Armin Laschet in der Ditib-Falle

Alice Weidel: Keine Subventionen für Ditib, keine Visa für Ditib-Imame

Armin Laschet in der Ditib-Falle

Vor wenigen Wochen hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) noch erklärt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte vor wenigen Tagen, der Islam gehöre zu Nordrhein-Westfalen. Wenn selbst zwei führende Unionspolitiker sich nicht auf ein gemeinsames Verständnis von der Rolle der in Deutschland lebenden Muslime verständigen können, zeigt das, wie gespalten die Gesellschaft in der Frage ist. Umso schwieriger ist es, dann auch noch das Verhältnis zu einem besonders problematischen muslimischen Dachverband zu definieren.

Ditib ist der verlängerte Arm einer türkischen Regierung, deren autoritäres Verhalten inzwischen nicht mehr zum westlichen Demokratieverständnis passt. Deshalb kann Laschet mit Ditib nicht kooperieren. Aber Ditib ist immer noch die Organisation, die in NRW mehr Muslime als jede andere vertritt. Deshalb kann Laschet sie auch nicht ignorieren, wenn ihm an einem friedlichen Miteinander liegt. Der Umgang mit Ditib ist eine extrem schwierige diplomatische Herausforderung. Niemand weiß den richtigen Weg. Sicher ist nur, dass der Zeitdruck, den die Opposition aufbauen will, auch nicht hilfreich ist. Rheinische Post

Ditib-Funktionär Bekir Alboga will für AKP ins türkische Parlament – Kritik von NRW-Integrations-Staatssekretärin Serap Güler (CDU)

Der langjährige Generalsekretär, „Dialog-Beauftragte“ und Sprecher der Türkisch-Islamischen Union Ditib in Deutschland, Bekir Alboga, will in die türkische Politik wechseln. Dies bestätigte eine Ditib-Vorstandssprecherin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der 55-Jährige bemüht sich für die islamisch-konservative AK-Partei von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zur Parlamentswahl am 24. Juni um ein Mandat in der Provinz Konya. Es handele sich um eine „persönliche Entscheidung“ ohne Bezug zum Verband, sagte die Sprecherin der Zeitung. Die Ditib sei eine überparteiliche Organisation, damit politisch neutral, und verstehe sich laut Satzung als religiöser und sozialer Dienstleister in und für Deutschland.

„Die Mitglieder und das Personal sind selbstverständlich nach dem Demokratieverständnis frei in der politischen Meinungsbildung.“ Alboga ließ dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Anfrage mitteilen: „Für die Zeit der politischen Tätigkeit lege ich meine Ämtern bei der Ditib nieder.“ Die NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler (CDU), und der Kölner Grünen-Politiker Volker Beck kritisierten das Vorhaben in scharfen Worten. Es werfe „ein sehr fragwürdiges Licht“ auf Albogas bisherige Arbeit. „Jemand, dem wirklich an Integration und Verständigung gelegen ist, kandidiert nicht für die AKP“, sagte Güler dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Beck erklärte, nun zeige sich, dass das Bekenntnis des Verbands zu Deutschland und zur Demokratie für Alboga in Wahrheit „taktische Manövriermasse“ sei. „Lange Jahre das freundliche Gesicht der Ditib und immer Deutschland zugewandt, gilt für Herrn Alboga am Ende »Erdogan first«.“ Alboga, 1963 in der Türkei geboren, kam 1980 nach Deutschland, wo er Islamwissenschaften studierte. Er war mehrfach Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime. 2013 erwarb er neben der türkischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Kölner Stadt-Anzeiger

Alice Weidel: Keine Subventionen für Ditib, keine Visa für Ditib-Imame

Die Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Alice Weidel, kommentiert Medienberichte, denen zufolge allein im letzten Jahr 350 Imame von der staatlichen türkischen Religionsbehörde in Moscheen von deren deutschem Ableger Ditib mit Arbeitsvisa deutscher Behörden entsandt worden sind: „Eine fremde Macht unterhält in Deutschland flächendeckend von ihr finanzierte und kontrollierte halbstaatliche Strukturen, bestückt sie mit von ihr entsandten Agitatoren und der deutsche Staat nimmt dieses Treiben nicht nur geduldig hin, sondern leistet ihm auch noch aktiv Vorschub. Es gibt wohl kein zweites Land auf der Welt, in dem eine solche Absurdität möglich wäre.

Da kann man noch so sehr mit Gefälligkeitsgutachten abwiegeln und sich von der formalen ‚Eigenständigkeit‘ der Ditib-Vereine blenden lassen: Ditib ist von Ankara ferngesteuert, ihre Moscheegemeinden sind der verlängerte Arm des islamistischen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der seine in Deutschland lebenden Landsleute als ‚fünfte Kolonne‘ seiner Politik instrumentalisiert, und die von der staatlichen türkischen Religionsbehörde abgestellten und bezahlten Ditib-Imame sind seine Propaganda-Lautsprecher. Diese Konstellation ist eine Hauptursache für die Entstehung und Verfestigung islamischer Parallelgesellschaften in Deutschland, und die in Ditib-Moscheen verbreitete Mischung aus türkischem Nationalismus und fundamental-islamischer Propaganda ist pures Gift für die Integration.

Dass das Bundesinnenministerium nicht einmal weiß, ob die Ditib-Imame nach Ablauf ihrer ‚Arbeitsvisa‘ auch wieder ausreisen, ist symptomatisch für den einwanderungspolitischen Kontrollverlust, der unter der Regierung Merkel zur Methode geworden ist. Deutschland muss nicht nur die Erteilung von Visa für vom türkischen Staat bezahlte Imame unverzüglich einstellen und bereits erteilte Visa widerrufen, es muss auch die offene und verdeckte Förderung von Ditib durch staatliche ‚Integrations‘-Programme und die Mitwirkung an islamischem Religionsunterricht an staatlichen Schulen beenden. Die Einflussorganisation einer ausländischen Regierung kann kein Partner der deutschen Politik sein.“ AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag

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