Streit in AfD-Führung: Lucke weist Petry-Kritik von sich

Debatte um möglichen Parteiaustritt

Streit in AfD-Führung: Lucke weist Petry-Kritik von sich

Gut zwei Jahre vor der Bundestagswahl ist die FDP zurück in der Arena – was nicht zuletzt das Verdienst ihres Vorsitzenden ist, der der Versuchung widerstanden hat, seine Partei in der außerparlamentarischen Opposition in die populistische Ecke zu führen, als eine Art AfD light. Badische Neueste Nachrichten

„Nicht gleichzeitig angreifen und vertrauensvoll zusammenarbeiten“

Osnabrück.- Bernd Lucke, einer von drei Sprechern im Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD), weist die scharfe Kritik der Ko-Vorsitzenden Frauke Petry zurück. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) sagte Lucke: „Frauke Petry wird lernen müssen, dass sie mich nicht gleichzeitig angreifen und zu vertrauensvoller Zusammenarbeit auffordern kann.“

Die dem rechtskonservativen Parteilager zugeordnete Petry hatte Lucke, Repräsentant des wirtschaftsliberalen Flügels der AfD, in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vorgeworfen, sich in eine „politische Sackgasse manövriert“ zu haben. Niemand sei unersetzlich, sagte sie mit Blick auf einen möglichen Parteiaustritt Luckes der „Süddeutschen Zeitung“.

Die AfD wird derzeit von einer schweren Führungskrise erschüttert. An diesem Dienstag will Lucke, der als Zugpferd der Partei gilt, in Straßburg Bedingungen für seinen Verbleib in der Partei bekannt machen. Ein Bundesparteitag soll im Juni über die neue AfD-Führungsspitze entscheiden. Neue Osnabrücker Zeitung

Kritik am Euro, Ablehnung der herrschenden Ausländer- und Asylpolitik, Unbehagen am immer schärferen Wind der Globalisierung – all das wollten Bernd Lucke und seine, heute muss man sagen: ehemaligen Freunde aufsaugen. Dazu eine Prise „Teaparty“ auf Deutsch mit viel direkter Demokratie. Diese Mischung hat die „Altparteien“ eine Weile aufgeschreckt. Bernd Lucke wollte bürgerlichen Protest mobilisieren. Eine Bewegung voller Ressentiments à la Pegida, die auf der Welle des Protests gegen Asylbewerber surft, ist nicht sein Ding. Lucke wusste, dass er diese Geister beschwor. Er überschätze sich, als er wähnte, sie beherrschen zu können. Nun jagen sie ihn. Er kann dem Spuk kein Ende machen, aber das Haus erhobenen Hauptes verlassen und eingestehen: Die AfD ist tot. Unfriede ihrer Asche! Mitteldeutsche Zeitung

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