Krankengeld: Stopp nach Aktenlage?

Ungereimtheiten bei der Behandlung können bei der Kasse Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit auslösen. Zum Entscheiden, ob das Krankengeld gestoppt wird, reichen ihr meist die bisherigen Behandlungsunterlagen. Patienten können dagegen Widerspruch einlegen und zudem vorsorgen. Heinz P. hat einen schweren Bandscheibenvorfall. Der 42-Jährige wird fortlaufend krankgeschrieben, nach sechs Wochen bekommt er Krankengeld. Einige Zeit später meldet sich die Kasse bei ihm: Man habe seinen Fall geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass er jetzt wieder arbeitsfähig sei. Ab kommender Woche bekomme er kein Krankengeld mehr. Herr P. ist entrüstet: Wie kann die Kasse ihn für gesund erklären, obwohl sein Arzt ihn bislang als einziger untersucht und immer wieder krankgeschrieben hat? “Viele Betroffene denken, dass die Versicherung eine extra Untersuchung braucht, um die Arbeitsunfähigkeit anzuzweifeln”, sagt Elke Gravert von der hannoverschen Beratungsstelle der…

vdek-Verbandsvorsitzender Zahn fordert gerechte Finanzierung von Gesundheitsreformen

Kostenschübe gehen einseitig zulasten der Versicherten Überschüsse aus Gesundheitsfonds ausschütten Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat Korrekturen bei der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefordert. “Wir müssen davon ausgehen, dass die Zusatzbeitragssätze in der GKV in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen werden”, erklärte der vdek-Verbandsvorsitzende Christian Zahn. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben gehe seit 2014 wieder auseinander. Hinzu kämen die finanziellen Belastungen aus den geplanten Reformpaketen, wie der Reform der ärztlichen Versorgung, der Krankenhausreform oder dem Präventionsgesetz. Wenn nichts passiere, werde der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz von derzeit 0,9 auf rund 1,7 Prozent im Jahre 2018 ansteigen. “Da der Arbeitgeberbeitragssatz eingefroren ist, gehen diese Kostenschübe voll zulasten der Versicherten”, kritisierte Zahn. Die Politik müsse für ei…

Bei den Kleinen anfangen und bei den Großen nicht aufhören

Deutscher LandFrauenverband unterstützt den Antrag der Koalition nach Stärkung der Ernährungsaufklärung bei Kindern und Jugendlichen In einem gemeinsamen Antrag fordern die Koalitionspartner CDU / CSU und SPD mehr Einsatz für Ernährungs- und Verbraucherbildung. Ein Ansinnen, das der Deutsche LandFrauenverband (dlv) unterstützt und sich eine baldige, breite Umsetzung von Maßnahmen wünscht. Es ist dringend notwendig, in bessere Bildung von Kindern und Jugendlichen bei den Alltags- und Lebenskompetenzen zu investieren. Es kann der Gesellschaft nicht gleichgültig sein, wenn Kenntnisse über Herkunft und Produktion von Lebensmitteln nicht mehr vorhanden sind. Denn die Folgen sind nicht nur falsche Ernährung und schlechte Gesundheit, sondern auch mangelnde Wertschätzung und Verschwendung von Lebensmitteln. Daher fordern die LandFrauen schon seit mehreren Jahren ein eigenständiges Unterrichtsfach zur Vermittlung von Alltagskompetenzen, wozu ausdrücklich auch E…

Warum gutes Hören so wichtig ist 7 Gründe für Hörsysteme vom Hörgeräteakustiker

FGH, 2015 – Über drei Millionen Menschen in Deutschland nutzen heute moderne Hörsysteme vom Hörgeräteakustiker und hören wieder gut. So erhalten sie nicht nur ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre Teilhabe am Zusammenleben, sie fördern auch ihr Wohlbefinden, ihr seelisches Gleichgewicht und ihre geistige Fitness. Denn nur wer gut hört, kann mitten im Leben stehen. Die Fördergemeinschaft Gutes Hören nennt 7 Gründe für den verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit dem eigenen Hörvermögen. 1. Wer gut hört, kann besser kommunizieren: Kommunikation bedeutet Sprechen, Hören und Verstehen. Bei Kleinkindern sorgt das funktionierende Gehör für den Spracherwerb, im späteren Leben ist es die Voraussetzung dafür, dass wir differenziert hören können und alle Bedeutungen und Zwischentöne in der menschlichen Kommunikation aufnehmen und auch verstehen. 2. Wer gut hört, hat eine positive Lebenseinstellung: Zufriedenheit und Optimismus hängen…

