Düsseldorf: Luxus-Hochhäuser am Rheinturm

Wohnen am Rheinturm

Sowohl der Rheinturm als auch der Landtag weisen aufgrund ihrer Architektur und ihrer städtebaulichen Lage erhaltenswerte Alleinstellungsmerkmale auf. Im Umfeld des Fernmeldeturms befinden sich allerdings neben dem historischen kleineren Hafengebäude verschiedene teilweise eingegrünte Stellplatzanlagen, die heute die Freiraum- und Grüngestaltung in diesem Bereich beeinträchtigen und unterbrechen.

Düsseldorf: Luxus-Hochhäuser am Rheinturm

Im Rahmen der Immobilienmesse MIPIM in Cannes wurden seitens der Stadtverwaltung unterschiedliche Projekte des Düsseldorfer Immobilienmarktes präsentiert. Neben bereits bekannten und sich in der Umsetzung befindlichen Bauvorhaben wurden auch neue Planungen im Büro- und Wohnungsbau vorgestellt.

Unter anderem wurde eine Skizze für eine mögliche Bebauung des Parkplatzes unterhalb des Rheinturms gezeigt. Die Idee, an dieser Stelle Wohnungsbau zu ermöglichen, ist nicht neu, sondern wurde schon vor einigen Jahren diskutiert und wird anscheinend nun wieder neu aufgegriffen. Auf Grund der Lage des Grundstückes und städtebaulichen Bedeutung, wurde ursprünglich seitens der Verwaltung betont, dass ein sensibles Verfahren anzustreben sei. Astrid Wiesendorf, Norbert Czerwinski – Kreisverband Düsseldorf Bündnis 90/Die Grünen

Es gibt schon länger die Überlegung, die bestehenden Parkplatzflächen unterhalb des Rheinturms mit einem oder mehreren Wohnhochhäusern zu bebauen.

Die Grundstückseigentümerin, eine Tochtergesellschaft der Stadt Düsseldorf, bemüht sich aktuell um einen Verkauf der betreffenden Flächen. Sie spricht derzeit potentielle Interessenten am Markt an und wird von solchen angesprochen. Nach Abschluss dieses Prozesses muss das Grundstücksgeschäft noch den Aufsichtsrat der Grundstückseigentümerin passieren.

Der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 5375/068 setzt für den Bereich Sondergebiet „Postfernmeldeturm mit Restaurant und Zubehörbauten“ fest; eine Wohnnutzung ist nicht zulässig. Der Standort wird geprägt durch die beiden Solitärgebäude Landtag und Fernmeldeturm und den Bürgerpark Bilk, als hochwertigem Freiraum mit wichtigen Wege- und Sichtbeziehungen zum Rhein und zum Hafen. Der Park stellt eine repräsentative Plattform für die beiden Großgebäude dar und hat eine wichtige Erholungsfunktion für den Stadtteil.

Sowohl der Rheinturm als auch der Landtag weisen aufgrund ihrer Architektur und ihrer städtebaulichen Lage erhaltenswerte Alleinstellungsmerkmale auf. Im Umfeld des Fernmeldeturms befinden sich allerdings neben dem historischen kleineren Hafengebäude verschiedene teilweise eingegrünte Stellplatzanlagen, die heute die Freiraum- und Grüngestaltung in diesem Bereich beeinträchtigen und unterbrechen. Ein Verfahrensvorschlag der Stadt muss noch abgestimmt werden und bedarf in jedem Fall anschließend im Hinblick auf die erforderliche Änderung des Bebauungsplanes der politischen Zustimmung. Dr. Keller – Stadt Düsseldorf

Grundstück am Rheinturm und ehemaliger Mannesmann-Neubau: Landtag NRW, Land NRW und Landeshauptstadt Düsseldorf grundlegend einig

Letter of Intent zum Tausch von Grundstücken

Der Landtag Nordrhein-Westfalen, die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Landeshauptstadt Düsseldorf sind sich bezüglich einer Entwicklung des Grundstücks der städtischen Entwicklungsgesellschaft IDR am Rheinturm, das zur Zeit als Parkplatz genutzt wird, sowie des „Mannesmann-Neubaus“ (Mannesmannufer 3) neben dem Behrensbau (im Besitz des landeseigenen BLB) grundlegend einig und streben faktisch einen „Tausch“ dieser Grundstücke an, die hinsichtlich Lage und Größe vergleichbar sind.

Einem entsprechenden Letter of Intent hat heute der Ältestenrat des Landtags einstimmig zugestimmt. Er wird am Montag dem Aufsichtsrat der IDR vorgelegt.

Die Absichtserklärung sieht vor, dass auf dem Grundstück neben dem Fernsehturm ein städtebaulich attraktiver Erweiterungsbau des Landtags entstehen und ein Übergang von der Rheinuferpromenade zum Medienhafen entwickelt werden soll. Die Landeshauptstadt Düsseldorf sieht für eines der seit Jahren leerstehenden ehemaligen Mannesmann-Gebäude neben dem Behrensbau eine ebenfalls städtebaulich attraktive, privatwirtschaftliche Nutzung vor.

Zudem nehmen Landesregierung, Landtag und Landeshauptstadt in Aussicht, das Parkhaus an der Moselstraße gegenüber dem Landtagsgebäude abzureißen, um die Fläche einer anderweitigen städtebaulich sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Nach Unterzeichnung des Letter of Intent wird zunächst eine Wertermittlung beider Grundstücke unter der Federführung des NRW-Finanzministeriums erfolgen, um die zwei Erwerbsgeschäfte zu realisieren. Darüber hinaus sind haushaltsrechtliche Vorkehrungen zu schaffen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf bittet die IDR, das Bieterverfahren „Wohnen am Rheinturm“ solange ruhen zu lassen.

Landtagspräsidentin Carina Gödecke: „Ich freue mich sehr über die grundlegende Einigung und bedanke mich bei der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung für die konstruktiven Gespräche. Der Landtag NRW erhält nun die dringend erforderliche Möglichkeit einer Erweiterung. Und ich bin überzeugt, dass wir insgesamt eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden haben, die die Landeshauptstadt noch attraktiver machen wird.“

Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei: „Die Landesregierung unterstützt mit ihrem Beitrag das berechtigte Erweiterungsinteresse des Landtags. Gleichzeitig kann damit das Umfeld von Landtag und Stadttor städtebaulich attraktiv entwickelt werden.“

Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Ich freue mich, dass wir eine Einigung mit dem Land erzielen konnten. Damit kann der Landtag seinen Erweiterungsbau für den erhöhten Platzbedarf und die Landeshauptstadt eine städtebaulich attraktive Lösung für das seit Jahren leerstehende Mannesmann-Gebäude neben dem Behrensbau realisieren. Und auch für die IDR bietet sich eine gute Lösung, da ihr durch den Tausch der zwei Grundstücke, die durch Lage und Größe vergleichbar sind, mit Sicherheit kein kommerzieller Nachteil entsteht.“ Jäckel-Engstfeld, Kerstin – Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf

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