Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft zu Streiks an Flughäfen auf

Warnstreiks: Ver.di kündigt weiter Aktionen an

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft zu Streiks an Flughäfen auf

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hat im laufenden Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes weitere Aktionen in Berlin und Brandenburg angekündigt.

Ver.di-Sprecher Andreas Splanemann sagte am Freitag im Inforadio vom rbb, man werde am Sonntag bekannt geben, „wo es in der nächsten Woche Aktionen gibt“. Schwerpunkt werde dann Brandenburg sein, aber „auch in Berlin wird es Aktionen geben.“

Er hoffe, dass die Arbeitgeber jetzt ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. „Das Ziel ist eine Lösung am Verhandlungstisch (…) und je schneller da eine Lösung herbeigeführt wird, desto besser ist das für alle.“ Rundfunk Berlin- Brandenburg

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitet die Warnstreiks im öffentlichen Dienst vor der dritten Verhandlungsrunde am 15. und 16. April massiv aus. Am Dienstag (10. April 2018) wird es in allen Bundesländern zum Teil flächendeckende Streiks geben. Betroffen sind alle Bereiche des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen, auch Flughäfen.

„Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. Mit Warnstreiks und Aktionen erhöhen die Beschäftigten jetzt den Druck, damit die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung endlich aufgeben“, betont der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. In der nächsten Verhandlungsrunde müsse es zu einem tragfähigen Ergebnis kommen. Daher habe ver.di für morgen beispielsweise auch zu Streiks an den Flughäfen in Frankfurt, München, Köln und Bremen aufgerufen. Es sei davon auszugehen, dass es dadurch zu starken Einschränkungen im Luftverkehr kommen werde. Bestreikt werden die Bodenverkehrsdienste und teilweise auch die Flughafenfeuerwehr.

Auch in zahlreichen anderen Bereichen und Dienststellen des öffentlichen Dienstes wird es in den kommenden Tagen vor der nächsten Verhandlungsrunde bundesweit zu massiven Streiks kommen, so in Nordrhein-Westfalen, wo ebenfalls am Dienstag unter anderem der Nahverkehr bestreikt wird, ebenso der gesamte Bereich der kommunalen Betriebe (z.B. Stadtverwaltung, Versorgungsbetriebe, Kitas etc.) sowie Bundeseinrichtungen wie Wasserschifffahrtsämter und Job Center.

In der Zeit vom 10. April bis zum 13. April muss in allen Bundesländern mit massiven Streiks gerechnet werden. Damit unterstreichen die Beschäftigten ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde.

„Die Wirtschaft boomt, und die Steuereinnahmen von Bund und Kommunen sind so hoch wie lange nicht mehr. Auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes an der guten wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben zu lassen, ist nicht nur fair, sondern es sichert auch die Zukunft des öffentlichen Dienstes. Das liegt im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger, die auf einen gut funktionierenden öffentlichen Dienst angewiesen sind“, betont Bsirske.

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15. und 16. April in Potsdam statt. ver.di-Bundesvorstand

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