„Tagesspiegel“- Chefredakteur Casdorff verteidigt Lobbyisten-Veranstaltung

Appell für  eindeutigere Konferenz-Standards

“Tagesspiegel”-Chefredakteur Stephan-Andreas Casdorff sieht grundsätzlich kein Problem in der Kooperation seines Verlags mit Lobby-Organisationen. Die jüngst heftig kritisierte “Agenda-Konferenz” bezeichnete er im “medium magazin” (Ausgabe 01/2015) als “Verlagskonzept, das journalistisch relevant und politisch hochinteressant ist für alle Politik-Entscheider”. Kurz nach der Veranstaltung vom 11. Dezember hatte die Organisation LobbyControl einen Interessenkonflikt beklagt und die Zeitung als “Lobbydienstleister” bezeichnet, weil Organisationen das Programm des Tages mitbestimmt hätten. Casdorff verteidigte das Sponsoring für die Veranstaltung. Der Verlag habe sich dabei, wie andere Medienunternehmen auch, an den Regeln des Deutschen Presserats orientiert. Gleichzeitig betonte er: “Je wichtiger Veranstaltungen für die Verlage werden, umso klarer muss die Tre

„Auf devote Arschkriecher stehe ich überhaupt nicht“

Verlegerin Alexandra Jahr

Die Hamburger Verlegerin Alexandra Jahr führt ihren Jahr Top Special Verlag nicht nur mit Hirn, sondern vor allem beherzt. Stehen Neuerungen bei einem ihrer Special-Interest-Titel an, vertraut sie nicht auf Tabellen, Grafiken oder Berater. “Bei solchen Entscheidungen höre ich auf mein Bauchgefühl”, erzählt Alexandra Jahr im neuen “medium magazin”. “Darauf kann ich mich gut verlassen. Ich bin überhaupt kein Zahlenmensch.” Jahr gewährt im “Hamburg intern”-Porträt interessante Einblicke in ihr Unternehmen. Es erscheint mit dem “medium magazin”, Ausgabe 01/2015.

Der Jahr Top Special Verlag bringt 27 Fachmedien heraus, darunter Magazine wie “Segeln”, “Fotowirtschaft” und die Jägerzeitschrift “Sauen”. 2012 übernahm die Enkelin des Gruner+Jahr-Gründers John Jahr senior alle Anteile von Axel Springer und führt seitdem das Haus in Eigenregie &#8

phoenix-Erstausstrahlung: Verdammt zum Sex – Frauen verkaufen ihren Körper

Montag, 5. Januar 2015, 21.45 Uhr

Deutschland wird häufig als der “größte Puff Europas” bezeichnet. Diesen zweifelhaften Ruf hat sich die Bundesrepublik mit der Legalisierung der Prostitution im Januar 2002 erworben. Seitdem boomen FKK-Clubs, Laufhäuser und sogar “Flatrate-Bordelle”, in denen für einen bestimmten Betrag unbegrenzter Sex geboten wird. “Geiz ist geil” – zumindest für die Freier.

Auf der anderen Seite stehen die Frauen. Viele von ihnen werden gewaltsam gezwungen, ihren Körper zu verkaufen. Sie werden nach Deutschland gelockt oder von Kriminellen verschleppt, die sich im immer größer werdenden Sex-Markt fette Gewinne versprechen. Die große Koalition in Berlin will damit jetzt Schluss machen. Ein neues, schärferes Gesetz soll her. Doch wem nützt das? “Verdammt zum Sex” erzählt die Lebensgeschichten von drei Frauen, die gezwungen oder getrieben sind, sich zu verkaufen, und liefert dabei exk

„Tod eines Internet-Aktivisten“: ZDFinfo präsentiert international gewürdigten Film über die Geschichte von Aaron Swartz

Der Tod des Internet-Aktivisten Aaron Swartz sorgte Anfang 2013 für Aufsehen. Ein Jahr später feierte Brian Knappenbergers Film “The Internet’s Own Boy: The Story of Aaron Swartz” Premiere beim Sundance Festival 2014. ZDFinfo zeigt die deutsche Fassung des Films mit dem Titel “Tod eines Internet-Aktivisten” erstmals am Dienstag, 6. Januar, 1.05 Uhr, und am Mittwoch, 7. Januar 2015, 9.30 Uhr.

Der Film erzählt die Geschichte des Internet-Aktivisten und Entwicklers Aaron Swartz, einem Wunderkind der Programmierkunst. Von seiner Mitarbeit bei der Entwicklung des Web-Feed-Formates RSS bis zu seiner Beteiligung bei der Gründung von Reddit hat Aaron Swartz seine Fingerabdrücke überall im Internet hinterlassen. Sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit und freien Zugang zu Informationen im Netz verstrickte ihn in einen juristischen Albtraum, der mit seinem Suizid endete.

Brian Knappenbergers international beachteter Film “The Internet&

„12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen“

Sechsteilige Reisereportage zeigt “Lucky Country” Australien abseits der großen Sehenswürdigkeiten

Mainz – in Doppelfolgen ab Montag, 5. Januar 2015, 20.15 Uhr und 20.55 Uhr, 3sat

In Australien ist alles anders: Die Natur ist spektakulärer als anderswo, die Wellen sind höher, und die Farmen sind so groß wie ganze Schweizer Kantone. Für die sechsteilige Reisereportage “12.378 km Australien – Sven Furrer auf Abwegen” reist der Schweizer Journalist, Moderator und Comedian 70 Tage lang mit einem Geländewagen fast durch den gesamten Kontinent, allerdings “auf Abwegen”: “Authentisch soll die Serie sein”, erklärt Furrer im aktuellen “3sat TV- & und Kulturmagazin” (1/2015). “Ich will die berühmten, allzu oft gezeigten Sehenswürdigkeiten links liegen lassen und mit meinem Team auf Nebenwegen Menschen kennenlernen, die uns erklären, warum sie in einem glücklichen Land leben.”

