Pflegekammer ist bloße Kammerpflege!

Die niedersächsische Landesregierung hat von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sowie weiteren betroffenen Verbänden am heutigen Freitag einen offenen Brief erhalten. Darin fordern alle Unterzeichner die politisch Verantwortlichen erneut dazu auf, auf die Errichtung einer Pflegekammer zu verzichten. Sie weisen zudem darauf hin, dass bereits 5.000 Pflegekräfte ihre Unterschrift gegen die geplante Kammer abgegeben haben. Viele der angeführten Gründe für eine Pflegekammer sind irreführend. Die angedachten Aufgaben und Kompetenzen bringen den Zwangsmitgliedern keinen zusätzlichen Nutzen. Entweder sind sie überflüssig, oder sie werden bereits von anderen Akteuren wie dem MDK umfänglich wahrgenommen. Das Land Niedersachsen kann der Pflegekammer ferner kaum sinnvolle Aufgaben übertragen, weil diese in den Zuständigkeitsbereich des Bundesgesetzgebers fallen. Auch ist die Kammer kein Ersatz für die etablierten Wirtschafts-, Berufs- und Arbeitgeberverbände, weil sie keine…

FVDZ-Presseseminar am 30.1. in Berlin: Einzelpraxis ist ein Erfolgsmodell

Zentralisierung gefährdet wohnortnahe Patientenversorgung “Die Einzelpraxis ist ein Erfolgsmodell. Wir Freiberufler sichern in unseren Praxen die wohnortnahe Patientenversorgung in unserem Land. Wir stehen für Therapiefreiheit und eigenverantwortliches Arbeiten und setzen uns für die freie Arzt- und Zahnarztwahl ein”, erklärt die Bundesvorsitzende Kerstin Blaschke am 30. Januar 2015 beim Presseseminar des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Berlin. Mit Blick auf die im Versorgungsstärkungsgesetz verankerte Förderung medizinischer Versorgungszentren stellt Blaschke fest: “Die bewährten und gut funktionierenden Versorgungsstrukturen stehen zur Disposition. Die Gesundheitspolitik wir immer zentralistischer, die Entwicklung geht in Richtung sozialistisches Versorgungsmodell.” Findet ein Paradigmenwechsel im ambulanten Sektor statt? Ist die Einzelpraxis ein Auslaufmodell? Darüber diskutierte Blaschke mit Dr. Thomas Drabinski, Le…

Medikamentenrückstände im Wasser

Trinkwasserkommission kritisiert fehlende Vorschrift zu Rohwasser-Untersuchungen Vorsitzender Exner kann „Auswirkungen auf die Umwelt“ nicht ausschließen…

Kölner Stadt-Anzeiger: Kassen-Experte fordert Negativ-Liste

Individuelle Gesundheitsleistungen (Igel) ohne nachgewiesenen Nutzen sollen nach Auffassung der Krankenkassen in eine Negativ-Liste aufgenommen werden, an der sich Patienten im Arztgespräch orientieren können. Trotz einer entsprechenden Forderung sogar des Deutschen Ärztetages sei eine solche Liste “nie erstellt worden”, rügte Christian Weymayr, Sprecher des Informationsportals Igel-Monitor.de, im Gespräch mit dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstags-Ausgabe). Der Igel-Monitor ist ein Angebot des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, auf dem medizinische Leistungen wissenschaftlich bewertet werden, die nicht von den Kassen übernommen werden. Auch Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, hat keine Vorbehalte gegen eine solche Schwarze Liste. Die Ärztekammern könnten zwar nicht die Arbeit wissenschaftlicher Fachgesellschaften machen, “aber ich denke nicht, dass die Ärztekammern gegen Negativ-Lis…

Pharma-Fakten-Redaktion setzt auf Dialog mit den Usern

Neues Dialog-Tool ermöglicht direkten Austausch Der Branchendienst Pharma Fakten erweitert mit einem neuen Dialoginstrument sein Angebot im Internet. Interessierte User können ab sofort auf www.pharma-fakten.de Fragen rund um die Pharmaindustrie an die Redaktion stellen. Seit fünf Monaten berichtet Pharma Fakten regelmäßig über News und Hintergründe zur Gesundheitswirtschaft mit Schwerpunkt Pharmaindustrie. “Unser Ziel ist es, die häufig komplexen Themen rund um Forschung, Arzneimittelpreise oder Klinische Studien verständlich aufzubereiten und mit neuen Fakten und Stimmen anzureichern”, sagt Florian Martius, Projektleiter von Pharma Fakten. Genau das soll mit dem Dialoginstrument auf einer zusätzlichen Ebene fortgeführt werden. “Wer eine Frage hat und nicht alle Hintergrundberichte bei uns durchforsten will oder wem eine Information in einem Text gefehlt hat, der kann sich über das neue Tool direkt an uns wenden”, erklärt Kai Ten…

Krankengeld: Stopp nach Aktenlage?

