Ferien: Sonne genießen – vor Hautkrebs schützen!

Selbstuntersuchung – die Haut stets im Blick

Ferien: Sonne genießen – vor Hautkrebs schützen!

Der Sommer ist da. Es zieht die Menschen ins Freie: Entspannen, Seele baumeln lassen und den Alltag vergessen – nicht aber den Sonnenschutz. In der Urlaubszeit ist die Haut der Sonne und damit der UV-Strahlung meist viel stärker ausgesetzt als sonst. „Ob am Strand, im Freibad oder auf dem Balkon – genießen Sie die Sonne, aber verzichten Sie nicht auf ausreichenden UV-Schutz“, empfiehlt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Einfache UV-Schutztipps verringern das Hautkrebsrisiko.

Ultraviolette Strahlung der Sonne ist krebserregend. Sie ist der größte Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. Fast 265.000 Menschen erkranken jährlich neu in Deutschland an einem Tumor der Haut, über 30.000 davon am gefährlichen schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. „Gerade unregelmäßige aber intensive UV-Belastungen, wie beispielsweise ausgiebige Sonnenbäder, begünstigen das Entstehen maligner Melanome“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP).

Die meisten Menschen nehmen im Durchschnitt im Urlaub genauso viel UV-Strahlung auf, wie während des gesamten restlichen Jahres. Daher raten die Deutsche Krebshilfe und die ADP dazu, Sonnenschutz in den Ferien besonders ernst zu nehmen. Zwar ist Sonnencreme bei vielen Urlaubern mittlerweile fester Bestandteil des Reisegepäcks, der beste UV-Schutz im Sommer besteht jedoch darin, intensive Sonne in der Mittagszeit von 11 bis 16 Uhr zu meiden. „Planen Sie in dieser Zeit einen Museumsbesuch, halten Sie Siesta oder entspannen Sie im Schatten“, rät Breitbart. Im Freien schützt Kleidung. Gerade bei Kindern, deren Haut besonders empfindlich auf UV-Strahlen reagiert, raten Experten dazu, beim Baden ein T-Shirt zu tragen. Freiliegende Körperstellen sollten mit reichlich Sonnencreme eingerieben werden.

Auch bei bewölktem Himmel kann die Sonnenbrandgefahr im Sommer durchaus hoch sein. Bestimmte Wolkenformationen streuen die UV-Strahlen und verstärken diese. Eine Hilfe, die tagesaktuelle Sonnenbrandgefahr einzuschätzen, bietet der UV-Index. Er beschreibt die Stärke der UV-Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11+, wobei jedem Skalenwert Empfehlungen für Sonnenschutzmaßnahmen zugeordnet sind. Der UV-Index ist im Internet für Deutschland und das Ausland abrufbar, beispielsweise beim Bundesamt für Strahlenschutz unter www.bfs.de.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Hautkrebsprävention durch UV-Schutz bietet zudem der Präventionsratgeber „Sommer. Sonne. Schattenspiele. Gut behütet vor UV-Strahlung“ der Deutschen Krebshilfe und der ADP. Er kann kostenfrei im Internet unter www.krebshilfe.de bestellt und heruntergeladen werden. Deutsche Krebshilfe

Aktuelle Umfrage: „Lass Dich nicht rösten“ – was weiß Deutschland über sonnenbedingte Hautschäden?

Wie lange kann ein Mensch mit hellem Hauttyp am Tag ungeschützt in der Sonne verbringen, ohne dass die Haut Schaden nimmt?“

Die richtige Antwort wissen 64 Prozent der Menschen in Deutschland: 5 bis 10 Minuten ohne Sonnenschutz sind genug. Das Bewusstsein für die Schattenseiten der Sonne ist in den letzten Jahren zwar gestiegen,doch es gibt immer noch Wissenslücken. Das zeigen die Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage(1), die das Unternehmen LEO Pharma im Rahmen seiner Aufklärungskampagne „Lass Dich nicht rösten“ initiiert hat.

Laut der aktuellen Umfrage schätzt knapp die Hälfte (48 %) der Menschen in Deutschland die durchschnittliche Sonnenscheindauer hierzulande mit rund 1.700 Stunden im vergangenen Jahr richtig ein. 64 Prozent wissen, dass ein Mensch mit hellem Hauttyp am Tag nicht länger als 5 bis 10 Minuten ungeschützt in der Sonne verbringen kann, ohne dass die Haut Schaden nimmt. Dass zu viel Sonne mit einem erhöhten Hautkrebsrisiko assoziiert ist, ist bei 89 Prozent bereits gelernt. „Diese Daten sprechen für einen Etappenerfolg in der Gesundheitsaufklärung in punkto Hautkrebs-Prävention“, so Professor Dr. med. Eggert Stockfleth, Vorsitzender des Stiftungsrates der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) und Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Klinikum der Ruhr Universität Bochum, St. Josef Hospital.

„Doch es gibt noch Wissenslücken, die wir schließen müssen. Für uns Dermatologen ist es alarmierend, dass 75 Prozent der Menschen in Deutschland nicht wissen, was aktinische Keratose ist. Aktinische Keratose ist die häufigste Hautkrebsform weltweit und bezeichnet eine Frühform des Hellen Hautkrebses.“ Besonders häufig von aktinischer Keratose betroffen sind hellhäutige Menschen in Regionen mit hoher UV-Einstrahlung. Allein in Deutschland leben rund vier Millionen Menschen mit aktinischer Keratose, die – früh erkannt – meist gut behandelbar ist. „Entscheidend ist es, durch Änderung des Sonnenverhaltens sonnen- bedingten Hautschäden aktiv vorzubeugen“, so Stockfleth. „Das bedeutet: Kein Sonnenbaden zwischen elf Uhr morgens und fünfzehn Uhr nachmittags, geeignete Kleidung tragen, regelmäßig Sonnenschutzmittel anwenden und den Schatten aufsuchen.“ Das größte Risiko, später an Hellem Hautkrebs zu erkranken, entsteht durch Sonnenbrände in der Kindheit.

Ist das „Sonnenkonto“ bereits im frühen Kindesalter voll, kann schon im jüngeren Erwachsenenalter Hautkrebs entstehen. Eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Hautkrebs sind auch die regelmäßige Vorstellung beim Hautarzt und die „Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs“. Gesetzlich Krankenversicherte haben darauf ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten. Diagnostiziert der Hautarzt eine aktinische Keratose, so stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung – von der Kältebehandlung bis zur kurzzeitigen Anwendung von Medikamenten in Gelform. „Lass Dich nicht rösten“ – Aufklärungskampagne fördert Prävention Hautkrebs ist zur häufigsten Krebserkrankung des Menschen überhaupt geworden.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Hautkrebsfälle die aller anderen Krebserkrankungen zusammen überschritten. Eine alarmierende Entwicklung: Allein in Deutschland erkranken nach Daten der ESCF jährlich rund 240.000 Menschen neu am Hellen Hautkrebs (Aktinische Keratose, Plattenepithelkarzinom und Basalzell-karzinom). „Entscheidend ist deshalb, dass Menschen aller Altersstufen über die Risiken von Hellem Hautkrebs informiert sind und so aktiv vorsorgen können. Aufklärungskampagnen wie „Lass Dich nicht rösten“ (www.lass-dich-nicht-rösten.de), die von LEO Pharma unterstützt wird und mit frischem Wind nun ins fünfte Jahr startet, können dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, resümiert Stockfleth. (1) Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland AG bereitgestellt.

An der Befragung zwischen dem 10.6. und dem 13.6.2016 nahmen 2.050 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+). Thomas Schick – LEO Pharma GmbH

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