US-Kolumnist: Merkels hochherzige Torheit wird Europa teuer zu stehen kommen

Alterung der Bevölkerung durch aktuell hohe Zuwanderung nicht umkehrbar

US-Kolumnist: Merkels hochherzige Torheit wird Europa teuer zu stehen kommen

Zuvor war berichtet worden, dass in der Silvesternacht Dutzende Frauen rund um den Kölner Hauptbahnhof von Männern sexuell bedrängt und ausgeraubt worden waren. Die Zahl der Strafanzeigen ist mittlerweile auf über 380 angestiegen. In etwa 40 Prozent der Fälle wird unter anderem wegen Sexualstraftaten ermittelt. Ins Visier der Polizei sind größtenteils Personen aus nordafrikanischen Ländern geraten.

Die Behörden hätten die Angriffe zunächst verharmlost, berichtet Douthat, da sie für Angela Merkel und ihre Migrationspolitik „unbequem“ werden könnten. Dieser Entschluss hätte auch den Kölner Polizeichef kurz darauf seinen Job gekostet.

Die deutsche Regierung scheine sich mehr Sorgen darum zu machen, wie man mit den unruhigen Einheimischen umgehen sollte, als mit den Flüchtlingen, betont er. Das beweise unter anderem der Deal mit Facebook und Google, die Internetgiganten Anti-Flüchtlings-Postings einschränken zu lassen.

Doch diese Kontroverse sei nicht neu. Seit Jahrzehnten hätten Konservative auf beiden Seiten des Atlantiks davor gewarnt, dass Europas großzügige Einwanderungspolitik, die auf der Missachtung der Wünsche gewöhnlicher Europäer beruhe, den Kontinent zu destabilisieren drohe.

Insbesondere hätten sie vor Assimilationsschwierigkeiten, der Radikalisierungsgefahr und vor wahrscheinlichen Gewaltausbrüchen in europäischen Städten, wie es jüngst in Paris und Köln geschehen ist, gewarnt.

Gleichzeitig habe es immer wieder auch „apokalyptischere” Prognosen gegeben, die unglaubwürdiger erscheinen, schreibt der Kolumnist. Dazu gehören Ängste vor der Gründung eines „Eurabiens“ und der damit verbundenen Massenislamisierung. Bis vor kurzem hätten die mit der Integration zusammenhängenden Herausforderungen zwar als unangenehm, aber nicht unüberwindbar ausgesehen. Die jetzige Situation in Europa sei bislang ein „unerforschtes Gebiet“.

„Das Problem ist nicht nur, dass hunderttausende und nicht zehntausende Einwanderer kommen, sondern, dass es größtenteils Teenager und Männer sind, nur wenig älter als zwanzig Jahre“, schreibt der Journalist.

In Schweden zum Beispiel, wo ebenfalls die Grenztore für Flüchtlinge offen gestanden hätten, seien im vergangenen Jahr 71 Prozent der Asylbewerber Männer gewesen.
Ein gebe langfristigere Probleme, so der Kolumnist, als dass man „Neuankommende davon überzeugen muss, so ein Zitat aus dem norwegischen Kurs für Migranten, dass man in Europa niemanden zum Sex zwingen darf“.

Wenn das Wachstum der Einwanderungszahl stetig, aber in geringeren Zahlen vorangehe, erfolge ein tiefgreifender Wandel langsamer und es biete sich somit mehr Zeit für die Integration. Genau darum sei der muslimische Bevölkerungsanteil im vergangenen Jahrzehnt in Europa nur um einen Prozentpunkt gewachsen. Und viele der türkischen und nordafrikanischen Einwanderer, die vor Jahrzehnten nach Deutschland oder Frankreich eingereist waren, könnten heute tatsächlich als Europäer angesehen werden.

„Aber wenn man eine ganze Million — oder gar Millionen — von Menschen hinzufügt, von denen die meisten junge Männer sind, ergibt sich in kurzer Zeit eine ganz andere Art von Veränderungen“, betont der Journalist.

