MDS-Bericht: Pflegequalität wird immer besser

Anstrengungen der Dienste und Einrichtungen tragen Früchte Nach der Auswertung von Prüfungen in mehr als 23.000 Pflegediensten und -einrichtungen ist es nun schwarz auf weiß im 4. Pflege-Qualitätsbericht zu lesen: Die Qualität der Pflege hat sich in den letzten drei Jahren weiterhin deutlich verbessert. “Der vorliegende Bericht bescheinigt den Pflegeeinrichtungen, -diensten und Pflegekräften erneut eine gute Arbeit. Diese verdient ebenso wie die weiteren Verbesserungsmaßnahmen Anerkennung, Wertschätzung und lobende mediale Aufmerksamkeit. Unsere Mitglieder haben die Messlatte für die Qualität ihrer Arbeit sehr hoch gehängt, und sie haben ihren an sich selbst gestellten Anspruch erfüllt”, kommentiert Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), das Ergebnis. “Es ist offensichtlich, dass sich alle gemeinsam um gute Noten bemühen, und von diesem Einsatz profitieren die über 2,6 Millionen Pflegebedü…

Südwest Presse: KOMMENTAR · PFLEGEQUALITÄT

Ein LichtblickIn deutschen Pflegeheimen läuft immer noch einiges schief. Dochdas sind Einzelfälle. Für ein großes “Pflege-Bashing”, also eineGeneralkritik an den Zuständen, gibt es dagegen “wenig Anlass”. Solautet das Urteil des Chefs des Medizinischen Dienstes derKrankenkassen, Peter Pick. Er sollte wissen, was er sagt: SeineOrganisation nimmt jedes Jahr alle Heime unter die Lupe. Sicherlichkönnen die Prüfer dabei nicht alle Missstände aufdecken. Aber ihreBerichte zeigen doch, dass sich innerhalb eines Jahrzehnts dieQualität der Pflege deutlich verbessert hat. Das ist erfreulich – undes war dringend nötig. Vor zehn Jahren hatten die Prüfer noch zu Tagegefördert, dass jeder dritte Heimbewohner nicht ausreichend zu essenund zu trinken bekam. Die jüngste Untersuchung ergab deutlich wenigerMängel, selbst wenn jeder einzelne Fall einer zu viel ist. Dennochgibt es negative Entwicklungen: Immer mehr Heimbewohner erhaltenWindeln oder Kathe…

EU-Kommission plädiert für gegenseitige Anerkennung statt Harmonisierung beim Marktzugang von Medizinprodukten

TTIP: Erfreuliche Signale für die Medizintechnikbranche Wiederholt hat sich SPECTARIS zu dem derzeit zwischen der EU-Kommission und den USA verhandelten Transatlantischen Handelsabkommen (TTIP) geäußert und dabei eine gegenseitige Anerkennung bei den Zulassungs- und Marktzugangsverfahren von Medizinprodukten gefordert. Die Signale, die zu Jahresbeginn aus Brüssel empfangen wurden, werden daher von SPECTARIS positiv bewertet. Die Europäische Kommission hat am 7. Januar im Rahmen ihrer neuen Transparenzinitiative zum Transatlantischen Handelsabkommen eine Reihe von Dokumenten veröffentlicht, welche die EU-Position in den Verhandlungen mit den USA ausweisen. Im Kapitel zu Medizinprodukten heißt es, dass von EU-Seite keine Harmonisierung der Marktzugangsverfahren beabsichtigt ist. Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS, begrüßt dies: “Die EU-Kommission scheint erkannt zu haben, dass – obwohl beide Systeme unterschiedli…

BDSI: Verzicht von Süßwaren in der Kassenzone macht Kinder nicht schlanker

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) hält den von der Regierungskoalition vorgeschlagenen Verzicht von Süßwaren im Kassenbereich für nicht geeignet, um einen Beitrag zum gesamtgesellschaftlichen Problem des Übergewichts zu leisten.”Es bleibt dem Handel selbstverständlich überlassen, wie er seine Kassenzone gestaltet. Doch durch einen Süßwarenverzicht im Kassenbereich wird niemand schlanker. In Maßen genossen hat jedes Lebensmittel in einer ausgewogenen Ernährung seinen Platz. Und wenn es um die Entschärfung von “Quengelsituationen” geht, reicht die Einrichtung einzelner Familienkassen”, sagt Stephan Nießner, Vorsitzender des BDSI. An der Entstehung von Übergewicht – so belegt es die Wissenschaft – sind viele Faktoren beteiligt. Der Kampf gegen Übergewicht muss daher als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden, die die Vielzahl von Ursachen und deren Vernetzung bei den Lösungsansätzen…

