Neue Westfälische: Panne bei Organentnahme Alptraum

Was ist in Bremen geschehen? Ist da etwa ein Patient zur Organentnahme freigegeben worden, ohne dass sein Hirntod diagnostiziert worden wäre? Das ist kaum vorstellbar. Auch in Bremer Kliniken werden keine horrorfilmkompatiblen Dr. Frankensteins ihr Unwesen treiben, die den Alptraum eines jeden Menschen Realität werden lassen: bei lebendigem Leibe ausgeweidet zu werden. Hoffentlich. Möglicherweise ist die Diagnostik nur nicht ordentlich dokumentiert worden. Das sollte aber vom Entnahmeteam geprüft werden, ehe es zum Messer greift. In Bremen scheint es zu früh losgelegt zu haben. Haben die Ärzte tatsächlich den Körper ohne Hirntoddiagnostik geöffnet und sich womöglich strafbar gemacht? Und wodurch wurde das Herz-Kreislauf-Versagen des Spenders verursacht? Durch die Operation? Oder durch das Abbrechen der künstlichen Beatmung? Wer hätte Letzteres veranlasst? Ob Panne oder Fehlverhalten: Der Fall muss aufgeklärt werden. Sonst droht der ohnehin stark rückläufigen Bereitschaft zur Organspende in Deutschland ein weiterer Rückschlag. Zum Schaden der Verzweifelten, die auf ein Organ warten.  PETER STUCKHARD

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