ALFA ist die bessere AfD

Umfragewerte in NRW

ALFA ist die bessere AfD

Der frühere AfD-Chef Bernd Lucke hält die Allianz für Deutschland (AfD) nach ihrem Parteitag in Hannover für bürgerliche Wähler nicht mehr für wählbar. Die AfD werde „immer fremdenfeindlicher“, sagte Lucke der „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe). „Ich bin froh, dass ich raus bin.“ Er habe schon bei seinem Abgang davor gewarnt, dass die AfD sich zu einem „deutschen Front National“ entwickeln könne.

„Ich wollte eine bürgerliche, eurokritische Partei wie jetzt ALFA, nicht eine Partei, die aus der Notlage von Flüchtlingen politisches Kapital schlägt.“ Parteichefin Frauke Petry und Thüringens Landeschef Björn Höcke spielten mit verteilten Rollen. „Höcke spricht offen das strammrechte Spektrum an, Petry versucht die letzten Bürgerlichen zu halten.“ Lucke räumte ein, dass seine neue Partei „ALFA“ Probleme habe. „Natürlich sind die äußeren Umstände für ALFA derzeit nicht günstig, weil Themen wie die Eurokrise, die Bildungspolitik, die Nullzinsen oder die Gefährdung der Altersrenten kaum interessieren, solange die Flüchtlingskrise alles überlagert.“

Jedoch werde ALFA „unter keinen Umständen mit radikalen Tönen werben wie die AfD“. Nach dem Vorschlag von ALFA sollten die Kommunen entscheiden, wie viele Menschen sie aufnehmen und integrieren könnten. Deutschland müsse den Flüchtlingen großzügig helfen, „aber nicht unbegrenzt“, sagte Lucke. Es gelte „Menschlichkeit und Realitätssinn“ miteinander zu verbinden. Saarbrücker Zeitung

Die AfD hat aus ihrem großen Krisenjahr 2015 gelernt. Scharf in der Sache bleibt sie: Grenzen dicht, Euro und Merkel weg, Asylrecht verschärfen. Aber nach dem Rauswurf von Parteigründer Bernd Lucke, nach Aufspaltung und Richtungsstreit, ist nun Disziplin in den eigenen Reihen angesagt. Die AfD 2.0 hat Rückenwind, die Umfragen sehen so gut aus wie nie. Die Zeiten in Deutschland und Europa sind zwar schwierig und krisenhaft, für die AfD allerdings rosig. Nächstes Jahr stehen drei Landtagswahlen an, unter anderem in Sachsen-Anhalt. Im Jahr darauf die Bundestagswahl. Petry sieht ihre Partei auf der Siegerstraße. Sie weiß, vermutlich nur die AfD selbst kann dafür sorgen kann, dass sie noch im Graben landet. Deshalb das Signal: Wir können ohne internen Zank. Wir wollen noch mehr aus der Mitte holen. Wir müssen nur abwarten. Mitteldeutsche Zeitung

Umfragewerte in NRW

Nordrhein-Westfalens CDU-Chef Armin Laschet wird froh sein, dass die nächsten Landtagswahlen nicht vor Frühjahr 2017 stattfinden. Nach heutigen Umfragen wäre seine Partei chancenlos. Das nur auf die Flüchtlingskrise zu schieben, ist Unsinn. Natürlich hadern viele CDU-Wähler mit der Politik der Kanzlerin. Täglich müssen sich heimische Politiker für den Kurs ihrer Parteichefin rechtfertigen. Das ist aber nur ein Grund, warum die Christdemokraten in NRW aktuell nicht punkten. Auch wenn er es nicht gerne hört: Laschet bremst ein politisches Wiederauferstehen der CDU im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Er ist zu blass, bekommt die eigenen Reihen nicht geschlossen. Talkshows und Auslandsreisen wie jetzt nach Jordanien festigen seine Position als Bundespartei-Vize. Doch im Land Nordrhein-Westfalen spielt die Musik. Laschet fällt es schwer, die Landespartei zurück ins Rampenlicht zu holen und der CDU in NRW ein markantes Profil zu verschaffen. Von einem klaren, wenn auch unsäglichen Profil profitiert in Umfragen hingegen die AfD. Mit rechtslastiger Propaganda lassen sich viele NRW-Wähler einfangen. Zu wenige merken, dass diese Gruppierung mit – teilweise auch begründeten – Ängsten in der Bevölkerung spielt. Auf diese Strategie darf keiner hereinfallen. Westfalen-Blatt

AfD-Vorsitzende Petry fordert Merkel zum Rücktritt auf

https://youtu.be/ow8rgx5fmc0

DasParlament

4 Antworten zu "ALFA ist die bessere AfD"

Kommentar verfassen