Pflegequalität in Heimen und durch Pflegedienste hat sich verbessert

Die Versorgungsqualität in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten ist besser geworden. Das zeigt der vierte MDS-Pflege-Qualitätsbericht, der heute vom GKV-Spitzenverband und vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) in Berlin vorgestellt wurde. Grundlage des Berichts sind Daten aus über 23.211 Qualitätsprüfungen, die im Jahr 2013 in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten stattfanden. Die MDK-Gutachter untersuchten dabei die Versorgungsqualität bei 146.000 Menschen. Verbesserungen gab es bei der Dekubitusprophylaxe und der Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen. Schwächen zeigten sich im Schmerzmanagement. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Pflege in Deutschland. “Der Bericht zeigt, dass sich die Pflegequalität in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert hat. Er zeigt aber auch, dass noch viel zu tun ist. Mit einem modernen Schmerzmanagement könnte pflegebedürftigen Menschen viel Leid erspart werden, doch hier wird in…

Apotheker begrüßen Vorstoß für Medikationsplan im E-Health-Gesetz

Deutschlands Apotheker begrüßen die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, Patienten einen gesetzlichen Anspruch auf einen Medikationsplan einzuräumen, wenn sie fünf oder mehr Medikamente einnehmen. Der Medikationsplan ist im jetzt bekannt gewordenen Referentenentwurf zum E-Health-Gesetz vorgesehen, das den Nutzwert der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) erhöhen und den Prozess ihrer Weiterentwicklung beschleunigen soll. “Ein konsequent geführter Medikationsplan ist eine entscheidende Voraussetzung für ein systematisches Medikationsmanagement, bei dem gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten verhindert werden können”, sagte dazu Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. “Insofern begrüßen wir grundsätzlich den Vorstoß zu einem E-Health-Gesetz und die damit verbundene Absicht, die Vernetzung zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen voranzutreiben. Es ist gut, dass die Apothekerscha…

Qualität der pflegerischen Versorgung hat sich erneut verbessert

Aktueller Pflege-TüV weiterhin kritisch Heute wurde in Berlin der 4. Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) vorgestellt. Anne Linneweber, Vorsitzende des Fachausschusses Altenhilfe in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) äußerte sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen des Berichtes. “Obwohl sich die Bedingungen hinsichtlich Personal, zeitraubender Bürokratie und ausufernder Kontrollen seit dem letzten Bericht eher weiter verschlechtert haben, ist es den Pflegeeinrichtungen und Diensten dennoch gelungen, die Versorgungsqualität der pflegebedürftigen Menschen zu verbessern”, so Linneweber heute in Berlin. Der Bericht zeigt, dass die tatsächliche Qualität der pflegerischen Versorgung größtenteils besser ist, als die bloße Ansicht von durchgeführten Maßnahmen im Sinne der Prozessqualität vermuten lässt. So ist z. B. die Anzahl von Druckgeschw…

DFV fordert Familiengerechtigkeit in Steuerrecht UND Sozialversicherungen

Der Deutsche Familienverband (DFV) begrüßt das Vorhaben des Bundesfinanzministers, den seit 2010 unveränderten Kinderfreibetrag und das damit verbundene Kindergeld anzuheben. “Es ist höchste Zeit, das Versprechen der vergangenen zwei Bundestagswahlen endlich in die Tat umzusetzen”, sagt DFV-Präsident Dr. Klaus Zeh. Doch allein mit steuerrechtlichen Neuregelungen ist es nicht getan. “Dringend erforderlich ist es, Familien auch in den Beiträgen zur Sozialversicherung zu entlasten – so wie es das Bundesverfassungsgericht bereits in seinem Pflegeversicherungsurteil von 2001 vorgegeben hat”, fordert Zeh. “Doch das Gegenteil ist der Fall! Es ist ein Skandal, dass bei der zu Jahresbeginn eingeführten Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags die Kindererziehung als generativer Beitrag erneut ignoriert wurde. Eltern werden so beim Aufbau des kapitalgedeckten Vorsorgefonds völlig zu Unrecht für die demografische Entwicklung haftbar gemacht!…

