Stadt prüft Lkw-Fahrverbote – Kölner Polizeichef fürchtet nach Berliner Attentat Nachahmer

Düsseldorf gedenkt der Opfer des Anschlags in Berlin

Stadt prüft Lkw-Fahrverbote – Kölner Polizeichef fürchtet nach Berliner Attentat Nachahmer

Die Kölner Polizei reagiert mit verschärften Kontrollen auf den Weihnachtsmärkten und Straßen sowie Hindernissen für Lastwagen an sensiblen Punkten auf das Berliner Attentat. „Wir prüfen derzeit in enger Abstimmung mit der Stadt, welche Fahrzeuge in die Innenstadt einfahren dürfen und an welchen Stellen wir das verhindern wollen“, so Mathies. Polizisten mit Maschinengewehren und Schutzwesten sollen zusätzliche Sicherheit bieten.

Eine Absage der Weihnachtsmärkte sei keine Option gewesen. Der Kölner Dom als mögliches Anschlagziel zu Weihnachten oder in der kommenden Silvesternacht ist stärker in den Fokus der Polizei gerückt, Einlasskontrollen vor den Gottesdiensten werden derzeit geprüft. Mathies: „Ich habe den Dom und das Umfeld mit allen Auswirkungen, die diese große Kirche mit sich bringt, im Blick.“ Die Vorbereitungen für die Kölner Silvesternacht würden von den Ereignissen in Berlin wenig beeinflusst. „Als Polizei bewerten wir eine Lage jeden Tag neu. Das tun wir natürlich auch in Hinblick auf Silvester. Im Augenblick bin ich sehr sicher, dass wir bei unseren Vorbereitungen auch sehr gut an Ereignisse gedacht haben, die wir überhaupt nicht haben wollen.“ Kölner Stadt-Anzeiger

Wir sind Berlin: Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt

Ein fürchterliches Verbrechen gegen friedliche Menschen: An der Gedächtniskirche in Berlin rast ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt. Es ist wichtig, offen darüber zu sprechen, was uns bewegt. Über die berechtigte Angst, dass es an anderer Stelle noch mehr Menschen treffen könnte. Berechtigt, weil auch noch so viele Polizisten mit automatischen Waffen, wie sie nun auch in Brandenburg und Sachsen patrouillieren, keine absolute Sicherheit garantieren. Und es geht in Ordnung, wütend zu sein. Der oder die Täter haben diese Wut verdient und werden bestenfalls gemäß der bundesdeutschen Gesetze bestraft. Wenn allerdings Wut in blinden Hass umschlägt, wird es gefährlich für die Demokratie. Deswegen warnt Bundespräsident Joachim Gauck nach dem Terror von Berlin davor. Es ist falsch, jetzt alles auf die Flüchtlinge, die Asylbewerber zu schieben. Womöglich war es ein Zuwanderer, der mit dem Lkw Menschen brutal ermordete. Aber für dieses wie jedes Verbrechen sind allein die Täter verantwortlich.

Was sich allerdings zeigt: Ein offenes Land ist auch schwach. Deshalb werden Sicherheits- und Einwanderungsbehörden nun genauer hinschauen müssen, wer angekommen ist und einreist. Bleibt die Angst vor neuen Anschlägen. In der Adventszeit oder gar zu Weihnachten, das Millionen Menschen hierzulande so viel bedeutet. In diesem Fest verbirgt sich zugleich die Stärke unserer Zivilgesellschaft: Dass sie den Frieden oder auch nur die Hoffnung darauf zelebriert. Jedes Jahr, und so auch in diesem an vielen Orten der Erde so grausamen Jahr 2016. Es ist bestürzend, dass die Opfer des Terrorakts von Berlin daran nicht mehr teilhaben werden. Aber die, die überlebt haben und die ihr Leben weiterleben, können nun zeigen, dass Deutschland einig zusammensteht – für die Opfer, das Recht und die Freiheit. Wie es das schwarz-rot-golden angestrahlte Brandenburger Tor symbolisiert. Wir sind Berlin. Lausitzer Rundschau

Mit einem fünfminütigen stillen Gedenken auf den Weihnachtsmärkten der Landeshauptstadt gedachte Düsseldorf heute, Dienstag, 20. Dezember, der Opfern des gestrigen Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin. Dazu wurde, soweit möglich, auch die Beleuchtung des Weihnachtsmarktes in der Innenstadt gelöscht.

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus hatten sich zu diesem Gedenken Oberbürgermeister Thomas Geisel, die Stadtspitze, sowie Frank Schrader, Geschäftsführer der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH, versammelt.

Oberbürgermeister Thomas Geisel leitete die Gedenkminuten mit folgenden Worten ein:

„Zahlreiche Menschen sind gestern in Berlin Opfer eines Anschlages geworden. Auf einem Weihnachtsmarkt. Wir sind erschüttert über diese unfassbare Tat. Wir sind traurig und gedenken der vielen Opfer. Ihren Angehörigen gilt unsere tief empfundene Anteilnahme. Den Verletzten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung. Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Düsseldorfer Weihnachtsmärkte trauern. Wir möchten Sie bitten, sich jetzt an fünf Minuten des stillen Gedenkens zu beteiligen.“

Anschließend trug er sich in das Kondolenzbuch der Landeshauptstadt Düsseldorf ein: „Wir sind erschüttert über die furchtbare Tragödie auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.“

Das Kondolenzbuch liegt ab sofort für alle Bürgerinnen und Bürger bis einschließlich Freitag von 8 bis 18 Uhr im Foyer des Rathauses, Marktplatz 2, aus.

Das Düsseldorfer Rathaus trägt Trauerbeflaggung. Der Düsseldorfer Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, der von der Düsseldorf Marketing & Tourismus veranstaltet wird, bleibt heute still und es wird keine Musik mehr gespielt. Jäckel-Engstfeld, Kerstin – Stadt Düsseldorf

Anschlag in Berlin: Was geschah wann

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