Laut Douthat ist dieser Aspekt im Falle Deutschlands sehr wichtig, da, so der Stand von 2013, bei einer Gesamtbevölkerung von 82 Millionen Menschen weniger als 10 Millionen zur Altersgruppe der Zwanzig- bis Dreißigjährigen gehören, wobei die bis dahin eingereisten Migranten bereits mitberechnet wurden.

Das Ausmaß der Veränderungen, das auf die europäische Gesellschaft warten könnte, hänge davon ab, ob die ankommenden Männer einen Weg finden, ihre Frauen und Familien nach Europa nachzuholen. Nach Meinung des Kolumnisten sei es unwahrscheinlich, dass sich Männer mit Ehefrauen und Kindern an fremden Frauen vergreifen oder sich mit Formen von Radikalismus solidarisieren würden.

Die demographischen Auswirkungen allerdings würden sich wiederum verdoppeln oder gar verdreifachen. Für Deutschland würde das bedeuten, dass die Unter-Vierzig-Bevölkerung schon in naher Zukunft zur Hälfte aus nahöstlichen und nordafrikanischen Einwanderern und ihren Kindern bestehen würde.

„Wenn Sie tatsächlich daran glauben, dass eine alternde, säkularisierte und früher größtenteils homogene Gesellschaft friedlich eine Migration von solchem Ausmaß und mit einem derartigen Umfang kultureller Differenzen hinnehmen wird, dann haben Sie eine vielversprechende Zukunft als Sprecher für die heutige Bundesregierung vor sich. Außerdem sind Sie ein Narr“, so Douthat.

Solche Transformation brächte mit sich die Gefahr einer zunehmenden Polarisierung zwischen Einheimischen und Neuankömmlingen, einen Anstieg des Terrorpotenzials und politischer Gewalt im Geiste der 30er Jahre, darunter auch Straßenkämpfe der Einwohner gegen vermutliche Islamisten.

Man sollte deshalb alles tun, um dies zu verhindern, betont der Kolumnist: „Das bedeutet für eine Zeit lang die Schließung der deutschen Grenzen für Neuankömmlinge. Das bedeutet auch einen gut organisierten Abschiebungsprozess für junge Männer im erwerbsfähigen Alter. Das bedeutet, sich von der Illusion zu trennen, dass die früheren Sünden Deutschlands durch eine rücksichtslose Humanität in der Gegenwart gesühnt werden können.“

„Es bedeutet auch, dass Angela Merkel gehen muss, damit ihr Land und auch der ganze Kontinent nicht einen zu hohen Preis für ihre hochherzige Torheit zahlen muss“, schließt Douthat. de.sputniknews.com Copyright © Sputnik

Alterung der Bevölkerung durch aktuell hohe Zuwanderung nicht umkehrbar

Die aktuelle hohe Zuwanderung hat nur sehr eingeschränkte Auswirkungen auf die langfristige Bevölkerungsentwicklung. Sie schlägt sich vor allem im kurzfristigen Anstieg der Bevölkerungszahl nieder. Der Trend zur zunehmenden Alterung der Bevölkerung kann dadurch nicht umgekehrt werden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wird der aktuelle Altersaufbau die Bevölkerungsentwicklung in den nächsten drei Jahrzehnten voraussichtlich stärker prägen als der Saldo der Zuzüge nach und Fortzüge aus Deutschland. Durch eine hohe Nettozuwanderung können jedoch das Tempo und das Ausmaß der Alterung gemindert werden.

Die Unterschiede zwischen der Anzahl der Menschen in den jüngeren und in den mittleren Altersstufen sind sehr groß und können voraussichtlich nicht durch die Nettozuwanderung ausgeglichen werden. Die Anzahl der Menschen ab 67 Jahre wird bis zum Jahr 2040 voraussichtlich auf mindestens 21,5 Millionen steigen. Sie wird damit um 6,3 Millionen oder um 42 % höher sein als die Anzahl der ab 67-Jährigen im Jahr 2013 (15,1 Millionen).

