Fundamentalistischer Islam gehört nicht zu Deutschland

CDU-Vize bekräftigt Forderung nach Burka-Verbot

Islamische Prediger (Imame), die aus der Türkei nach Deutschland geschickt (und von der Türkei bezahlt) werden, sind nach Ansicht von Unionspolitikern ein Hindernis für die Integration von Muslimen. „Viele von ihnen kennen weder unsere kulturellen Gepflogenheiten, noch sprechen sie unsere Sprache“, stellen die nordrhein-westfälischen CDU-Politiker Serap Güler, Günther Krings, Thomas Kufen und Jens Spahn fest. […]

Fundamentalistischer Islam gehört nicht zu Deutschland

Islamische Prediger (Imame), die aus der Türkei nach Deutschland geschickt (und von der Türkei bezahlt) werden, sind nach Ansicht von Unionspolitikern ein Hindernis für die Integration von Muslimen. „Viele von ihnen kennen weder unsere kulturellen Gepflogenheiten, noch sprechen sie unsere Sprache“, stellen die nordrhein-westfälischen CDU-Politiker Serap Güler, Günther Krings, Thomas Kufen und Jens Spahn fest.

In einem gemeinsamen Thesenpapier, aus dem die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ zitiert, verweisen sie darauf, dass sich die in Deutschland geborenen Muslime von diesen „Import-Imamen“ nicht mehr angesprochen fühlten. Sie würden vielmehr als fremder und „weniger ‚cool'“ empfunden als etwa Hassprediger. Umso wichtiger sei es, Imame und Lehrer für Islam-Unterricht an deutschen Hochschulen auszubilden. Bund und Länder müssten hier mehr Unterstützung leisten. – Rheinische Post

Islamische Akademie

Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner hat der Äußerung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff widersprochen, der Islam gehöre zu Deutschland. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Klöckner: „Es gibt nicht den einen Islam, es gibt verschiedene Ausprägungen.“ Dazu gehörten auch extremistische Strömungen, die bereit seien, gegen Nicht- und Andersgläubige Gewalt einzusetzen, die eine Gleichberechtigung von Mann und Frau ablehnten, die antisemitisch und homophob seien. „Muslime, die unsere Grundordnung eines aufgeklärten Landes teilen, die gehören zu Deutschland, aber nicht fundamentalistisch-extremistische Ausprägungen des Islam“, erklärte Klöckner.

CDU-Vize bekräftigt Forderung nach Burka-Verbot – Für differenzierte Debatte zum Kirchenasyl

Die rheinland-pfälzische CDU-Landeschefin bekräftigte ihre Forderung nach einem Burka-Verbot. „Vollverschleierung ist kein Ausdruck religiöser, kultureller Vielfalt“, sagte Klöckner. Die Burka stehe für ein abwertendes Frauenbild und für die Unterdrückung der Frauen. Es komme nicht darauf an, wie häufig man in Deutschland eine vollverschleierte Frau sehe. „Wenn ein fundamentalistischer Mann es nicht ertragen kann, dass Frauen in der Öffentlichkeit ihr Haar oder ihr Gesicht zeigen, dann ist nicht die Frau, sondern dieser Mann das Problem“, sagte Klöckner. – Neue Osnabrücker Zeitung

Junge Abgeordnete in der Union fordern staatliche Regeln für den Islam

Die CDU streitet über den Umgang mit dem Islam und über ihre Haltung zur Zuwanderung. Vorreiter ist eine Gruppe von rund 80 jungen Abgeordneten um Jens Spahn, die sich „CDU 2017“ nennt. In einem Papier, das der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung in Essen vorliegt, fordern Spahn und drei weitere Autoren staatliche Regeln für den Islam. So sollen Imame auf Deutsch predigen und nicht aus der Türkei entsandt und bezahlt werden. Sprache und Religion sollten „nicht nebeneinander stehen“. In einer weiteren Beschlussvorlage für ein Treffen gestern und heute in Berlin wird die CDU aufgerufen, sich in der Zuwanderungspolitik ehrlich zu machen, zu gestalten „statt zögernd abzuwarten“. Die Forderung nach einem Zuwanderungsgesetz stößt in der Gruppe aber auf Widerspruch. Der Abgeordnete Tankred Schipanski sagte der WAZ, er halte es „nicht für sinnvoll“, vom Asyl- und Aufenthaltsrecht „grundlegend abzuweichen“.

Jens SpahnSpahn unterstützt CDU-Generalsekretär Peter Tauber, der die Debatte angestoßen hatte. In der Vorlage heißt es, das 390 Seiten lange Aufenthaltsgesetz müsse gebündelt und weiter entwickelt werden sowie ein „Signal der Offenheit“ senden. „Die besten Regelungen bringen nichts, wenn sie nicht auch mit dem nötigen Geist gelebt werden“, so Spahn. Auf Vorbehalt stößt der Satz von Altpräsident Christian Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland. „Das muss man schon hinterfragen“, sagte Schipanski. Die Aussage sei „erklärungsbedürftig“, so Spahn. „Den Islam“ gebe es nicht. Die Frage sei, „welcher Islam zu uns gehört.“ Er sei „eine Religion unter vielen“ und solle sich den Regeln einer freien Gesellschaft „unterordnen“. Aus falsch verstandener Toleranz sei man „zu zurückhaltend“ gegenüber muslimischen Vereinen, Verbänden und Gemeinden gewesen. Man sei bereit, deren Anliegen zu fördern, „wir haben aber auch konkrete Erwartungen an die weltlichen und geistigen Vertreter des Islam in Deutschland“. Doch sei es nicht die Aufgabe der deutschen Politik, „eine Reformation des Islam zu betreiben. Dies müssen allen voran Muslime selbst tun.“ – Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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