Steigende Mietpreise begünstigen Sugardating

Amerika als Vorbild - hohe Mieten öffnen die Tür für Sugardating

Steigende Mietpreise begünstigen Sugardating

Studenten fehlt es in den Metropolen an bezahlbarem Wohnraum. Vor allem junge Studentinnen orientieren sich am amerikanischen Lösungsweg für dieses Problem – Sugardating

Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Mietpreisbremse und dessen Einführung am 01.06.2015 sollte den stetig steigenden Mietpreisen ein Riegel vorgeschoben werden. Über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme wird heftig gestritten und auch über die Wirksamkeit der vereinbarten Punkte entbrennen heftige Diskussionen.

Die öffentliche Debatte hat die Dating-Plattform www.mysugardaddy.eu zum Anlass genommen, die Anmeldezahlen weiblicher Userinnen im Zusammenhang mit den steigenden Mietpreisen genauer zu untersuchen und zu evaluieren.

„Wir verzeichnen ein kontinuierliches Wachstum in der Useranzahl, gerade bei unseren Sugarbabes. Wo die Gründe dafür liegen, versuchen wir herauszufinden und zu analysieren, auch um uns immer noch ein Stück weit besser auf unsere Zielgruppen einzustellen. Wir wollten herausfinden ob z.B. auch steigende Mietpreise dazu führen, dass sich Frauen bei uns anmelden und sich einen Sugardaddy zur Unterstützung suchen.“, so Thorsten Engelmann, Gründer von MySugardaddy.eu.

Um eine mögliche Tendenz im Zusammenhang mit den deutschlandweit steigenden Mietpreisen feststellen zu können, hat das Team von MySugardaddy.eu die Userinnen der Community genauer betrachtet. Insbesondere die Gruppe derjenigen Frauen, welche sich als Studentinnen registriert haben. Eine durchaus verständliche Vorgehensweise, da Studentinnen mit einer Anzahl von etwa 85.000 die größte einheitliche „Zielgruppe“ unter den mittlerweile über 200.000 Sugarbabes der MySugardaddy-Community darstellen. So lassen sich plausible Schlussfolgerungen auf Basis einer großen homogenen Gruppe herleiten.

Die Entwicklung der Mietpreise in den letzten Jahren ist hinreichend bekannt und wird immer wieder angemahnt. Vor allem das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum stellt die Städte und Kommunen vor immer größere Schwierigkeiten. Spitzenreiter dieser Entwicklung ist München mit 15,85€/qm Kaltmiete. Es folgen Frankfurt/Main (12,50€/qm) und Stuttgart (11,84€/qm) auf den drei Spitzenplätzen.

Brisant werden diese Zahlen in Verbindung mit der Auflistung der Städte, welche die höchste Anzahl an Studierenden beherbergen müssen. In dieser Rangliste liegen mit München (120.000 Studenten) und Frankfurt/Main (65.500 Studenten) zwei der teuersten Wohngegenden ebenfalls im Spitzenbereich, eingerahmt von weiteren Großstädten mit hohen Mieten wie Köln oder Hamburg. Spitzenreiter in dieser Betrachtung ist Berlin mit nahezu 180.000 Studenten.

Mit diesem Detailwissen im Hinterkopf untersuchten die Macher von MySugardaddy.eu die eigene Sugarbaby-Community hinsichtlich der größten Dichte an studierenden Sugarbabes. Voraussetzung dafür war, dass die Userinnen auch „Student“ als Berufsbezeichnung angegeben hatten. Auch der Zeitpunkt der Erhebung schien günstig, da das Sommersemester 2018 eben gestartet ist und sich so verlässliche Zahlen abbilden lassen.

Im Ergebnis ergab sich folgendes Bild: München rangiert mit einer Konzentration von 7,5% an der Spitze dieser internen Erhebung, gefolgt von Frankfurt/Main mit 6,9% und Hamburg mit 4,9%. Diese Prozentangaben sagen aus, dass, im Falle von München, 7,5% aller Studierenden in München als Sugarbabes auf MySugardaddy registriert sind. In absoluten Zahlen sind das in etwa 9.000 studierende Sugarbabies und für Frankfurt/Main sind es ca. 4519 Frauen. Für Hamburg beläuft sich die Zahl auf 4116 Sugarbabes.

Die Zahlen unterstreichen also durchaus die Vermutung, dass junge Studentinnen, um die teuren Mieten in den Universitätsstädten bezahlen zu können, sich als Sugarbaby anmelden und sich dadurch eine Unterstützung für ihr Studium oder weitere Karriere erhoffen.

Für die Macher von MySugardaddy.eu ist es kein Zufall, dass die Höhe der Mietpreise diese Entscheidung beeinflusst:

„Es zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung wie in den USA ab. Dort hat das Sugardating seinen Ursprung und ist u.a. daraus hervorgegangen, dass junge Studentinnen alternative Wege finden mussten, um sich die steigenden Studienkosten leisten zu können. Diesen Trend erkennen wir zunehmend auch hier in Deutschland. Daher ist für uns nur logisch, dass die Konzentration an studierenden Sugarbabes in beliebten Universitätsstädten mit hohen Mietpreisen, erheblich ansteigt.“, schlussfolgert Engelmann aus den Ergebnissen der internen Analyse.

