Flüchtlinge bedrängen weiterhin Frauen und Mädchen

Flüchtlinge und Deutsche: Kulturschock in der Disko

Flüchtlinge bedrängen weiterhin Frauen und Mädchen

Die einzelnen, aber doch wiederholt aufgetretenen sexuellen Übergriffe auf Besucherinnen Freiburger Clubs und Diskotheken sind mehr als unerfreulich. Sie sind ein Beispiel dafür, wie mühsam der Alltag werden kann, wenn einander fremde Kulturen aufeinanderstoßen – auf der Tanzfläche wie im richtigen Leben. Wenn der Anschein nicht trügt, haben einige Clubs überreagiert. Dass darüber aber nun eine Debatte entbrannt ist, wie man es schafft, Regeln und Gesetzen Geltung zu verschaffen, ohne die große Mehrheit rechtschaffener Flüchtlinge zu diskriminieren, ist trotzdem erfreulich. In der derzeit bundesweit aufgeheizten, ja fast hysterischen Stimmung kann dieses Bemühen durchaus beispielgebend sein. Thomas Fricker Badische Zeitung

Angst essen Rechtsstaat auf

Wir halten fest: Eine wachsende Zahl nordafrikanischer Asylbewerber missbraucht unsere Gastfreundschaft in einem Maße, wie sich das kaum jemand hat vorstellen können. Sie beschafft sich auf kriminelle Weise Geld, drangsaliert andere Flüchtlinge, verschleiert ihre wahre Identität und verhöhnt so die deutschen Behörden und damit unseren Rechtsstaat. Und als wäre das nicht schlimm genug, werden nicht wenige Männer aus dieser Gruppierung Frauen gegenüber sexuell übergriffig, als sei es das Normalste auf der Welt. So stellt sich die Lage derzeit dar.

Das alles ist nur schwer erträglich. Geradezu unerträglich wird die Situation dadurch, dass Polizei und Justiz dieser Herausforderung offenbar hilflos gegenüberstehen. Was ist von Razzien zu halten, wenn anschließend niemand verhaftet wird? Und was bringt eine Verhaftung und – selten genug – spätere Verurteilung, wenn solche Straftäter anschließend nicht einmal ausgewiesen werden können? Im Sommer (!) will man von Asylbewerbern Fingerabdrücke nehmen, heißt es. Aha. Soll das eine gute Nachricht sein?

Unsere Gesellschaft verändert sich. Der innere Frieden ist in Gefahr. Wo Grautöne angesagt wären, dominiert das Schwarz-Weiß. Vielfach werden jetzt schon alle Marokkaner und Tunesier in Sippenhaft genommen – und die „echten“ Flüchtlinge gleich mit. Auch sie sind Opfer dieser Entwicklung. Angst und Ohnmacht regieren das Land und machen wütend. Wut aber ist kein guter Ratgeber. Was wir brauchen, ist mehr Polizei und sind Gesetze, die den Rechtsstaat wehrhaft machen, ohne ihn abzuschaffen. Alexander Marinos Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Hass und Hysterie – Die erschreckenden Züge der Flüchtlingsdebatte

Dämme sind gebrochen. Seit den Ereignissen in der Silvesternacht schwappt eine Welle des Hasses und der Hysterie über die Republik. In den Sozialen Medien des Internets tobt der Mob. Auf den widerlichen Sexismus Dutzender Migranten reagiert er mit blanker Ausländerfeindlichkeit, teilweise mit offenem Rassismus. Eine differenzierte Diskussion über die Vorfälle scheint dort kaum mehr möglich zu sein. Nahezu jeder, der sich darum bemüht, wird als Verharmloser, Schönfärber oder blinder Ideologe diffamiert. Es ist erschreckend. Nein, es geht jetzt nicht darum, Kritiker mundtot zu machen. Natürlich ist es möglich, über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin zu streiten.

Natürlich muss darüber debattiert werden, wie viele Schutzsuchende Deutschland aufnehmen kann. Natürlich darf die Frage gestellt werden: Warum ist es der angeblich so mächtigen Angela Merkel, die ihre Position in der Griechenland-Krise beinhart durchgedrückt hat, noch nicht gelungen, bei der Verteilung von Flüchtlingen ein Mindestmaß an europäischer Solidarität zu organisieren? Und selbstverständlich ist es kein Tabu, öffentlich darüber nachzudenken, ob und warum die Integration einzelner Migrantengruppen gescheitert ist. Das alles geschieht auch, ist gut so und hat mit Rassismus nichts zu tun. Kontroversen sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Demokratie. Aber der Rahmen der Debatte wird dann gesprengt, wenn Kritik oder verständliche Sorge in Hetze umschlägt, wenn pauschal Bevölkerungsgruppen stigmatisiert werden, wenn „die Fremden“ als Blitzableiter für Wut und Enttäuschung über die eigenen Lebensumstände herhalten müssen. Dieser Rahmen hat inzwischen tiefe Risse bekommen.

Und zwar nicht nur an den virtuellen Stammtischen. Fast die gesamte mediale und damit öffentliche Aufmerksamkeit kreist derzeit um das Thema Migranten und Kriminalität. Sie ist regelrecht fokussiert auf mögliche neue Straftaten und Verfehlungen einzelner Flüchtlinge. Schnell entstehen dann Schlagzeilen, die so nicht erscheinen würden, wenn ein Deutscher tatverdächtig wäre. Das führt zu immer neuen Ängsten, zu einer immer größeren Verunsicherung, zu einer regelrechten Hysterie. Die Absage des Karnevalszugs in Rheinberg ist ein Beleg dafür. Auf der anderen Seite wird momentan vieles deutlich weniger wahrgenommen, was nicht in das erwartete und von manchen sogar erhoffte Täter-Schema passt. Es hat jedenfalls keinen größeren Aufschrei gegeben, nachdem am vergangenen Wochenende als Reaktion auf die hässlichen Silvesterereignisse in Köln rechte Schläger wahllos Ausländer krankenhausreif geprügelt haben.

Dass es fast täglich Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte gibt, scheint ebenfalls nur noch nebenbei zu interessieren. Und schließlich: Ein Problem für die Innere Sicherheit sind nicht nur kriminelle Migrantengruppen, sondern auch immer stärker Rechtsextremisten. Doch als diese Woche bekannt wurde, dass Hunderte von ihnen, die mit Haftbefehl gesucht werden, abgetaucht sind, war die öffentliche Reaktion darauf mehr als verhalten. In Deutschland aber hat jeder das Recht auf körperliche Unversehrtheit – Männer, Frauen und Kinder, Altbürger, Neubürger und Flüchtlinge. Dafür zu sorgen hat der Staat und keinesfalls selbst ernannte Bürgerwehren. Wer das in Frage stellt, trägt dazu bei, dass nicht nur der Rechtsstaat, sondern auch die Humanität erodiert. Joachim Zinsen Aachener Nachrichten

DasParlament

Eine Antwort auf "Flüchtlinge bedrängen weiterhin Frauen und Mädchen"

  1. Anonymous   Montag, 25. Januar 2016, 15:41 um 15:41

    „Eine wachsende Zahl nordafrikanischer Asylbewerber missbraucht unsere Gastfreundschaft in einem Maße, wie sich das kaum jemand hat vorstellen können.“

    Was soll dieses Sich-Einschießen auf „nordafrikanische Asylbewerber“? Es sind vor allem auch Syrer und Afghanen, die immer häufiger durch sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen auffällig werden. Und weder Syrien noch Afghanistan liegen in Nordafrika!

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