Syrische Helden von Leipzig in Wahrheit Terrorhelfer

Suizid des Terrorverdächtigen Al-Bakr

Syrische Helden von Leipzig in Wahrheit Terrorhelfer

Am Abend des 12. Oktober 2016 hat sich der der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat hauptverdächtige Jaber Al-Bakr in der Justizvollzugsanstalt Leipzig mit Haftkrankenhaus das Leben genommen.

MDR-„Exakt“ wertet Facebook-Profil des mutmaßlichen Terroristen Jaber Albakr aus und spricht mit seiner Familie

Der mutmaßliche Terrorist Jaber Al-Bakr hatte große Sympathien für den sogenannten Islamischen Staat (IS). Das ergab eine Auswertung des Facebook-Profils durch das Nachrichtenmagazin MDR „Exakt“ des in Leipzig festgenommenen Syrers. Außerdem reiste er nach Angaben seiner Familie mindestens zweimal in die Türkei und habe sich auch einige Zeit in der syrischen Stadt Idlib aufgehalten. In Idlib operieren sowohl Kämpfer des sogenannten Islamischen Staats als auch der islamistischen Al-Nusra-Front. Über die zwei Reisen in die Türkei im Herbst 2015 haben MDR „Exakt“ auch zwei ehemalige Mitbewohner aus Eilenburg berichtet. Einer von ihnen erinnert sich an ein Telefonat mit Albakr aus Idlib. Übereinstimmend erinnern sich beide, sie hätten Jaber Albakr als nicht besonders religiös erlebt. Nach seiner Rückkehr aus der Türkei habe er sich jedoch stark verändert. Die Auswertung seiner Facebook-Seite zeigt, dass Albakr spätestens seit Januar 2016 mit dem IS sympathisierte. In einem Post heißt es: Er werde in den Dschihad ziehen, das sei seine Religion. Er werde die Juden und Kreuzfahrer besiegen.

Weiter kündigte er an: „Ihr werdet Euch bald wundern!“. Albakr ist außerdem über die Social-Media-Plattform mit IS-Kämpfern befreundet. In einem Live-Chat mit dem MDR-Magazin „Exakt“ hat sich erstmals die Familie von Jaber Albakr zu Wort gemeldet. Jabers 18-jähriger Bruder in Damaskus sagte über die mutmaßlichen Anschlagspläne: „Es ist alles so unglaublich, wir können uns nicht vorstellen, dass er zu so etwas fähig ist“. Wahrscheinlich habe jemand Jabers Hirn gewaschen oder ihn manipuliert. Über die Motive seiner Reisen in die Türkei konnte die Familie keine Auskunft geben. Albakr ist am Montag durch die Polizei in Leipzig festgenommen worden. Zuvor fanden die Behörden aufgrund von Geheimdienst-Hinweisen unter anderem Sprengstoff an seinem mutmaßlichen Aufenthaltsort in Chemnitz. Das löste eine europaweite Großfahndung aus. Albakr steht unter anderem im Verdacht, Anschläge auf neuralgische Verkehrspunkte in Deutschland geplant zu haben. Quellen MDR-„Exakt“ – Sebastian Henne, MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Häufig bemüht, aber immer noch wahr: Deutschland ist keine Insel der Glückseeligen. Der internationale Terrorismus hat nicht nur Syrien, den Irak und Libyen zu seinen Schlachtfeldern erklärt. Sondern auch Europa. Und damit ebenso Deutschland. Der Axt-Anschlag in einem Regionalzug nahe Würzburg und der Selbstmordanschlag bei einem Musikfestival in Ansbach Mitte des Jahres haben auf schlimme Art und Weise gezeigt, wie groß die Gefahr tatsächlich ist. Zum Glück konnten jedoch zahlreiche geplante Attacken von den Sicherheitsbehörden verhindert werden. So wie jetzt in Chemnitz. Geheimdienste und Polizei sind gut aufgestellt, sie kennen die Gefährder, sie wissen um deren Netzwerke, haben sie im Blick. Die Zusammenarbeit ist in den letzten Jahren deutlich verbessert worden, auch die technische Ausrüstung. Das hat dazu beigetragen, dass es in Deutschland anders als in Frankreich noch keine Terroranschläge mit Dutzenden Toten gegeben hat. Ein solcher wäre es sicherlich geworden, wenn der Hauptverdächtige von Chemnitz seinen hochexplosiven Sprengstoff zum Einsatz gebracht hätte. Westfalen-Blatt

Es wird nicht zu verhindern sein, dass sich auch unter Flüchtlinge Terroristen mischen. Gäbe es gerade keine Flüchtlinge, würden sie andere Wege finden, um ins Land zu kommen oder Anhänger im Land zu rekrutieren. Terrororganisationen wie der IS führen ihre Art von Krieg, sie nutzen alle Möglichkeiten. Ist ein Weg blockiert, finden sie andere. Ihr Ziel ist, offene Gesellschaften zu verunsichern und Unfrieden zu stiften. Der IS fürchtet das freundliche Gesicht des Westens, weil es seine Ideologie untergräbt und seine Feindbilder wanken lässt. Er wird versuchen, es zu verändern. Es gilt, dieser Strategie nicht auf den Leim zu gehen. Es gilt, nüchtern zu bleiben, bei aller Bestürzung. Mitteldeutsche Zeitung

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