G7 setzen weiter auf Ausbeutung und hofieren Autokraten

Der wäscht sich die Hände jetzt drei Wochen nicht mehr

G7 setzen weiter auf Ausbeutung und hofieren Autokraten

In Elmau wird damit das Dilemma der internationalen Ordnung deutlich: Die G7 spielen sich als Herrscher der Welt auf und marginalisieren damit weiterhin die Vereinten Nationen. Hinzu kommt die offene Bündnispolitik mit Autokraten und Diktatoren. In Elmau wird auch dem äthiopischen Ministerpräsidenten Hailemariam Desalegn der rote Teppich ausgerollt – einem Machthaber, der ausländische Konzerne ins Land holt und Opposition, Medien sowie die Bevölkerung brutal unterdrückt. Doch seine prowestliche Haltung wird mit einer Einladung an den Katzentisch der G7 belohnt.

Weil es den G-7-Staaten um den Erhalt ihrer wirtschaftlichen Vormacht geht, wird in Elmau das verheerende Prinzip des neoliberalen Freihandels verteidigt und vorangetrieben. TTIP, CETA, TPP, TiSA – all das sind Synonyme für Verarmung und Ausbeutung. Auch wenn der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) dem G-7-Gipfel einen progressiven Anstrich geben möchte, ändert dies nichts an den Problemen des globalen Handelsregimes, das auf die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in den Ländern des Südens setzt, um den Wirtschaftsmotor in den Industriestaaten am Laufen zu halten. 40.000 Menschen haben am Donnerstag in München dafür protestiert, mit diesem menschenfeindlichen System zu brechen – und das ist auch eine Hauptforderung der LINKEN.

Der zunehmende Widerstand gegen die neoliberale Misswirtschaft und gegen die Arroganz der Wirtschaftsmächtigen macht Hoffnung. Die Proteste gegen den G-7-Gipfel haben schon jetzt gezeigt, dass der Unmut auch bei uns wächst. DIE LINKE will diese Gegenwehr mit dem Widerstand vernetzen, der sich in den Ländern des Südens bildet. In mehreren Staaten Lateinamerikas etwa sind aus Protestbewegungen gegen die neoliberale Misswirtschaft progressive Regierungen entstanden. Sie sind Partner für die Aktivistinnen und Aktivisten, die in München und Garmisch-Partenkirchen in diesen Tagen gegen die G7 auf die Straße gehen. DIE LINKE

Schloss-Elmau-Köche nach Merkel-Besuch im siebten Himmel

Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Staats- und Regierungschefs aus sechs Ländern beim G7-Gipfel in Schloss Elmau überzeugen – die Herzen der Mitarbeiter des bayerischen Luxushotels gewann sie bereits bei einem Vorab-Besuch vor einer Woche. „Sie hat mit allen gesprochen“, sagte Dietmar Müller-Elmau, Schlossherr und Hotelchef, im Interview mit dem People-Magazin GALA. „Sie ist ein sehr offener Mensch. Meine Leute sind im siebten Himmel.“ Nach einem Vortrag vor zehn Jahren, noch vor ihrer Kanzlerwahl, sei Angela Merkel nun das zweite Mal in Schloss Elmau gewesen. Müller-Elmau: „Sie hat mit den Mitarbeitern gesprochen, mit den Köchen, mit allen. Der Chefkoch war gar nicht da, nur der Stellvertreter vom Stellvertreter. Ich glaube, der wäscht sich die Hände jetzt drei Wochen nicht mehr.“ Die Kanzlerin, am 7. und 8. Juni Gastgeberin der wichtigsten internationalen Polit-Konferenz, sei mit einem großen Erkenntnisgewinn wieder abgereist: „Sie sagte, jetzt hat sie ein Gefühl für Elmau.“ Quelle: GALA. Andrea Wagner Gruner + Jahr GmbH & Co KG www.gala.de

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