Südwest Presse: KOMMENTAR zu GESUNDHEITSKARTE

Ausgabe vom 14.01.2015 Kurz vor Weihnachten platzte den gesetzlichen Krankenkassen der Kragen, und sie sperrten 57 Millionen Euro, die sie eigentlich für die elektronische Gesundheitskarte hätten bezahlen sollen. Das ist ihnen nicht zu verdenken. Denn allen großen Ankündigungen zum Trotz kann dieses Plastikkärtchen, in das sie schon fast eine Milliarde Euro investieren mussten, nicht mehr als der billige Vorgänger. Das Problem: Die Kassen müssen sich mit den Ärzten und den übrigen Beteiligten am Gesundheitswesen über jeden Schritt einigen angefangen bei der Speicherung von Notfalldaten bis zur elektronischen Krankenakte oder dem elektronischen Rezept. Doch die Mehrheit der Ärzte-Funktionäre will alleine die Macht über die Daten behalten und blockiert jede Einigung. Viele Bereiche des Lebens hat die Digitalisierung radikal verändert. Doch im deutschen Gesundheitswesen herrscht noch die digitale Steinzeit. Ärztebriefe werden wie vor Jahrzehnten per Post verschick…

Mehrheit der Geschäftsreisenden über Gesundheitsrisiken im Unklaren

Neue Studie zeigt: Informationsquellen bleiben zu oft ungenutzt 92 Prozent der Geschäftsreisenden wünschen sich, dass ihr Arbeitgeber Informationen über mögliche Gesundheitsrisiken im Zielland bereitstellt. Doch nur 43 Prozent sehen diesen Wunsch erfüllt. Das zeigt die neue Studie “Chefsache Business Travel 2015″ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Zu wenig Unternehmen machen bislang Gebrauch von Angeboten wie Infoportalen, die von Geschäftsreisebüros bereitgestellt werden, und auf denen Mitarbeiter tagesaktuelle Hinweise zu Reisezielen abrufen können. In einer globalisierten Wirtschaft ist es an der Tagesordnung, dass Mitarbeiter Kunden und Geschäftspartner in fernen Ländern treffen. Bei solchen Reisen gilt es, die Besonderheiten des Ziellandes zu beachten. Rund ein Viertel aller Geschäftsreisen weltweit führt beispielsweise in Länder mit Gesundheitsrisiken, etwa einer hohen Verbreitung von Krankheiten, schlechte…

BÖLW veröffentlicht Update des „Schadensbericht Gentechnik“

BÖLW fordert von Bundesminister Schmidt Schadensbegrenzung durch Gentechnik-Anbauverbote Mit den heute zu erwartenden Beschlüssen des Europäischen Parlaments kann es bald neue Möglichkeiten zum Anbau-Verbot von Gentechnik-Pflanzen in den Mitgliedstaaten der EU geben. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) fordert von Agrarminister Christian Schmidt ein konsequentes Anbau-Verbot von Gentechnik-Pflanzen in ganz Deutschland, um Schäden und Kosten zu verhindern. Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW: “Gentechnik ist teuer und riskant. 85 Prozent der Deutschen wollen keine Gentechnik auf dem Acker und im Essen. Es verursacht erhebliche Kosten, die Verunreinigung gentechnikfreier Produkte zu vermeiden. Unternehmern, die ohne Gentechnik produzieren und diesen Markt bedienen wollen, ist nicht zuzumuten, dass sie die Zeche dafür zahlen sollen, dass andere Gentechnik nutzen.” Auch im Hinblick auf eine Haftungsregelung, durch die…

