Gauland: Das Beschimpfen der Ungarn ist unredlich

N24-Emnid-Umfrage zur Flüchtlingspolitik: Mehrheit findet Merkels Politik gut und Seehofers Kurs schlecht

Gauland: Das Beschimpfen der Ungarn ist unredlich

Anlässlich zahlreiche abfälliger Äußerungen von deutschen und europäischen Politikern gegenüber der ungarischen Regierung erklärt der stellvertretende AfD-Vorsitzende, Alexander Gauland: „Wie zahlreiche Politiker und Medien derzeit mit den Ungarn ins Gericht gehen, ist nicht nur unfair, sondern auch heuchlerisch. Ungarn tut nichts weiter als seiner Verpflichtung nachzukommen die Außengrenzen von EU und Schengenraum zu sichern.

Wasserwerfer einzusetzen gegen den Versuch der gewaltsamen Grenzverletzung sei unmenschlich. Wird als Vorwurf vorgebracht. In Deutschland werden bei Ausschreitungen am Rand von Demonstrationen und Fußballspielen regelmäßig Wasserwerfer und auch Tränengas eingesetzt.

In Wirklichkeit versucht man Ungarn als den Buhmann hinzustellen, um dabei möglichst von den eigenen Fehlern abzulenken. Ein solches Verhalten ist unredlich.

Außerdem muss man vor allem den kleineren Staaten Europas zugestehen, dass sie selbst darüber entscheiden, wie viele und welche Flüchtlinge sie aufnehmen. Diese Länder stoßen sehr viel schneller an ihre Kapazitätsgrenzen, als ein großes und immer noch relativ reiches Land, wie Deutschland. Die Ungarn wollen bleiben wie sie sind. Das ist ihr gutes Recht. Die Regierungen Deutschlands und anderer EU-Staaten müssten Ungarn in seinen Bemühungen bei der Grenzsicherung unterstützen, anstatt es dafür zu beschimpfen.“ Alternative für Deutschland

Mehrheit für Grenzkontrollen, Hilfe vor Ort und militärisches Vorgehen

Die Rollen in der Berliner Flüchtlingspolitik scheinen in diesen Tagen klar verteilt: Die Kanzlerin verteidigt die humane Flüchtlingspolitik, Horst Seehofer setzt Grenzkontrollen durch – und Sigmar Gabriel droht den europäischen Asylverweigerern Sanktionen an. Aber wer macht denn nun in den Augen der Bürger die beste Politik in Zeiten der Flüchtlingskrise?

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage bewerten 67 Prozent der Befragten die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit „eher gut“. Mit Sigmar Gabriels Politik sind 55 Prozent der Deutschen zufrieden, Horst Seehofers Kurs schätzen nur 48 Prozent der Befragten.

Trotz der eher schlechten Noten für Horst Seehofer: Grundsätzlich finden die meisten Deutschen Grenzkontrollen richtig. 67 Prozent der Befragten befürworten die Fortsetzung von deutschen Grenzkontrollen, 57 Prozent finden sogar, dass an allen innereuropäischen Grenzen wieder kontrolliert werden sollte. 63 Prozent der Befragten fordern eine stärkere Sicherung der Außengrenzen Europas. Nur 14 Prozent der Deutschen halten Grenzkontrollen generell für nicht sinnvoll.

Als wichtigste Maßnahme in der Flüchtlingspolitik nennen die Deutschen eine stärkere Hilfe in den Krisenländern selbst: 93 Prozent der Befragten meinen, man müsse stärker „vor Ort helfen“. 67 Prozent der Befragten befürworten auch ein härteres militärisches Vorgehen gegen den IS. Grenzkontrollen wollen 63 Prozent der Deutschen. 54 Prozent fordern die europäische Angleichung von Sozialstandards, um Anreize zur Flucht nach Deutschland zu nehmen.

Uneins sind die Deutschen bei der Frage, ob die Zuwanderung von Flüchtlingen mittelfristig eher ein Vor- oder Nachteil ist: 43 Prozent der Befragten halten die Zuwanderung von Flüchtlingen für einen Vorteil, 47 Prozent der Befragten sehen darin mittelfristig einen Nachteil. Quelle N24. Feldzeit: 15.09.2015 Befragte: ca. 1.000

DasParlament

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