Geberkonferenz für die Impfallianz Gavi am 26./27. Januar in Berlin /

Zivilgesellschaft mahnt weitere Mittelerhöhung und Führungsrolle der Bundesregierung an Im Vorfeld der Geberkonferenz für die Impfallianz Gavi, die am 26. und 27. Januar in Berlin stattfindet, mahnen zivilgesellschaftliche Organisationen eine weitere Mittelerhöhung an. Außerdem fordern sie die Bundeskanzlerin auf, bei ihren internationalen Amtskollegen verstärkt für die Impfallianz zu werben. Aktuellen Informationen zufolge fehlen derzeit noch bis zu 500 Millionen US-Dollar (rund 430 Millionen Euro), um das Finanzierungsziel von Gavi zu erreichen. “Wir begrüßen zwar ausdrücklich die Ankündigung der Bundesregierung, die Mittel für Gavi auf 84 Millionen Euro jährlich bis 2020 zu erhöhen”, betonen die fünf Organisationen One, Plan International Deutschland e.V., Save the Children, Stiftung Weltbevölkerung und World Vision. “Angesichts der deutschen Wirtschaftskraft und…

Entbürokratisierung der Pflege im Zentrum der 10. bpa-Qualitätskonferenz

“Ein Reset für die Pflegedokumentation” In den nächsten zwei Jahren sollen Pflegefachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern von einem großen Teil der bürokratischen Verpflichtungen befreit werden. Das hat Elisabeth Beikirch, die ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Entbürokratisierung der Pflege, angekündigt. Künftig wird sie die Umsetzung der von ihr mit Fachleuten erarbeiteten Vereinfachungen bundesweit koordinieren. “Es geht wirklich um ein Reset bei der Pflegedokumentation”, sagte Beikirch bei der 10. Qualitätskonferenz des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), dem größten Pflegekongress Norddeutschlands. Rund 350 Teilnehmer aus der privaten ambulanten und stationären Pflege im Nordosten beschäftigten sich in Linstow zwei Tage lang in Vorträgen und Workshops mit Möglichkeiten, den Pflegenden mehr Zeit für die Betreuung ihrer Bewohner und Klienten zu verschaffen. “Bei Befragungen beton…

Dimensionen des Sehens: In der Dämmerung den Durchblick behalten

Wenn das Licht schwindet Die dunkle Jahreszeit stellt besondere Anforderungen an unser Sehvermögen. Doch gesunde Augen liefern auch bei deutlich schwächeren visuellen Reizen ein zuverlässiges Bild unserer Umgebung. Prof. Dr. Horst Helbig vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erläutert, dass Nachtblindheit ein sehr seltenes Phänomen ist. Probleme mit dem Sehen bei schwachem Licht gehen meist auf andere Ursachen zurück. Sobald es dämmert, weiten sich die Pupillen der Augen, damit möglichst viel Licht auf der Netzhaut ankommt. Neben den Zapfen, die bei guten Lichtverhältnissen das Sehen von Farben ermöglichen, gewinnt nun die zweite Art von lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut an Bedeutung: die Stäbchen. Sie sind besonders empfindlich für kurzwelliges Licht. In der Dämmerung verändert sich die Farbwahrnehmung, vor allem manche Blautöne werden besonders intensiv wahrgenommen: Die “blaue Stunde” zwischen Sonnenuntergang und nächtlich…

Kanadische Studie: Grippeimpfungen sind meist wirkungslos und führen erst zur Erkrankung

Bislang galt ein kritische Berichterstattung in den Mainstreammedien zum Thema Grippeimpfungen eher als Ausnahme. Doch in Kanada geschieht derzeit erstaunliches, wo seitens der Medien zugegeben wird, dass regelmäßige Impfungen (wie sie für die Grippesaison immer angemahnt wird), zu einer Vielzahl an (Folge-)Erkrankungen führen. Und nicht nur eine hohe Zahl an neuen Erkrankungen, sondern auch dass die Impfungen sogar verantwortlich sind, dass das Immunsystem weniger Schutz vor dem speziell geimpften Grippevirus bietet. So berichtete CBC News darüber, dass diejenigen, die sich regelmäßig auf Grippe impfen lassen bzw. dies im letzten Jahr getan haben, ein größeres Risiko besitzen bei der nächsten Grippewelle angesteckt zu werden. Zuerst wurde angenommen, dass sich dies auf Kanada beschränken würde, da entsprechende Vergleiche fehlten. Doch inzwischen bestätigen Länder wie Hong Kong, Japan und die USA diese Erfahrungen. Ein Auszug aus dem CBC Ber…

