Kiffen im Pflegeheim: Gesundheitsministerin Barbara Steffens wirbt für Drogen

Peter Preuß: "Kraft muss Steffens zurückpfeifen."

NRW-Ministerin warnt vor Hüft-OP mit schwerwiegenden Folgen bei älteren Menschen – Steffens befürwortet Cannabis-Vergabe im Pflegeheimen. Barbara Steffens (Grüne), NRW-Gesundheitsministerin, spricht sich schon seit langem für eine kontrollierte Freigabe der weichen Droge Cannabis aus.

Kiffen im Pflegeheim: Gesundheitsministerin Barbara Steffens wirbt für Drogen

Die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90/Grüne) hat vor Hüft-Operationen mit fatalen Folgen für ältere Menschen gewarnt. Viele hätten danach zwar eine „intakte Hüfte“, verließen aber das Krankenhaus „in einem Zustand der Verwirrtheit“ und müssten „hinterher in Pflege“, sagte Steffens in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Dann hätte man diesen Eingriff vielleicht besser gelassen oder eine alternative Form der Behandlung gewählt.

Körperliches Leiden gelindert, Allgemeinzustand verschlechtert – so sollte ein OP-Ergebnis nicht sein.“ Die aktuelle Auffassung von Wirtschaftlichkeit könne „leider oft zu medizinischen Folgeschäden führen, die ethisch und moralisch nicht zu vertreten sind“, so die Ministerin. Deshalb müssten die Kliniken mehr finanzielle Anreize für bessere Qualität bekommen. So vermeide etwa eine Klinik in Münster solche negativen Operationsfolgen bei alten Menschen, indem die Patienten „beispielsweise keine Voll-, sondern nur eine Teilnarkose erhalten und auf dem OP-Tisch ein warme Decke bekommen“.

Die Ministerin befürwortete zudem die Vergabe von Cannabis in Pflegeheimen, wie dies etwa in Israel geschieht. „Warum denn nicht, wenn dadurch Schmerz und Leid erspart werden können?“ Sie halte die ganze Cannabis- Diskussion „ohnehin für viel zu ideologiegesteuert“. Kölner Stadt-Anzeiger

Kraft muss Steffens zurückpfeifen

Zur Verharmlosung von Drogen erklärt Peter Preuß von der CDU-Landtagsfraktion:

„Die Äußerungen von Frau Steffens machen sprachlos. Eine Gesundheitsministerin, die die Gefahren des Cannabiskonsums derart verharmlost, hat offenkundig den Job verfehlt. Dabei haben die Sachverständigen dem Landtag unmissverständlich dargelegt, wie gefährlich der Konsum von Cannabis sein kann, insbesondere angesichts des seit Jahren stetig steigendenden Wirkstoffgehalts in den Substanzen. Psychische Erkrankungen wie Psychosen oder Depressionen können die Folge sein. Immer mehr junge Konsumenten seien davon betroffen, so die Sachverständigen.

Diese Fakten kann Ministerin Steffens nicht einfach beiseiteschieben, nur um ihrem Bundesvorsitzenden Özdemir nicht in den Rücken zu fallen. Die Ministerin sollte sich einmal ein Bild von der Lage in einer der Jungendpsychiatrien im Land machen, wo immer mehr Jugendliche wegen des Konsums der vermeintlich weichen Droge Cannabis in Behandlung sind.

Rauchen verbieten und Kiffen erlauben, das ist grüne Logik, die niemand versteht. Jetzt ist die Ministerpräsidentin zur Klarstellung aufgerufen: Frau Kraft muss Farbe bekennen und ihre Gesundheitsministerin zurückpfeifen. Oder sie muss den Menschen sagen, wenn diese Landesregierung für die Legalisierung von Cannabis ist.“ CDU-NRW

Bundesregierung zu Sucht und Drogen

Sucht ist kein Randproblem in der Gesellschaft, sondern betrifft viele Menschen in Deutschland. Mit dem Begriff Sucht sind nicht nur die Abhängigkeitserkrankungen gemeint, sondern die Gesamtheit von riskanten, missbräuchlichen und abhängigen Verhaltensweisen in Bezug auf Suchtmittel (legale wie illegale) sowie nichtstoffgebundene Verhaltensweisen (wie Glücksspiel und pathologischer Internetgebrauch). Sucht ist häufig mit dramatischen persönlichen Schicksalen verbunden. Sie betrifft beteiligte Familienangehörige ebenso wie Freundinnen und Freunde oder Kolleginnen und Kollegen. Abhängigkeitserkrankungen sind schwere chronische Krankheiten, die zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und vorzeitiger Sterblichkeit führen können.

Problematik in Deutschland

Drogen und Suchtmittel verursachen in Deutschland erhebliche gesundheitliche, soziale und volkswirtschatfliche Probleme: Nach repräsentativen Studien (insbesondere Epidemiologischer Suchtsurvey 2012) rauchen 14,7 Millionen Menschen, 1,8 Millionen Menschen sind alkoholabhängig und Schätzungen legen nahe, dass 2,3 Millionen Menschen von Medikamenten abhängig sind. Rund 600.000 Menschen weisen einen problematischen Konsum von Cannabis und anderen illegalen Drogen auf und gut 500.000 Menschen zeigen ein problematisches oder sogar pathologisches Glücksspielverhalten. Auch eine exzessive Internetnutzung kann zu abhängigem Verhalten führen: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland etwa 560.000 Menschen onlineabhängig sind.

Ziel unserer Drogen- und Suchtpolitik ist die Reduzierung des Konsums legaler und illegaler Drogen sowie die Vermeidung der drogen- und suchtbedingten Probleme in unserer Gesellschaft. Die legalen Suchtmittel Alkohol, Tabak und psychotrope Medikamente finden aufgrund ihrer großen zahlenmäßigen Bedeutung dabei die größte Beachtung. Bundesministerium für Gesundheit

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