Diabetespatient profitiert davon im Alltagsleben“, so Walger.

Bewegung ist eine der wichtigsten und preisgünstigsten präventiven Maßnahmen gegen chronische Erkrankungen – das ist eine der Botschaften der Veranstaltung. So soll, gemeinsam mit diabetesDE, die Umsetzung eines nationalen Diabetesplanes mit Nachdruck vorangetrieben werden.

„Besonders beim Sport oder bei körperlicher Anstrengung zeigt sich, wie stark der Blutzuckerspiegel schwankt“, sagt Walger. „(Über-)lebenswichtig für alle Diabetiker, auch für die nicht-insulinpflichtigen, ist eine regelmäßige Glukosemessung mehrmals am Tag, denn Diabetiker sind zu 99 Prozent ihrer Zeit mit der Erkrankung allein. Sie müssen ihre Krankheit selbst managen“, erklärt Walger. Hierfür benötigen sie qualitativ zuverlässige und genaue Messsysteme, die von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. (VDGH) Verband der Diagnostica-Industrie e.V.

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