Ungereimtheiten bei der Behandlung können bei der Kasse Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit auslösen. Zum Entscheiden, ob das Krankengeld gestoppt wird, reichen ihr meist die bisherigen Behandlungsunterlagen. Patienten können dagegen Widerspruch einlegen und zudem vorsorgen. Heinz P. hat einen schweren Bandscheibenvorfall. Der 42-Jährige wird fortlaufend krankgeschrieben, nach sechs Wochen bekommt er Krankengeld. Einige Zeit später meldet sich die Kasse bei ihm: Man habe seinen Fall geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass er jetzt wieder arbeitsfähig sei. Ab kommender Woche bekomme er kein Krankengeld mehr. Herr P. ist entrüstet: Wie kann die Kasse ihn für gesund erklären, obwohl sein Arzt ihn bislang als einziger untersucht und immer wieder krankgeschrieben hat? “Viele Betroffene denken, dass die Versicherung eine extra Untersuchung braucht, um die Arbeitsunfähigkeit anzuzweifeln”, sagt Elke Gravert von der hannoverschen Beratungsstelle der…

vdek-Verbandsvorsitzender Zahn fordert gerechte Finanzierung von Gesundheitsreformen

Kostenschübe gehen einseitig zulasten der Versicherten Überschüsse aus Gesundheitsfonds ausschütten Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat Korrekturen bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefordert. “Wir müssen davon ausgehen, dass die Zusatzbeitragssätze in der GKV in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen werden”, erklärte der vdek-Verbandsvorsitzende Christian Zahn. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben gehe seit 2014 wieder auseinander. Hinzu kämen die finanziellen Belastungen aus den geplanten Reformpaketen, wie der Reform der ärztlichen Versorgung, der Krankenhausreform oder dem Präventionsgesetz. Wenn nichts passiere, werde der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von derzeit 0,9 auf rund 1,7 Prozent im Jahre 2018 ansteigen. “Da der Arbeitgeberbeitragssatz eingefroren ist, gehen diese Kostenschübe voll zulasten der Versicherten”, kritisierte Zahn. Die Politik müsse für ei…

Bei den Kleinen anfangen und bei den Großen nicht aufhören

Deutscher LandFrauenverband unterstützt den Antrag der Koalition nach Stärkung der Ernährungsaufklärung bei Kindern und Jugendlichen In einem gemeinsamen Antrag fordern die Koalitionspartner CDU / CSU und SPD mehr Einsatz für Ernährungs- und Verbraucherbildung. Ein Ansinnen, das der Deutsche LandFrauenverband (dlv) unterstützt und sich eine baldige, breite Umsetzung von Maßnahmen wünscht. Es ist dringend notwendig, in bessere Bildung von Kindern und Jugendlichen bei den Alltags- und Lebenskompetenzen zu investieren. Es kann der Gesellschaft nicht gleichgültig sein, wenn Kenntnisse über Herkunft und Produktion von Lebensmitteln nicht mehr vorhanden sind. Denn die Folgen sind nicht nur falsche Ernährung und schlechte Gesundheit, sondern auch mangelnde Wertschätzung und Verschwendung von Lebensmitteln. Daher fordern die LandFrauen schon seit mehreren Jahren ein eigenständiges Unterrichtsfach zur Vermittlung von Alltagskompetenzen, wozu ausdrücklich auch E…

Warum gutes Hören so wichtig ist 7 Gründe für Hörsysteme vom Hörgeräteakustiker

FGH, 2015 – Über drei Millionen Menschen in Deutschland nutzen heute moderne Hörsysteme vom Hörgeräteakustiker und hören wieder gut. So erhalten sie nicht nur ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre Teilhabe am Zusammenleben, sie fördern auch ihr Wohlbefinden, ihr seelisches Gleichgewicht und ihre geistige Fitness. Denn nur wer gut hört, kann mitten im Leben stehen. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören nennt 7 Gründe für den verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit dem eigenen Hörvermögen. 1. Wer gut hört, kann besser kommunizieren: Kommunikation bedeutet Sprechen, Hören und Verstehen. Bei Kleinkindern sorgt das funktionierende Gehör für den Spracherwerb, im späteren Leben ist es die Voraussetzung dafür, dass wir differenziert hören können und alle Bedeutungen und Zwischentöne in der menschlichen Kommunikation aufnehmen und auch verstehen. 2. Wer gut hört, hat eine positive Lebenseinstellung: Zufriedenheit und Optimismus hängen…

