Armin Laschet wünscht sich andere Koalition: „Die SPD will eigentlich nicht mehr.“

"Die Notregierung - Ungeliebte Koalition"

Armin Laschet wünscht sich andere Koalition: „Die SPD will eigentlich nicht mehr.“

In einem Interview für die ARD-Dokumentation „Die Notregierung – Ungeliebte Koalition“ hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) deutlich von der Großen Koalition distanziert: „Ich wünsche mir etwas anderes.“

Ministerpräsident Laschet glaubt, dass der Koalitionspartner SPD das Regierungsbündnis im Bund nicht mehr fortführen will. Daher hoffe auch er auf ein anderes Bündnis: „Ich wünsche mir etwas anderes als eine Große Koalition. Weil ich glaube, dass jetzt eine Zeit ist, dass – bei dem Zustand insbesondere der SPD, die eigentlich nicht mehr will – es gut ist, wenn sich eine neue Regierung finden würde.“

Olaf Scholz ist überzeugt, dass es keine neue Große Koalition geben wird Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist in einem Interview für die ARD-Dokumentation erneut auf Distanz zur Großen Koalition gegangen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass es auf diese Große Koalition keine nächste geben wird, die ihr folgt.“ Die SPD wird auf ihrem Bundesparteitag vom 6. bis 8. Dezember voraussichtlich über eine Fortführung oder ein frühzeitiges Ende der Großen Koalition entscheiden.¹

RTL/n-tv-Trendbarometer:Forsa-Aktuell: SPD gewinnt 2 Prozentpunkte,Grüne verlieren 2 Prozentpunkte,Wert der Union unverändert – 59% trauen keiner Partei zu, die Probleme in Deutschland lösen zu können

SPD profitiert von der Grundrente

Die Einigung der Großen Koalition über die Einführung einer Grundrente war für 29 Prozent der Bundesbürger das wichtigste Thema dieser Woche. Im RTL/n-tv-Trendbarometer bringt die Renten-Entscheidung der SPD gegenüber der Vorwoche einen Sympathiezuwachs von zwei Prozentpunkten. Die Union profitiert von der Einigung auf die Grundrente nicht, ihr Wert bleibt unverändert.

Die Grünen verlieren in der Woche ihres Parteitages zwei Prozentpunkte und rutschen erstmalig seit der Europawahl im Mai unter die 20-Prozent-Marke (auf 19%). Die Werte der übrigen Parteien bleiben unverändert.

Wenn der Bundestag in dieser Woche neu gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 15 Prozent (20,5%), FDP 9 Prozent (10,7%), Grüne 19 Prozent (8,9%), Linke 10 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 23 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner: „Je mehr Menschen neben dem Klimaschutz auch andere Probleme für ebenso wichtig halten oder sogar noch drängender bewerten, umso stärker verblasst die vom Thema Klimaschutz bewirkte Strahlkraft der Grünen. Wenn aktuell zwar 42 Prozent der Schüler und Studenten, aber nur 5 Prozent der Arbeiter die Grünen wählen würden, sind die Grünen noch weit davon entfernt, eine in breiten Schichten der Bevölkerung verankerte Volkspartei zu sein. Sie laufen Gefahr, eine Klientel-Partei der oberen Bildungsschichten vornehmlich in den urbanen Metropolen zu bleiben.“

41 Prozent der Deutschen sprechen den Parteien Kompetenz zu

59 der Bundesbürger – so viel wie noch nie in diesem Jahr – trauen keiner Partei zu, „mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden“. 17 Prozent setzen unverändert ihr Vertrauen in die Union, 4 Prozent in die SPD. 10 Prozent vertrauen der politischen Kompetenz der Grünen (minus zwei Prozentpunkte im Vergleich zu den Vorwochen), der Kompetenz allen übrigen Parteien zusammen ebenfalls 10 Prozent.²

¹SWR – Südwestrundfunk ²RTL/n-tv-Trendbarometer – Mediengruppe RTL Deutschland

DasParlament

Eine Antwort auf "Armin Laschet wünscht sich andere Koalition: „Die SPD will eigentlich nicht mehr.“"

  1. Buerger   Donnerstag, 21. November 2019, 16:05 um 16:05

    Laschet hat es gerafft, nur AKK und die komische Frau , die Bundeskanzlerin spielt, die haben es noch nicht kapiert das sie ihren Zenit überschritten haben, sie haben fertig:

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