Entpuppen sich die Gratis-Maskenausgaben als Super-Spreader-Events?

Neuer Maskenbrief soll lange Maskenschlangen vor den Apotheken auflösen

Entpuppen sich die Gratis-Maskenausgaben als Super-Spreader-Events?

Viel wurde geunkt, wie es wohl werden würde mit dem Start der Verteilaktion der FFP2-Masken durch die Apotheker in Deutschland. Der Start der Aktion hat weitgehend gezeigt: Die Apotheken haben ihre Bewährungsprobe mit Bravour bestanden, sie haben innerhalb kürzester Zeit Masken auf eigenes Risiko beschafft und in einem geordneten Verfahren mit der Ausgabe der für viele Menschen aus den Risikogruppen so wichtigen medizinischen Gegenstände begonnen.Die Politik hat in der gleichen Zeit ein nicht ganz so überzeugendes Bild abgegeben. Die Verordnung, die den Prozess regeln sollte, war zum Start der Aktion noch nicht in Kraft getreten. Nur auf der Basis gegenseitigen Vertrauens konnte die Aktion deshalb überhaupt beginnen.

Zudem waren die Apotheker mit der Beschaffung beauftragt worden, weil es in der Vergangenheit immer wieder zu Unwuchten beim Ankauf der Masken durch den Bund gekommen war. Teilweise verschwanden größere Lieferungen, teilweise kam man mit der Qualitätsprüfung nicht nach. Das jetzige Verfahren scheint sich vom Grundsatz her zu bewähren, die Möglichkeiten der Mehrfachbeschaffung sind mit der Couponlösung minimal. Das schnelle Handeln war nötig.¹

Seit Dienstag erhalten Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke in Apotheken drei FFP2-Masken gratis. Der Andrang ist offensichtlich groß, denn bereits am ersten Tag der Ausgabe pilgern Risikopatienten ungebremst in die Apotheken mit dem Ziel die versprochenen Gratismasken abzuholen. Meterlange Warteschlangen sind vorprogrammiert! Ein Zustand, der an vergangene Masern-Parties erinnert. Mit dem Unterschied, dass die Maskenausgabe statt der Ansteckung der Eindämmung dienen soll. Fakt ist jedoch, dass diese Menschenansammlungen beste Voraussetzungen für den Coronavirus darstellen, um sich weiter auszubreiten.

Um dies zu verhindern und dabei zu helfen, die Corona-Pandemie zu stoppen, setzt das Unternehmen IPD Produktentwicklung und Handel GmbH auf den Maskenbrief. Zahlreiche Apotheken sind maßlos überfordert und oftmals sind die Masken schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Viele ältere Menschen müssen nach endlos langer Wartezeit den Heimweg ohne Masken antreten oder wandern zur nächstgelegenen Apotheke weiter. Es entsteht ein unaufhaltsames Apotheken-Hopping, welches uns alle der Gefahr des Virus aussetzt!

Für Geschäftsführer Michael Steiger, der mit seiner Marke Virexx bereits die Bundesrepublik mit Masken belieferte, ist dies eine absolute Zumutung: „Ältere und kranke Menschen sind auf die Masken angewiesen und sollten niemals einem solchen Risiko der Massenansteckung ausgesetzt werden. Täglich werden wir angehalten, zu Hause zu bleiben und Kontakte zu vermeiden. Dennoch sollen nun gerade die Risikogruppen entgegen dieser Empfehlung das Haus verlassen, um die Masken abzuholen! Ein Skandal!“ Dass Steiger mit der Maskenpolitik der Bundesregierung auf Kriegsfuß steht, ist bekannt. Bereits in der Vergangenheit musste er mit juristischen Mitteln die Zahlung der an die Bundesregierung gelieferten Masken einklagen. „Ich möchte als verantwortungsbewusster Unternehmer meinen Teil dazu beitragen und die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie unterstützen.“.

Er erklärt die Idee hinter dem Maskenbrief: „Gerade Risikopatienten müssen mit qualitativ hochwertigen Masken geschützt werden. Das Risiko beim Bezug der Masken sollte so gering wie möglich gehalten werden. Daher bieten wir den Menschen eine kontaktlose Alternative zur langen Warteschlange vor der Apotheke an. Statt einem 3er-Set gibt es bei Herrn Steiger einen 5er-Pack gleichwertiger Masken zum Selbstkostenpreis. Die Masken werden nach Bestellung umgehend an die Käufer versendet. Die Zustellung erfolgt kontaktlos in den Briefkasten. Statt sich außer Haus dem Risiko einer Ansteckung auszusetzen und lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, erhält man seine Masken bequem per Post. So möchte Michael Steiger mit seinem Maskenbrief die älteren Generationen und Risikogruppen schützen, das allgemeine Infektionsrisiko verringern und Apotheken entlasten. „Geld verdient ist damit nicht“ sagt der 46-jährige.²

¹Neue Westfälische ²IPD Produktentwicklung und Handel GmbH

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