Bahnvorstand Weber will an Verhandlungstisch – GDL am Zug

Bahnvorstand Ulrich Weber hält an Verhandlungslösung fest

Bahnvorstand Weber will an Verhandlungstisch – GDL am Zug

Über das Trauerspiel bei der Deutschen Bahn kann man nur noch den Kopf schütteln. Beide Seiten agieren irrlichternd. Der Bahn-Vorstand – getrieben von dem Wunsch, inhaltsgleiche Tarifabschlüsse bei EVG und GDL hinzubekommen – gibt sich unerbittlich. Dabei sind unterschiedliche Tarifverträge für ein und dieselbe Berufsgruppe bei Privatbahnen längst gelebte Realität. Schlimmer aber noch agiert die GDL. Ergebnisse können nur am Verhandlungstisch erreicht werden.

Das muss auch Claus Weselsky klar sein. Und trotzdem kommt von der GDL bislang nur Verweigerung. Die GDL setzt statt auf kluge Verhandlungen lieber auf Erpressung. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber hat einen sehr klugen Vorschlag gemacht: Er hat eine Gesamtschlichtung für alle strittigen Themen angeregt. Eine neutrale Person von außen ist die einzige Chance, dieses Trauerspiel zu beenden und den Reisenden wieder mehr Sicherheit zu geben. Deshalb der dringliche Appell an die Lokführer: Sagt endlich Ja zur Schlichtung! Rheinische Post

Millionen von Pendlern und Reisenden sind vom aktuell längsten Streik der Deutschen Bahn betroffen. Bis Sonntag, 9:00 Uhr soll der erneute Streik, der am heutigen Dienstagmorgen, um 2:00 Uhr startete, anhalten. Nach monatelangen Verhandlungen lehnte die Gewerkschaft der Lokführer auch das aktuelle Angebot der Bahn ab. Trotz heftiger Kritik hält die GDL am achten Arbeitskampf der laufenden Tarifrunde weiterhin fest.

Zum Vorschlag der Bahn an die GDL: „Wir versuchen die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Auch wir finden diesen Streik überflüssig, eine Belastung für die Kunden, eine Belastung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und wir müssen alles versuchen und alles tun, um schnell wieder an den Verhandlungstisch zurück zu kommen.“

Zu den geplanten Inhalten der Gespräche: „Wir reden über das Wie, die Inhalte dieser Tarifverträge. Über Zeit- und Geldregelungen. Und wir reden darüber, wie wir sicherstellen, dass wir nicht dazu kommen, dass für ein und dieselbe Mitarbeitergruppe unterschiedliche Regelungen zum Einkommen, zur Arbeitszeit, zu Schichtenregelungen entstehen.“

Über die Option einer gesetzlichen Regelung: „Alles das, was wir am Verhandlungstisch zustande bringen, ist besser als eine gesetzliche Regelung, die ja für den Fall kommen soll, dass wir uns nicht einigen. Und wir wollen nicht auf diesen Fall zurückfallen, sondern uns einigen am Verhandlungstisch mit beiden Gewerkschaften.“

Zum Vorschlag einer künftigen Zwangs-Schlichtung: „Das muss man diskutieren, würde uns ja in unserem aktuellen Fall in unserer Situation nicht helfen. Ich habe allerdings auch die Sorge, dass das rechtlich auf Grenzen stößt. Von daher bevorzugen wir ganz klar Verhandlungslösungen, die streben wir an, die müssen wir zustande bringen. Da stehen alle in der Verantwortung, auch eine GDL. Genauso wie wir als Arbeitgeber.“ Quelle: RTL Nachtjournal Heike Speda Mediengruppe RTL Deutschland

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