Auf Basis der erlangten Erkenntnisse wird MySugardaddy in den kommenden Monaten ein Konzept erarbeiten, welches sich noch mehr an den Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppe „Studentin“ orientiert. Vor allem wird es darum gehen, regional noch präsenter zu sein und dem Thema „Sugardating“ mehr Öffentlichkeit zu geben.

„Die gesammelten Daten ergeben auch für die bei uns registrierten Sugardaddys eine gute Orientierung, wo innerhalb Deutschlands die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, ein Sugarbaby zu treffen. So können wir sicherlich dazu beitragen, dass sich noch mehr glückliche Sugardaddy-Sugarbaby-Beziehungen ergeben.“, bilanziert Thorsten Engelmann abschließend über die Analyse der studierenden Sugarbabes auf MySugardaddy.eu.

Studentenstädte: In München sind kleine Wohnungen mit 700 Euro Miete am teuersten, in Chemnitz kosten diese nur 190 Euro

Die Bafög-Wohnkostenpauschale von bis zu 250 Euro für Studierende reicht in Universitätsstädten wie München nicht für die Monatsmiete von rund 700 Euro im Median. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Mietpreis-Analyse von immowelt.de. Dafür wurden die Mieten in 67 ausgewählten deutschen Universitätsstädten zwischen 2016 und 2017 verglichen.

Gibt es jedoch Uni-Städte, in denen Wohnungen bis zu 40 Quadratmeter für 250 Euro oder weniger zu finden sind? Für einige Hochschulstandorte lautet die Antwort ja – und zwar trotz des Immobilienbooms während der vergangenen Jahre. Vor allem in Ostdeutschland und Nordrhein-Westfalen sind die Preise niedrig.

Ganz anders verhalten sich die Kosten für Studenten, die im Süden Deutschlands leben und dort für ihre Zimmer oder Wohnungen viel mehr Miete als die Bafög-Wohnpauschale zahlen müssen. An der Spitze bei den teuersten Kleinwohnungen liegt die bereits genannte bayerische Landeshauptstadt München. Hier müssen im Schnitt bis zu 700 Euro Miete bezahlt werden – 450 Euro mehr als die Wohnpauschale hoch ist. Hauptgrund ist, dass die Hochschulen der Stadt immer neue Rekorde bei den Einschreibungen vermelden. Der Neubau von bezahlbaren Wohnungen kann mit diesen und anderen Zuzügen aber bei weitem nicht mithalten – Wohnraum ist also knapp und die Mieten steigen. Derzeit gibt es etwa 112.000 Studenten in der Isar-Metropole und ein Ende dieser steigenden Zahlen ist wohl nicht in Sicht. Dort ist auch die Steigerung der Mieten mit 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr am höchsten.

Hohe Mieten in Frankfurt und Ingolstadt

Mit einigem Abstand zu München landet Frankfurt a. Main auf dem zweiten Platz der teuersten Studentenstädte. 470 Euro muss dort für eine kleine Wohnung an Miete bezahlt werden – 220 Euro mehr als die Wohnpauschale hoch ist. Laut Studentenwerk fehlt es an günstigen Wohnheimplätzen, Studenten müssen sich daher auf dem sowieso schon angespannten freien Wohnungsmarkt umsehen. Ein Problem, das auch Ingolstadt zu schaffen macht. Der bayerische Universitätsstandort verzeichnet ebenfalls große Zuwächse bei den Studenten und benötigt dringend neuen Wohnraum. Der durchschnittliche Mietpreis liegt für Wohnungen bis 40 Quadratmetern bei 450 Euro, was deutschlandweit Platz 3 bedeutet. In Ostdeutschland verzeichnet Potsdam mit 330 Euro die höchsten Mieten.

Am günstigsten sind kleine Studentenbuden mit 190 Euro in Chemnitz. Gegenüber dem Jahr 2016 haben sich diese Wohnungen nur um rund 10 Euro verteuert. Von der Wohnpauschale bleiben angehenden Akademikern somit etwa 60 Euro im Monat übrig. Hinter Chemnitz folgen Cottbus mit 200 Euro sowie Halle mit 210 Euro. In Westdeutschland gibt es in Kaiserlautern mit 220 Euro die günstigsten Mieten. Allerdings geht der Trend in der pfälzischen Stadt nach oben. Zwischen 2016 und 2017 stiegen die Mieten für Wohnungen bis 40 Quadratmeter um 16 Prozent. Dennoch blieben Studenten in Kaiserslautern von der Bafög-Wohnpauschale noch 30 Euro pro Monat übrig.

Auffällig sind des Weiteren die sehr niedrigen Mieten in Nordrhein-Westfalen, die oft sogar im Vergleich zum Vorjahr stagnieren. Dies gilt für Dortmund mit 250 Euro sowie Duisburg mit 230 Euro. In Paderborn sind die Mietkosten für kleinere Wohnungen zwischen 2016 und 2017 sogar um 4 Prozent von 280 auf 270 Euro zurückgegangen. Immowelt AG

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