Depressionen heilen mit Hypnose

Der bekannte Hypnosetherapeut Dr. Norbert Preetz bietet im Rahmen eines Fernsehbeitrags kostenlose Behandlung (NL/1731761327) Magdeburg, 22.01.2015. In Deutschland gehören Depressionen zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen. Dabei erkrankt jeder fünfte Bundesbürger ein Mal im Leben an einer Depression. Insgesamt leiden etwa vier Millionen Deutsche an einer behandlungsbedürftigen Depression, von denen jedoch nur wenige eine optimale Behandlung erfahren. Depressionen können sich vielfältig äußern: anfangs häufig mit allgemeinem Leistungsabfall und diffusen körperlichen Beschwerden, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Hinzu kommen können Interessenverlust, Lust- und Antriebslosigkeit sowie die Fä…

Pflegende demonstrieren gegen Pflegekammer

bpa und ver.di rufen zu Protest vor dem Landeshaus auf Wenn der schleswig-holsteinische Landtag am 21. Januar 2015 in erster Lesung über das umstrittene Gesetz zur Einrichtung einer Pflegekammer berät, wird vor den Türen deutlicher Protest zu sehen und zu hören sein. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und die Gewerkschaft ver.di rufen alle Pflegefachkräfte im Land zu einer Demonstration auf, um den Politikern hautnah zu zeigen, wie viele Betroffene die Kammer ablehnen. Ab 10 Uhr wollen Pflegende aus ganz Schleswig-Holstein direkt vor dem Landeshaus ihre Kritik an der Zwangskammer sichtbar machen. bpa und ver.di fordern alle Pflegefachkräfte auf, sich am Protest zu beteiligen und ein deutliches Zeichen an die Politik zu senden, nicht gegen den Willen der Betroffenen zu handeln. Eine Umfrage zur Pflegekammer hatte viel Ablehnung gegen die Pläne der Landesregierung gezeigt: Eine deutliche Mehrheit der befragten Pflegefachkräfte will…

Neue Vereinbarung erleichtert Zusammenarbeit von Pflegeeinrichtungen und Zahnärzten

Kooperation von bpa-Landesgruppe und Kassenzahnärztlicher Vereinigung Sachsen-Anhalt Die Landesgruppe Sachsen-Anhalt des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV) haben eine Kooperationsvereinbarung für die zahnärztliche Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen abgeschlossen. “Mit dieser Vereinbarung können wir die Zusammenarbeit von Pflegeeinrichtungen und Zahnärzten vor Ort wesentlich erleichtern und verbessern”, sagt Sabine Mrosek, Vorstandsvorsitzende des bpa Sachsen-Anhalt. “Geregelt werden damit unter anderem die Hausbesuchstätigkeit des Zahnarztes und die Mitwirkung der Verantwortlichen im Pflegeheim.” Auf Bundesebene gibt es seit dem vergangenen Jahr eine Vereinbarung über Anforderungen an die zahnärztliche und pflegerische Versorgung von pflegebedürftigen Versicherten in stationären Pflegeeinrichtungen. Nun werden diese Anforderungen auch…

Mitteldeutsche Zeitung: AOK-Chef Dralle: Günstiger Beitragssatz hält mindestens zwei Jahre lang

Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt, ist optimistisch, den günstigen Beitragssatz der Kasse von 14,9 Prozent mindestens zwei Jahre halten zu können. Die AOK Sachsen-Anhalt habe durch günstige Rahmenbedingungen in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Überschuss von fast 100 Millionen Euro erwirtschaftet, sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe). “Für 2014 erwarten wir einen guten Abschluss. Darauf gründen sich unsere mittelfristigen Planungen und Kalkulationen”, fügte er hinzu. Dralle schließt sich Prognosen des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem an, der davon ausgeht, dass der Beitragssatz ab 2015 jedes Jahr um 0,2 bis 0,3 Prozent steigen wird. Dies sei, die gesamte gesetzliche Krankenversicherung betrachtet, richtig. “Entgegen diesem Trend gehe ich davon aus, dass wir uns davon abkoppeln können”, sagte der AOK-Chef. Er sei sicher, dass das zwei Jahre lang klappe. “Danach müssen auch…