Arbeitgeber und Gewerkschaften sagen Nein zur Pflegekammer

Pressekonferenz des DGB, der Unternehmerverbände Niedersachsen e. V. (UVN), ver.di und des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) Die rot-grüne Landesregierung plant, Anfang 2016 eine Pflegekammer für die 70.000 Pflegefachkräfte in Niedersachsen einzurichten. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben am heutigen Dienstag (13. Januar) ihre einhellige Ablehnung einer solchen Pflegebehörde bekräftigt. In einer gemeinsamen Stellungnahme des DGB, der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (UVN), der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) heißt es: “Die aktuellen und zukünftigen Probleme in der Alten- und Gesundheitspflege werden durch eine Pflegekammer nicht gelöst. Eine solche Pflegebehörde kann nicht die hohe Arbeitsbelastung, das Problem der niedrigen Pflegesätze und schon gar nicht den Fachkräftemangel beseitigen. Durch die geplante berufsständische Vertretung wird lediglich eine wirkungslose und teure Bürokratie aufgeb…

Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich ungeeignet

Ausschreibungen führen zu verschlechterter Versorgungsqualität Der Branchenverband SPECTARIS kritisiert die derzeitige Ausschreibungspraxis im Hilfsmittelbereich und unterstützt deshalb die Petition “Ausschreibungen von Rollstühlen verbieten” von Gerhard Marx, Orthopäde und Landesinnungsmeister in Hessen. Das Ziel des Gesetzgebers, mit Ausschreibungen im Hilfsmittelbereich eine wirtschaftliche Versorgung der Versicherten unter Beibehaltung der bisherigen Produkt- und Dienstleistungsqualität zu gewährleisten wird nach Ansicht des Verbandes deutlich verfehlt. “Im Gegenteil”, so Marcus Kuhlmann, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS, “die Versorgungsqualität der gesetzlich versicherten Patienten hat sich massiv verschlechtert. Dazu kommt, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowohl der Leistungserbringer als auch der Hersteller gleichermaßen gefährdet wird. Durch Ausschreibungen von Hilfsmitteln würden die Preise…

Neue Westfälische: Panne bei Organentnahme Alptraum

Was ist in Bremen geschehen? Ist da etwa ein Patient zur Organentnahme freigegeben worden, ohne dass sein Hirntod diagnostiziert worden wäre? Das ist kaum vorstellbar. Auch in Bremer Kliniken werden keine horrorfilmkompatiblen Dr. Frankensteins ihr Unwesen treiben, die den Alptraum eines jeden Menschen Realität werden lassen: bei lebendigem Leibe ausgeweidet zu werden. Hoffentlich. Möglicherweise ist die Diagnostik nur nicht ordentlich dokumentiert worden. Das sollte aber vom Entnahmeteam geprüft werden, ehe es zum Messer greift. In Bremen scheint es zu früh losgelegt zu haben. Haben die Ärzte tatsächlich den Körper ohne Hirntoddiagnostik geöffnet und sich womöglich strafbar gemacht? Und wodurch wurde das Herz-Kreislauf-Versagen des Spenders verursacht? Durch die Operation? Oder durch das Abbrechen der künstlichen Beatmung? Wer hätte Letzteres veranlasst? Ob Panne oder Fehlverhalten: Der Fall muss aufgeklärt werden. Sonst droht der ohnehin stark rückläufigen Bereitsch…

Pflegeversicherung – Nach der Reform ist vor der Reform

Die menschliche Qualität einer Gesellschaft zeigt sich auch darin, wie sie mit ihren älteren, hilfsbedürftigen Bürgern umgeht. So betrachtet ist die vor 20 Jahren eingeführte Pflegeversicherung eine Errungenschaft, die höchstes Lob verdient. Denn entgegen starken politischen Bestrebungen wurde das Pflegerisiko seinerzeit eben nicht ausschließlich individualisiert, sondern durch eine neue zentrale Säule im Sozialversicherungssystem auf breite Schultern verteilt. Die Akzeptanz der Pflegeversicherung ist in der Bevölkerung nach wie vor riesengroß. Umso erstaunlicher, dass die Pflegeversicherung so schnell selbst zum Pflegefall wurde. Der Grund dafür ist, dass sich Regierungen aller Couleur lange nur auf einen stiefmütterlichen Umgang mit ihr beschränkt hatten. Über Jahre wurden weder Beiträge noch Leistungen angepasst. Die ausschließliche Ausrichtung der Pflegeleistungen auf körperliche Gebrechen führte ebenfalls zu Fehlentwicklungen. Der damalige Gesundheitsminister…