James Bond kehrt von den Toten zurück: „Skyfall“ als Free-TV-Premiere im ZDF

Ein vermeintlich toter James Bond, ein Anschlag auf die britische Geheimdienstzentrale MI6, ein Rachefeldzug gegen M: Das ZDF zeigt die Free-TV-Premiere des Agententhrillers “James Bond 007 – Skyfall” am Dienstag, 6. Januar 2015, um 20.15 Uhr.

In Istanbul verfolgen Bond (Daniel Craig) und seine Kollegin Eve (Naomie Harris) einen Mann namens Patrice (Ola Rapace). In dessen Besitz befindet sich eine Diskette mit den Namen aller NATO-Agenten, die in weltweit operierende Terror-Netze eingeschleust wurden. Ihre Enttarnung würde ihren sicheren Tod bedeuten. Von London aus gibt M (Judi Dench) Patrice zum Abschuss frei, doch es ist Bond, der verletzt in die Tiefe stürzt. Einige Zeit später wird der Top-Agent offiziell für tot erklärt.

In London gibt es einen Terroranschlag auf den Sitz des Geheimdienstes. Die ersten Namen der Liste erscheinen im Netz. Da taucht Bond wieder in London auf, bereit, nach dem neuen, noch unsichtbaren Feind zu suchen. Eine Spu

„Crystal Meth: Die Horror-Droge“: ZDFinfo mit einer aktuellen Bestandsaufnahme

Crystal Meth gilt als die gefährlichste Droge der Welt – sie macht sofort süchtig, macht krank, tötet. Wie eine Welle überflutet das synthetische Rauschgift das Land. Längst ist Crystal Meth von der Party- zur Alltagsdroge aufgestiegen. Zu den Konsumenten zählen Politiker, Eltern, Berufstätige, Studenten und Schüler. ZDFinfo sendet am Dienstag, 6. Januar 2015, 9.45 Uhr, in Erstausstrahlung die Dokumentation “Crystal Meth: Die Horror-Droge”.

Neue Statistiken zeigen: Crystal-Meth-Konsumenten werden immer jünger, vor allem immer mehr junge Mädchen nehmen Crystal. Die Droge erreicht mittlerweile eine noch größere Zielgruppe als Cannabis oder Heroin. Davon wegzukommen schaffen nur wenige. Die Rückfallquote liegt bei 90 Prozent. Die Dokumentation bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme in Deutschland, schaut aber auch in die USA. Dort begann der Kampf gegen Crystal schon vor über zehn Jahren – mit Erfolg, berichtet Bryan Lockerby vom Justizminist

„Stilbruch“ präsentiert Hier sind die Roboter – „Kraftwerk“ in Berlin

Das rbb Kulturmagazin “Stilbruch” zeigt in der Sondersendung “Hier sind die Roboter – Kraftwerk in Berlin” exklusiv Ausschnitte aus den Konzerten der Kultband in der Neuen Nationalgalerie, ergründet den Mythos “Kraftwerk” und spricht mit Fans und Experten.

Konzerte der Düsseldorfer Elektro-Pioniere sind selten und finden nur an ausgewählten Orten statt. “Kraftwerk” gelten als einflussreichste deutsche Band der Popmusikgeschichte. Mit Songs wie “Das Model”, “Wir sind die Roboter” oder “Trans Europa Express” haben sie Techno und Hip Hop beeinflusst. Ihre Konzerte sind durchkomponierte Gesamtkunstwerke, in Berlin werden die Zuschauer mit 3D Brillen eine musikalisch und optisch einmalige Show erleben.

Mit den acht aufeinanderfolgenden “Kraftwerk”-Konzerten verabschiedet sich die Neue Nationalgalerie in die mehrjährige Umbaupause.

Anke Fallböhmer Tel 030 / 97 99

Die junge Generation trotzt gelassen negativen Perspektiven

Sicher ist gar nichts mehr – na und? „Egotaktiker“ nennt sie der Bildungsexperte Professor Hurrelmann Sie lieben Smartphones und Internet, wollen gute Schulabschlüsse, fragen ungeniert ihre Eltern um Rat – das ist die Generation der heute 15- bis 30-Jährigen, die sogenannte Generation Y. Die ungewisse Zukunft schockt sie nicht, der Bildungs- und Jugendforscher Professor Dr. […]

Weser-Kurier: Zur Zukunft des Bremer Museums Weserburg schreibt Iris Hetscher

Bremen – Man kann in Bremen natürlich jede Diskussion auf die knappen Finanzen schrumpfen, die zur Verfügung stehen. Für alles, auch für Kultur. Von daher sieht es für den Standort des Neuen Museums Weserburg auf dem Teerhof sowieso nicht rosig aus. Sicher, für eine einmalige Sanierung wäre vielleicht Geld da, sechs Millionen sollen noch im Topf sein. Und die Folgekosten? Irgendwann müsste zwangsläufig die Stadt einspringen. Und dann hat man sie erneut an der Backe, die Debatte um die Finanzierung von Kultur. Und ob das alles wirklich sein muss. In den Blick geraten werden dann auch die stetig sinkenden Besucherzahlen der Weserburg – das müssen sie sogar: Möglichst viele Neugierige anzulocken sollte immer der Antrieb derjenigen sein, die in Kultur machen, ob auf der Bühne oder im Museum. Von daher möchte man allen an der Diskussion Beteiligten mehr Wagemut wünschen, denn die Debatte sollte keine finanzielle, sondern eine konzeptionelle sein. Die Chance, die