Dauer-Ausstand bei der Deutschen Bahn

Der Bahn-Vorstoß verpufft

Dauer-Ausstand bei der Deutschen Bahn

Der Endlos-Tarifstreit geht Geschäftsreisenden, Pendlern und Touristen nur noch auf die Nerven. Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden, der mit jedem neuen Streiktag immer größer wird, ist der Image-Schaden für den Bahnkonzern immens. Kunden, die mühsam für die Bahn gewonnen wurden, gehen angesichts der Planungsunsicherheit wieder verloren. Badische Neueste Nachrichten

Bundesregierung beim Bahnstreik in der Verantwortung

„In jedem vernünftigen und selbständig agierenden Unternehmen wäre der Streik längst beendet. Ein verantwortlich handelnder Vorstand hätte der Gewerkschaft bereits nach den ersten Warnstreiks ein Angebot gemacht, das zum Ende des Arbeitskampfes geführt hätte – schon aus Angst, Kunden zu verlieren“, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, den Streik der Lokführer. Ernst weiter:
„Für die ausfallenden Züge und die wirtschaftlichen Folgen trägt auch die Bundesregierung Mitverantwortung. Statt als Eigentümerin der Bahn Druck auf den Vorstand in diese Richtung auszuüben, akzeptiert die Bundesregierung, dass die Bahnkunden für eine Einschränkung des Streikrechts in Geiselhaft genommen werden. Das ist unverantwortlich! Wir brauchen keine Zwangsschlichtung. Tarifautonomie braucht eigenständig und vernünftig handelnde Vorstände. Ich fordere den Bahnvorstand auf, so schnell wie möglich ein akzeptables Tarifangebot vorzulegen.“ DIE LINKE

Das größte deutsche Fernbusunternehmen MeinFernbus FlixBus weitet angesichts der neuen Streikankündigungen der Lokführer sein Angebot für das Pfingstwochenende aus. „Wir planen mit bis zu drei Bussen mehr pro Strecke“, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel (Dienstagausgabe). Demnach geht der Anbieter von bis zu doppelt so vielen Buchungen aus wie üblich. MeinFernbus FlixBus reagiere damit auf seine Erfahrungen aus den letzten Streiks: Zuletzt sei die Zahl der Buchungen um mehr als 150 Prozent gestiegen, das Unternehmen zählte fünfmal mehr Zugriffe auf die Buchungs-Webseite als sonst. „Wenn der Streik nun auf das Pfingstwochenende und damit auch in die beginnenden Pfingstferien in einigen Bundesländern fällt, dürfte die Nachfrage nochmal steigen“, erklärte der Sprecher. Das Busunternehmen rät Reisewilligen, regelmäßig auf die Website zu schauen, weil auch auf ausgebuchten Strecken neue Plätze verfügbar werden könnten, sobald ein weiterer Bus bereitgestellt werden kann. „Die Fahrpreise blieben die gleichen.“ Sonderangebote seien bei Bahn-Streik erfahrungsgemäß aber schneller ausgebucht als üblich. Besonders stark frequentiert war beim letzten GDL-Streik laut MeinFernbus FlixBus die Strecke Berlin-Rostock-Warnemünde. Der Tagesspiegel

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