Krankenstand in NRW: Düsseldorf deutlich unter Landesdurchschnitt

Signale des Körpers erkennen und handeln

Die Erhebung des Krankenstands sorgt für Transparenz. Die Ergebnisse können als valide betrachtet werden. In Bonn und Köln melden sich die Menschen mit rund zwölf und 13 Tagen am seltensten in NRW arbeitsunfähig. Herne und Gelsenkirchen sind hingegen Spitzenreiter, wenn es ums Krankmelden geht.

Krankenstand in NRW: Düsseldorf deutlich unter Landesdurchschnitt

Gefühlt drängt die Zeit ständig – gerade im Berufsleben folgt Termin auf Termin. Kein Wunder, dass zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer (69 Prozent), die sich gesundheitlich angeschlagen fühlen, Verantwortung im Beruf mit Stress verbinden. Zum Vergleich: Nur knapp jeder Zweite (48 Prozent), der sich körperlich und geistig fit fühlt, empfindet diese als lästigen Druck. Das ergab eine repräsentative forsa-Studie im Auftrag von CosmosDirekt.

Auskurieren und vorsorgen

Damit Erkrankungen nicht für zusätzliche Belastung und Stress im Job sorgen, sollte man sich möglichst vollständig auskurieren. Wer zum Beispiel einen Infekt verschleppt, gefährdet die eigene Genesung und die Gesundheit der Kollegen“, so Nicole Canbaz. Doch selbst wer keine Vorerkrankungen hat, wenig Stress an sich heranlässt und auf eine gesunde Lebensweise achtet, ist nicht davor gefeit, seinen Job aus Krankheitsgründen aufgeben zu müssen.

In Nordrhein-Westfalen war jede Erwerbsperson im letzten Jahr durchschnittlich 15,5 Tage krankgeschrieben – Düsseldorf liegt mit 12,4 Tagen deutlich unter diesem Wert. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Die Hauptursache waren Rückenbeschwerden, psychische Erkrankungen und Atemwegsinfektionen. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage gab es in Bonn (12,1 Tage), die meisten in Herne (20,7 Tage). Der Trend aus den Vorjahren setzt sich fort: Beschäftigte in Verwaltungsstädten wie Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster haben die geringste Anzahl an Fehltagen – Arbeitnehmer im Ruhrgebiet die höchste.

Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung in NRW: „Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant. Der klassische Nine-to-Five-Job ist tot und die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmt durch die mobile Kommunikation zunehmend. Viele arbeiten schon, bevor sie das Büro erreichen und auch nach dem offiziellen Feierabend sind sie noch im Arbeitsmodus. Die Unternehmen stehen daher vor neuen Herausforderungen, wenn es darum geht, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Dabei unterstützen wir sie mit unserem Betrieblichen Gesundheitsmanagement.“

Hintergrund:
Die TK hat für ihren Gesundheitsreport die Daten der bei ihr versicherten 4,8 Millionen Beschäftigte (sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und Arbeitslosengeld 1 Bezieher) gemeldeten Mitglieder analysiert. Für NRW wurden die Daten von über 1,1 Millionen TK-Versicherten ausgewertet. Andrea Hilberath – Techniker Krankenkasse

Krankenstand in Nordrhein-Westfalen: Menschen in Gelsenkirchen und Herne am häufigsten krank – Bonner und Kölner besonders gesund

In Bonn und Köln melden sich die Menschen mit rund zwölf und 13 Tagen am seltensten in NRW arbeitsunfähig. Herne und Gelsenkirchen sind hingegen Spitzenreiter, wenn es ums Krankmelden geht. Die Arbeitnehmer melden sich in den beiden Städten im Ruhrgebiet mit mehr als 20 Tagen am häufigsten krank. Das hat eine Studie der Techniker Krankenkasse für das Jahr 2016 ergeben. Die Zahlen für NRW liegen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ exklusiv vor.

Im Ruhrgebiet sind demnach die Menschen öfter krank als in Verwaltungs- und Universitätsstädten wie Köln, Bonn, Düsseldorf oder Münster. Für den aktuellen Gesundheitsreport der TK wurden die Fehltage der 4,8 Millionen TK-Versicherten analysiert, von sowohl Erwerbstätige als auch Empfängern von Arbeitslosengeld I.

Im Bundesvergleich liegt NRW mit 15,5 Krankheitstagen pro Kopf im vorderen Drittel, wie Albrecht Wehner von der TK mitteilt. Meistens müssen Menschen in NRW wegen Muskel- und Skeletterkrankungen zu Hause bleiben, gefolgt von psychischen Krankheiten. Laut der Kölner Gesundheitsökonomin Stephanie Stock müssen Unternehmen vermehrt darauf achten, dass das Arbeitsklima gesundheitsfreundlich ist – Stress durch ständige Erreichbarkeit oder Überarbeitung schlage auf die Gesundheit.  Kölner Stadt-Anzeiger

Wann macht Stress krank?

Stress gehört für die meisten Menschen zum Leben. Mancher kommt gut damit klar, andere werden krank vom Stress. Warum ist das so? Die Ursache liegt im autonomen Nervensystem. Es steuert die Körperfunktionen, auf die wir willentlich keinen Einfluss haben. Kommt Stress auf, fährt es den (Körper-) Motor hoch. Ist der Stress vorbei, fährt es den Motor wieder runter. Das funktioniert aber nur, wenn die Kräfteverhältnisse im autonomen Nervensystem ausgeglichen sind.

Mangelnde Fähigkeit zur Ruhe ist das Problem

Es ist nicht der Stress, der krank macht, sondern die mangelnde Fähigkeit zur Regeneration. Das autonome Nervensystem hat zwei Hauptbereiche. Einer ist für Leistung zuständig, der andere für Regeneration. Beide müssen sich im Gleichgewicht befinden. In unserer hektischen Welt wird der Leistungsbereich ständig beansprucht. Er befindet sich im Dauertraining. Ganz anders der Bereich Regeneration. Er wurde lange Zeit vernachlässigt, ist untrainiert und kommt gegen seinen starken Gegenspieler nicht an. Bildlich gesprochen ist das Gaspedal stark, die Bremse aber schwach. Die notwendige Fähigkeit zur Regeneration ist verloren gegangen. Aus Stress wird Dauerstress und der macht krank. Claus Wagner – Kicknic GmbH

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