Grüne werfen Laschet Deindustrialisierungs-Politik vor

Laschet Sondierungsführer für Energie und Verkehr

Die Grünen haben den Widerstand von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen wirksamere Schritte zum Klimaschutz scharf kritisiert. „Klimaschutz bedeutet Arbeitsplatzsicherung. Wir werden diese schwarz-gelbe NRW-Politik, die dort gerade 20.000 Arbeitsplätze in der Windindustrie vernichtet, auf Bundesebene nicht mitmachen“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Diese Politik der Deindustrialisierung, die Laschet und Lindner in NRW betreiben, darf es im Bund nicht geben“, sagte Krischer, der an den Klima-Sondierungsrunden der Jamaika-Parteien beteiligt ist. Laschet hatte zuvor die Forderung der Grünen nach einem schnelleren Kohleausstieg abgelehnt. Rheinische Post

Grüne werfen Laschet Deindustrialisierungs-Politik vor

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bei den Sondierungsgesprächen über eine Jamaika-Koalition im Bund innerhalb der CDU-Spitze die Federführung für die Themenbereiche Energie, Klima, Umwelt und Verkehr übernommen. Das erfuhr die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Freitagsausgabe) am Donnerstag aus Verhandlungskreisen. Laschet solle in den weiteren Gesprächen mit CSU, FDP und Grünen die besonderen Interessenlagen des größten Bundeslandes insbesondere in der Verkehrs- und Energiepolitik frühzeitig einbringen, hieß es. Der Ministerpräsident, der zugleich CDU-Vize ist, hatte sich zuletzt mehrfach gegen eine „Ausstiegsmentalität“ bei der Braunkohle-Verstromung und dem Verbrennungsmotor positioniert. Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Weltklimakonferenz in Bonn: Landesregierung und BMUB zeigen Klimaschutz-Lösungen „made in NRW“

Seit November blickt die Welt nach Bonn. Unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi und mit Unterstützung des Bundes und der Landesregierung Nordrhein-Westfalen findet die Weltklimakonferenz COP23 in Bonn statt. Über 20.000 internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Diplomatie, Politik und Zivilgesellschaft werden hierzu erwartet. Nordrhein-Westfalen nimmt die Klimakonferenz vom 6. bis 17. November 2017 zum Anlass, der Welt erfolgreiche und vielversprechende Ansätze, Wege und Ziele des Klimaschutzes sowie der Klimaanpassung vorzustellen.

Die EnergieAgentur.NRW hat 18 Exkursionen mit insgesamt 36 Projekten konzipiert, die Klimaschutz-Lösungen „made in NRW“ zeigen: Wie sieht das urbane Leben der Zukunft aus? Wie funktioniert die Verkehrswende im Lieferverkehr? Wie kann die Aluminiumproduktion die Energiewende unterstützen? Und wie lassen sich Emissionen aus den Hochöfen der Stahlindustrie nicht nur vermeiden, sondern auch in andere Produkte umwandeln?

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks:

„Bei der Weltklimakonferenz in Bonn geht es nicht nur ums Verhandeln, sondern auch ums Handeln. Für den Klimaschutz ist es entscheidend, dass sich gute Ideen weltweit verbreiten. In Deutschland und gerade auch im Energieland Nordrhein-Westfalen gibt es bereits viele überzeugende Konzepte und Projekte, die auch international Schule machen werden. Denn Klimaschutz ist auch ökonomisch eine Erfolgsstrategie.“

„Nordrhein-Westfalen ist auch global gesehen eine der leistungsfähigsten Energieregionen. Hier ist es längst Tradition, Lösungen für Energieeffizienz und Klimaschutz zu erdenken und umzusetzen. In Nordrhein-Westfalen sind auf besondere Weise Kompetenzen der Forschung, Entwicklung und praktischen Anwendung konzentriert. Davon kann der Klimaschutz weltweit profitieren. Die Tage der Weltklimakonferenz wollen und werden wir nutzen, um genau dafür zu werben“, so Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, zum Rahmenprogramm. „Die Ziele sind sorgfältig ausgewählt und bieten einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Forschungs- und Entwicklungslandschaft. Zudem vermittelt jede Exkursion einen Einblick in die Kultur und Geschichte unseres Landes“, so Ministerpräsident Laschet.

Die Exkursionen führen unter anderem nach Dortmund (innovatives Bauen und Wohnen), Köln (Klimaschutzsiedlung und Energieforschung), Bottrop (Innovation City), Erkrath und Remscheid (effiziente Heiztechnik), zur Klimakommune Saerbeck (dezentrale Versorgung aus regenerativen Quellen), nach Lindlar (Entsorgung und Wertstoffkreislauf), Finnentrop (Wasserkraft), Aachen (zukunftsfähige Mobilitätskonzepte, E-Mobilität) und Düsseldorf (effiziente Kraftwerkstechnologie). Die Exkursionen werden von Ingenieuren und Beratern der EnergieAgentur.NRW sowie der KlimaExpo.NRW als Teil eines Expertenteams begleitet. Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

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