Die Anzahl der 20- bis 66-Jährigen wird dagegen aller Voraussicht nach sinken. Allerdings wird die Entwicklung bei dieser Altersgruppe stärker durch den Wanderungssaldo beeinflusst als bei den älteren Jahrgängen. Ohne einen Wanderungsgewinn würde die Anzahl der 20- bis 66-Jährigen bis zum Jahr 2040 um rund 13 Millionen oder um ein Viertel gegenüber 2013 abnehmen. Um diesen Rückgang zu kompensieren, wäre dauerhaft ein Wanderungsgewinn bei den 20- bis 66-Jährigen von etwa 470 000 Menschen pro Jahr erforderlich. Nach den Ergebnissen der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wird der Rückgang bis 2040 voraussichtlich zwischen 7 und 9 Millionen Menschen betragen (bei einem Wanderungsgewinn von insgesamt 6,8 beziehungsweise 4,3 Millionen). Selbst bei einem Gesamtwanderungsgewinn bis 2040 von 8,5 Millionen Personen würde diese Altersgruppe um 5 Millionen Menschen abnehmen. Auch in den 1990er Jahren hatte die starke mehrjährige Nettozuwanderung die Alterung nur verlangsamt, aber nicht verhindert.

Die langfristigen Bevölkerungsvorausberechnungen zeigen die Auswirkungen bereits angelegter Strukturen sowie erkennbarer und belegbarer Veränderungen auf die künftige Bevölkerung. Sie können nicht die Zukunft vorhersagen, liefern jedoch quantitative „Wenn-Dann-Aussagen“. Dabei stützen sie sich auf eine fundierte Datengrundlage, welche die Ableitung der Annahmen über die künftige Entwicklung der demografischen Faktoren erlaubt.

Sonderentwicklungen und unvorhersehbare Ereignisse wie Kriege, Krisen, Umweltkatastrophen und ihre Folgen können bei den Annahmen zu einer Bevölkerungsvorausberechnung nicht berücksichtigt werden. Die im Jahr 2015 rapide angestiegene Zuwanderung Schutzsuchender ist eine solche Sonderentwicklung. Gegenwärtig kann sie in einer Vorausberechnung noch nicht adäquat berücksichtigt werden. Eine bloße Heraufsetzung der mittelfristigen Wanderungsannahmen ohne genaue Kenntnis über die Höhe und Dauer der aktuellen Zuwanderung sowie die demografischen Merkmale der Zugewanderten würde zu keinen belastbaren Resultaten führen und entspräche nicht den Qualitätsstandards der amtlichen Statistik.

Für die langfristigen Wanderungsannahmen kann das Wanderungsgeschehen eines einzelnen Jahres nicht als Muster dienen. Der Wanderungssaldo schwankte in der Vergangenheit sehr stark. Auf Phasen einer starken Zuwanderung folgte stets verstärkte Abwanderung. Während der neun Jahre von 1988 bis 1996 hatte der jährliche Wanderungsüberschuss im Durchschnitt mehr als 500 000 betragen und im Jahr 1992 seinen bisher höchsten Wert von fast 800 000 Personen erreicht. Mitte der 2000er Jahre war dann der Wanderungssaldo deutlich unter 100 000 Personen pro Jahr gesunken. Auch künftig ist davon auszugehen, dass der Wanderungssaldo stark schwanken wird.

Die im April 2015 veröffentlichte 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung beschreibt mit ihren 8 Varianten und 3 Modellrechnungen zum einen die auf Grundlage der beobachteten Trends absehbaren künftigen Entwicklungen. Zum anderen gibt sie Aufschluss über den Einfluss der einzelnen demografischen Komponenten – Geburtenhäufigkeit, Sterblichkeit und Wanderungen – auf die Bevölkerungsgröße und -struktur. Beispielhaft zeigt die Modellrechnung der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung „Wanderungssaldo 300 000“, wie sich eine dauerhaft hohe Zuwanderung von jährlich etwa 1 000 000 Personen und gleichzeitigen Fortzügen von 700 000 Personen auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken könnte. Olga Pötzsch, Statistisches Bundesamt

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