Merkel: Bürgerdialoge auch dort, wo es Probleme gibt

Merkel: „Gut leben“ heißt auch Angstfreiheit

Merkel: Bürgerdialoge auch dort, wo es Probleme gibt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat unterstrichen, dass der Bürgerdialog „Gut leben in Deutschland“ in einen Aktionsplan der Bundesregierung münden soll. Zuvor werde der Dialog ausgewertet. „Und diese wissenschaftliche Auswertung wird dann für uns auch der Maßstab sein, um einen Aktionsplan zu entwickeln: Was genau wollen wir verändern in unserer Politik der Bundesregierung?“, sagt Merkel in ihrem neuen Video-Podcast.

Am kommenden Dienstag (25.08.) führt die Bundeskanzlerin ihren dritten eigenen Bürgerdialog. Dazu reist sie nach Duisburg-Marxloh – einen Ort, „in dem gerade die Vielfalt in Deutschland auch ihren Ausdruck findet“, wie Merkel sagt. Sie weist auf den hohen Anteil von Einwohnern mit Zuwanderungshintergrund und die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Duisburg-Marxloh hin. „Man kann schon sagen, dass es eine Konzentration von Problemen gibt, aber es gibt auch positive Dinge“, so Merkel. Sie wolle sich anhören, was die Menschen dort sagen. „Denn wir wollen ja von den Menschen erfahren: Was erwarten sie? Was wollen sie? Was ist für sie gutes Leben in Deutschland?“, so die Bundeskanzlerin.

Die Bundeskanzlerin betont mit Blick auf Orte wie Duisburg-Marxloh: „Auf jeden Fall möchte ich ja, dass es nicht Orte gibt, an denen man etwa nicht gut leben kann.“ Sie glaube auch, dass dort viele Menschen ihre Heimat liebten, genauso wie anderenorts in Deutschland. „Aber wir müssen uns auch den Problemen stellen.“ In Regionen, die vom Strukturwandel betroffen seien, müsse man alles tun, um Arbeitsmöglichkeiten für die Zukunft zu schaffen. Dabei arbeite die Bundesregierung mit der Landesregierung zusammen. Und: „Wir können und müssen darauf achten, dass auch dort die Kinder gute Chancen auf Bildung haben.“ Das sei sicherlich mehr eine Landesaufgabe, aber der Bund könne Vieles für Forschung und Entwicklung tun.

Merkel: „Gut leben“ heißt auch Angstfreiheit

Angesprochen auf Berichte, wonach Banden und Familienclans ganze Straßenzüge in Duisburg-Marxloh im Griff haben, erklärt die Bundeskanzlerin: „Wenn die Menschen den Eindruck haben, dass ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, dann stimmt etwas nicht.“ Dann, so Merkel, könne man „auch nicht gut leben in Deutschland. Denn ‚gut leben‘ heißt aus meiner Sicht auch Angstfreiheit.“

Landes- und Bundesbehörden arbeiteten dort zusammen. So schwierig es auch oft sei, Familienclans und solche Strukturen aufzubrechen und auch die entsprechenden Verurteilungen zu bekommen, „so sehr müssen wir doch daran arbeiten“, sagt Merkel. „Es ist ein dickes Brett, das wir da zu bohren haben.“ Deutsche Bundesregierung

DasParlament

2 Antworten zu "Merkel: Bürgerdialoge auch dort, wo es Probleme gibt"

  1. Buerger   Dienstag, 25. August 2015, 11:57 um 11:57

    Unsere , vom Wahl Volk,, so hoch gelobte Kanzlerin sollte mal nach 22 Uhr ohne Personenschutz durch Marxloh gehen.

    Wenn sie es überleben würde hätte sie mit Sicherheit eine ganz andere Sicht der Dinge und Marxloh wäre wohl in 3 Monaten wieder Lebens wert für deutsche Normal Bürger.

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  2. Wehe dem,   Sonntag, 23. August 2015, 15:06 um 15:06

    der sich traut, mich anzusprechen um einen Bürgerdialog zu führen…

    Alle Probleme in Deutschland sind bekannt und werden für alternativlos erklärt. Dieses volksfeindliche Verhalten darf nicht Toleranz oder Dialog erwarten… Die Zahlen der Nichtwähler sprechen für sich. Die Bundesregierung vertritt das Volk nicht, ist in keiner Weise legitimiert, ist weder handlungsfähig noch hat sie den Willen zum Handeln.

    Ändert diese Politik oder lebt mit der Gewissheit, dass ihr Faschisten seid.

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