Großes Lob für Gröhes Pflegereform

Gröhe kündigt für Pflegebedürftige Verbesserung an

Großes Lob für Gröhes Pflegereform

Die neue zweite Stufe der Pflegereform wird nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe für viele Menschen Verbesserungen bringen. „Mittelfristig könnten dadurch bis zu 500.000 Menschen zusätzlich Unterstützung erhalten“, sagte Gröhe der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Außerdem entlasten wir pflegende Angehörige und sorgen dafür, dass sie in der Renten- und Arbeitslosenversicherung besser abgesichert sind.“

Der Unterstützungsbedarf werde bald besser erfasst. „Über die Leistungshöhe entscheidet künftig, was jemand noch selbst kann und wo sie oder er Unterstützung braucht – unabhängig, ob durch Demenz oder körperliche Einschränkung“, sagte der CDU-Politiker. Das Kabinett verabschiedet am heutigen Mittwoch den Entwurf des zweiten Pflegestärkungsgesetzes, mit dem Gröhe das Leistungsangebot für Pflegebedürftige und Pflegende ausbauen will. Rheinische Post

Opposition lobt Gröhe für Pflegereform

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bekommt aus der Opposition Lob für die zweite Stufe seiner Pflegereform. Die Pflegeexpertin der grünen Bundestagsfraktion, Elisabeth Scharfenberg, forderte Gröhe aber auf, dafür zu sorgen, dass die zusätzlichen Mittel tatsächlich die Versorgung pflegebedürftiger Menschen verbesserten.

„Das zweite Pflegestärkungsgesetz weist an vielen Stellen in die richtige Richtung“, sagte Scharfenberg der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe). „Klar ist aber, dass mehr Geld nicht automatisch bessere Qualität bedeutet. Die zusätzlichen Mittel müssen in Form besserer Leistungen bei den Pflegebedürftigen und auch bei den Beschäftigten in Form besserer Arbeitsbedingungen ankommen.“

Scharfenberg kritisierte, dass die vorgesehenen Finanzmittel nicht dauerhaft ausreichten: „Schon in wenigen Jahren wird wieder eine Erhöhung des Beitragssatzes erforderlich sein.“ Sie verlangte deshalb erneut die Einführung einer Pflege-Bürgerversicherung. Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Solidarische Finanzierung sichern und Pflegekräfte stärken“

Der Sozialverband SoVD spricht sich für weitere Reformen in der Pflege aus und setzt sich dafür ein, die solidarische Pflegeversicherung zu einer Pflege-Bürgerversicherung auszubauen. „Die Richtung stimmt und deshalb muss die Bundesregierung jetzt am Ball bleiben. Insbesondere braucht es zielgerichtete Maßnahmen zur Stärkung der solidarischen Umlagefinanzierung“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer aus Anlass der morgigen Beratungen des Pflegestärkungsgesetzes II im Bundeskabinett.

Insbesondere die Wiederherstellung der Beitragsparität und eine optimierte Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Versicherten stehen im Zentrum der Forderungen. Zudem setzt der SoVD auf eine Stärkung der häuslichen und professionellen Pflege. Der Verband prognostiziert einen erheblich verschärften Personalmangel in der Altenpflege und warnt davor, das Problem zu beschönigen. Rund 152.000 Pflegekräfte werden künftig fehlen, schätzt der SoVD.

„Eine bessere Bezahlung der beruflich Pflegenden ist ebenso erforderlich wie eine ausgewogene Personalpolitik in den Einrichtungen. Denn die konstante Überbelastung des Personals verschlechtert die Qualität der Pflege. Und deshalb muss das Berufsbild deutlich aufgebessert werden“, warnt Adolf Bauer. Sozialverband Deutschland e.V. – Bundesverband www.sovd.de

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