Geberkonferenz für die Impfallianz Gavi am 26./27. Januar in Berlin /

Zivilgesellschaft mahnt weitere Mittelerhöhung und Führungsrolle der Bundesregierung an Im Vorfeld der Geberkonferenz für die Impfallianz Gavi, die am 26. und 27. Januar in Berlin stattfindet, mahnen zivilgesellschaftliche Organisationen eine weitere Mittelerhöhung an. Außerdem fordern sie die Bundeskanzlerin auf, bei ihren internationalen Amtskollegen verstärkt für die Impfallianz zu werben. Aktuellen Informationen zufolge fehlen derzeit noch bis zu 500 Millionen US-Dollar (rund 430 Millionen Euro), um das Finanzierungsziel von Gavi zu erreichen. “Wir begrüßen zwar ausdrücklich die Ankündigung der Bundesregierung, die Mittel für Gavi auf 84 Millionen Euro jährlich bis 2020 zu erhöhen”, betonen die fünf Organisationen One, Plan International Deutschland e.V., Save the Children, Stiftung Weltbevölkerung und World Vision. “Angesichts der deutschen Wirtschaftskraft und…

Entbürokratisierung der Pflege im Zentrum der 10. bpa-Qualitätskonferenz

“Ein Reset für die Pflegedokumentation” In den nächsten zwei Jahren sollen Pflegefachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern von einem großen Teil der bürokratischen Verpflichtungen befreit werden. Das hat Elisabeth Beikirch, die ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Entbürokratisierung der Pflege, angekündigt. Künftig wird sie die Umsetzung der von ihr mit Fachleuten erarbeiteten Vereinfachungen bundesweit koordinieren. “Es geht wirklich um ein Reset bei der Pflegedokumentation”, sagte Beikirch bei der 10. Qualitätskonferenz des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), dem größten Pflegekongress Norddeutschlands. Rund 350 Teilnehmer aus der privaten ambulanten und stationären Pflege im Nordosten beschäftigten sich in Linstow zwei Tage lang in Vorträgen und Workshops mit Möglichkeiten, den Pflegenden mehr Zeit für die Betreuung ihrer Bewohner und Klienten zu verschaffen. “Bei Befragungen beton…

Dimensionen des Sehens: In der Dämmerung den Durchblick behalten

Wenn das Licht schwindet Die dunkle Jahreszeit stellt besondere Anforderungen an unser Sehvermögen. Doch gesunde Augen liefern auch bei deutlich schwächeren visuellen Reizen ein zuverlässiges Bild unserer Umgebung. Prof. Dr. Horst Helbig vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erläutert, dass Nachtblindheit ein sehr seltenes Phänomen ist. Probleme mit dem Sehen bei schwachem Licht gehen meist auf andere Ursachen zurück. Sobald es dämmert, weiten sich die Pupillen der Augen, damit möglichst viel Licht auf der Netzhaut ankommt. Neben den Zapfen, die bei guten Lichtverhältnissen das Sehen von Farben ermöglichen, gewinnt nun die zweite Art von lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut an Bedeutung: die Stäbchen. Sie sind besonders empfindlich für kurzwelliges Licht. In der Dämmerung verändert sich die Farbwahrnehmung, vor allem manche Blautöne werden besonders intensiv wahrgenommen: Die “blaue Stunde” zwischen Sonnenuntergang und nächtlich…

Kanadische Studie: Grippeimpfungen sind meist wirkungslos und führen erst zur Erkrankung

Bislang galt ein kritische Berichterstattung in den Mainstreammedien zum Thema Grippeimpfungen eher als Ausnahme. Doch in Kanada geschieht derzeit erstaunliches, wo seitens der Medien zugegeben wird, dass regelmäßige Impfungen (wie sie für die Grippesaison immer angemahnt wird), zu einer Vielzahl an (Folge-)Erkrankungen führen. Und nicht nur eine hohe Zahl an neuen Erkrankungen, sondern auch dass die Impfungen sogar verantwortlich sind, dass das Immunsystem weniger Schutz vor dem speziell geimpften Grippevirus bietet. So berichtete CBC News darüber, dass diejenigen, die sich regelmäßig auf Grippe impfen lassen bzw. dies im letzten Jahr getan haben, ein größeres Risiko besitzen bei der nächsten Grippewelle angesteckt zu werden. Zuerst wurde angenommen, dass sich dies auf Kanada beschränken würde, da entsprechende Vergleiche fehlten. Doch inzwischen bestätigen Länder wie Hong Kong, Japan und die USA diese Erfahrungen. Ein Auszug aus dem CBC Ber…