Deutsche Bahn verurteilt den unbefristeten Streik der GDL

Der letzte Streik liegt erst 8 Tage zurück

Deutsche Bahn verurteilt den unbefristeten Streik der GDL

Die Deutsche Bahn verurteilt den de facto unbefristeten Streik der GDL auf das schärfste als Schikane für viele Millionen Menschen und fordert erneut nachdrücklich zu einer Gesamtschlichtung auf. Gerade eine Streikankündigung über die besonders reisestarken Pfingsttage trifft Reisende in ganz Deutschland besonders hart, erklärte die DB.

Erst am Wochenende wurden 20-stündige vertrauliche Gespräche geführt. Hierzu hatte die DB u. a. auch ein neues umfangreiches Angebot für die Berufsgruppe der Lokrangierführer vorgelegt, einem der Streitpunkte. Die GDL hatte die Vorschläge als durchaus einigungsfähig und intelligent bezeichnet, lehnte diese anschließend jedoch zur Überraschung der DB aus politischen Gründen ab.

Personenverkehr rollt konstant nach Ersatzfahrplan

Die DB bereitet erneut einen Ersatzfahrplan vor und wird diesen am Dienstag in den Auskunftssystemen veröffentlichen. Ziel des Ersatzfahrplans ist die Sicherstellung einer stabilen Grundversorgung. Seit Betriebsbeginn gilt im Personenverkehr wegen des Ausstandes der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ein Ersatzfahrplan. Die GDL hat ihren Streik im Personenverkehr um 2.00 Uhr begonnen. Ein Enddatum ist nicht bekannt.

Die eingesetzten Züge fahren weitgehend nach Plan. Wie ankündigt verkehren im Fernverkehr ein Drittel und im Regionalverkehr je nach Region bis zu zwei Drittel der Züge. Besonders eingeschränkt ist der Zugverkehr in den östlichen Bundesländern. In Berlin fährt etwas weniger als die Hälfte der S-Bahnen im 20-Minuten-Takt, das gilt auch für Hamburg. In Stuttgart verkehren auf den meisten Linien Langzüge im Stundentakt. In Bayern fährt im S-Bahn- und Regionalverkehr jeder zweite Zug. In NRW sind die Langläuferlinien der S-Bahn im Stundentakt unterwegs.

Viele streikbedingt ausgefallene Züge werden durch DB-Busse ersetzt

Die DB hat in der Nacht vier Hotelzüge in Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main und München zur Verfügung gestellt. Im Schienengüterverkehr hat der Streik der GDL bereits gestern um 15 Uhr begonnen und führt seitdem zu Einschränkungen. In enger Absprache mit den Kunden priorisiert DB Schenker Rail Verkehre, damit Züge fahren können, die für die Versorgung von Werken und Fabriken wichtig sind. Produktionsausfälle in wichtigen Industriezweigen sollen so vermieden werden. Wie bei den vorausgegangenen Streiks sollen möglichst zwei Drittel der Güterzüge gefahren werden.

Die DB unternimmt alles, um die Auswirkungen für ihre Kunden so gering wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich Beeinträchtigungen des Zugverkehrs nicht vermeiden. Die DB bedauert dies außerordentlich und verweist ausdrücklich auf die alleinige Verantwortung der GDL. Die Ersatzfahrpläne sind über die Live-Auskunft der DB abrufbar: www.bahn.de/liveauskunft. Der Ersatzfahrplan des Fernverkehrs bietet eine Vorschau auf die nächsten 48 Stunden. Die Aktualisierung bis zum kommenden Freitag erfolgt heute um 12 Uhr.
Am frühen Nachmittag folgen die Daten für den S-Bahn- und Regionalverkehr. Dieser Ersatzfahrplan enthält eine Vorschau für die nächsten 24 Stunden. Die DB möchte alle Reisenden ermuntern, die tatsächlich verkehrenden Züge während der Streiktage zu nutzen. Mit dem Ersatzfahrplan und den dort eingesetzten Zügen wurden bei den jüngsten Streiks die Ziele zuverlässig erreicht.

Reisende haben außerdem die Möglichkeit, mit ihren DB Fahrkarten auf die Fernbusse der DB (IC Bus und berlinlinienbus.de) auszuweichen, sofern freie Plätze verfügbar sind. Zusätzlich zur allgemeinen Servicenummer 0180 6 99 66 33 (20ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 60ct/Anruf) hat die Deutsche Bahn die kostenlose Servicenummer 08000 99 66 33 geschaltet. Tagesaktuelle Reiseverbindungen – auch Umsteigeverbindungen und zusätzliche Halte während des Streiks – können über die Live-Auskunft auf m.bahn.de in der DB Navigator-App und bei www.bahn.de/liveauskunft abgefragt werden.

Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können sich ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten lassen. Dies ist auch nach dem ersten Gültigkeitstag der Fahrkarte, also auch nach dem Streik noch möglich. Alternativ können Reisende den nächsten – auch höherwertigen – Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben. Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Land- oder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge.

Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB können die betroffenen Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen. Für Zeitkarten gelten die tariflichen Umtausch- und Erstattungsbedingungen. Für Verbundfahrkarten kommen die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Verkehrsverbünde zur Anwendung. DB Mobility Logistics AG

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