Flüchtlinge schnell in Arbeitsmarkt bringen

Flüchtlinge schneller ans Arbeitsleben heranführen

Flüchtlinge schnell in Arbeitsmarkt bringen

Da viele Flüchtlinge länger oder für immer bei uns bleiben, müssen wir sie zügiger in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft integrieren. Nur so können sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Damit greift er den aktuellen Vorstoß von Daimler auf, der als erster Großkonzern fordert, Flüchtlingen bereits nach einem Monat Aufenthalt eine Arbeitsgenehmigung zu erteilen.

Weil Teilhabe an Arbeit die beste Integration sei, fordert Wolfgang Schmitz ein Maßnahmenpaket von der Bundesregierung: „Wir müssen Flüchtlinge schneller ans Arbeitsleben heranführen. Wir müssen sie ausbilden. Und wir müssen sie sprachlich weiterbringen. Hierfür muss ausreichend Geld zur Verfügung gestellt werden.“ Diese Forderung erhebt Schmitz vor dem Hintergrund, dass es in Deutschland derzeit ein ordentliches Wirtschaftswachstum und eine Rekordbeschäftigung von 43 Mio. Beschäftigten gibt: „Ohne Zuwanderung und ohne unsere ausländischen Bürger würden wir das nicht erreichen. Ich gehe sogar weiter: Ohne Zuwanderung wäre unsere zukünftiges Wachstum in Gefahr.“

In Deutschland leben rund 16 Mio. Bürger mit Migrationshintergrund, also rund 20 Prozent der Bevölkerung. Dieses Zahlenverhältnis spiegelt sich in den Beschäftigtenzahlen bei den Mitgliedern des Unternehmerverbandes wieder. Schmitz: „Zuwanderung hat dieser Region einst schon bei der Industrialisierung gut getan, Zuwanderung tut ihr auch heute gut.“ Dass Deutschland wegen der Fachkräfteengpässe auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen ist, sei laut Schmitz leider noch nicht bei Allen angekommen: „Hier muss die Politik die Bürger mehr aufklären, Ängste nehmen und Vorurteile abbauen. Wir müssen klar machen, dass sich die ganz große Mehrheit aller deutschen Einwohner mit Migrationshintergrund gut integriert hat und uns nach vorne bringt.“ Einigen Probleme müsse aber noch besser begegnet werden, so Schmitz: „Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen benötigen wir Lotsen, damit Zuwanderer auch in die Betriebe kommen. Und gute Ansätze wie ein erstes Online-Fachkräfteportal, das Zuwanderer ins Ruhrgebiet locken soll, müssen vorangetrieben werden.“

Mit Blick auf die regionalen Unternehmen sieht Schmitz wenig Berührungsängste: „Für sie ist Internationalität im Zeitalter der Globalisierung Alltag. Viele hiesige Mitarbeiter haben Kollegen überall auf der Welt. Insofern ist die Voraussetzung, Zuwanderer in die Betriebe zu integrieren, gut“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Unternehmverbandes. Unternehmerverbandsgruppe e.V. www.unternehmerverband.org

Malu Dreyer macht sich für qualifizierte Asylbewerber stark

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) plädiert für ein Einwanderungsgesetz, das Asylbewerbern einen schnellen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht. Der Status-Wechsel vom Asylbewerber zum Einwanderer müsse einfacher und fließender gestaltet werden, sagte die Politikerin bei phoenix.

„Wenn klar ist, wir brauchen Ingeniere in unserem Land, und wir haben Flüchtlinge aus Syrien, die diese Voraussetzung haben, warum müssen diese ein langes Asylverfahren auf sich nehmen und sich unbedingt in Asyl-Unterkünften aufhalten?“, sagte Dreyer weiter. Ein Einwanderungesetz, zum Beispiel über ein Punktesystem, sei auch nach außen ein deutliches Signal: „Weil wir Menschen, die kommen wollen, damit auch eine Möglichgkeit geben, legal einzuwandern und auch zu bleiben.“ phoenix-Kommunikation

DasParlament

Kommentar verfassen