Ausbildung der Peschmerga durch Bundeswehr gegen Terrormiliz

Mißfelder: Ausbildung der Peschmerga trägt zum Erfolg im Kampf gegen den "IS" bei

Allein In dieser Woche haben erneut 500 kurdische Peschmerga ihre Ausbildung durch die Bundeswehr abgeschlossen, die sie zum Kampf gegen die Terrormiliz des „Islamischen Staates“ befähigen soll. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder: „Die Ausbildung der Peschmerga im Nordirak durch die Bundeswehr ist ein Erfolg. Dank der internationalen Unterstützung der Kurden, zu der auch die […]

Ausbildung der Peschmerga durch Bundeswehr gegen Terrormiliz

Allein In dieser Woche haben erneut 500 kurdische Peschmerga ihre Ausbildung durch die Bundeswehr abgeschlossen, die sie zum Kampf gegen die Terrormiliz des „Islamischen Staates“ befähigen soll.

Philipp Mißfelder

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder: „Die Ausbildung der Peschmerga im Nordirak durch die Bundeswehr ist ein Erfolg. Dank der internationalen Unterstützung der Kurden, zu der auch die Ausbildung der Kämpfer und die Lieferung von Waffen aus Deutschland beitrug, konnten die Extremisten der Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ (IS) aus mehreren Gebieten des Nordirak verdrängt werden. Damit entwickelt sich die Autonome Region Kurdistan unter ihrem Präsidenten Masud Barzani wieder zu einer Gegend der Stabilität und Sicherheit in dieser geschundenen Region.

Obwohl es heute noch zu früh ist, von einem Wendepunkt in diesem Konflikt zu sprechen, befindet sich der ‚IS‘ zumindest im Irak nicht mehr auf dem Vormarsch. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist daher froh, dass sich die internationale Gemeinschaft – nicht zuletzt auf Initiative des UN-Sicherheitsrates – zusammengefunden hat, um sich der Bedrohung durch den ‚IS‘ zu stellen. Denn die Terrormiliz verletzt die Prinzipien der UN-Charta und geht brutal gegen religiöse Minderheiten wie Christen und Jesiden vor. Zahllose unschuldige Menschen sind ihr zum Opfer gefallen.

Neben der Fortsetzung der Ausbildung der Peschmerga sollte Deutschland auch die Wünsche der kurdischen Regionalregierung im Nordirak nach weiterer militärischer Ausrüstung ernsthaft prüfen. Denn die Autonome Region Kurdistan hat sich in der Vergangenheit für vertriebene Christen und Jesiden oft als letzter Zufluchtsort erwiesen.

Das Erreichte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Besonders die irakische Zentralregierung muss sich stärker als bisher für eine Aussöhnung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und einer gleichberechtigten Teilhabe aller am Wohlstand des Irak einsetzen. Entsprechende Bestimmungen in der Verfassung hat die irakische Zentralregierung in der Vergangenheit nicht immer eingehalten.“ CDU/CSU – Bundestagsfraktion

Die Bundeswehr hat – zum Teil mit Hilfe von Verbündeten – bislang viele Hundert irakisch-kurdische Peschmerga-Soldaten für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ausgebildet. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung „neues Deutschland“. Nach Auskunft des Verteidigungsministeriums wurden seit dem vergangenen Jahr nach einer ersten Einweisung von 115 kurdischen Kämpfern im sogenannten Kurdistan Training Coordination Center (KTCC) bei Erbil 465 Kämpfer trainiert. Dafür sind 68 deutsche Soldaten zuständig. Je zwei weitere sind beim deutschen Konsulat in Erbil, in Bagdad und im US-Hauptquartier in Kuweit stationiert. In Deutschland wurden bislang 86 Peschmerga-Soldaten ausgebildet, derzeit werden weitere 29 geschult.

Ende April und Anfang Mai sollen weitere Waffen aus Bundeswehrdepots an die Kurden geliefert, darunter 500 panzerbrechende »Milan«-Raketen und G36-Sturmgewehre. neues deutschland

Debatte um das Sturmgewehr G 36 – Unpräzise

Materialprobleme bei der Bundeswehr haben immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Berichtet wurde über Mängel an Panzerfahrzeugen, Hubschraubern und Flugzeugen. Für die Soldaten, die auf lebensgefährlichen Auslandseinsätzen ihren Dienst versehen müssen, war das eigentlich schon schlimm genug. Doch nun ist sogar ihr Standardgewehr, das sogenannte G36, in Verruf geraten. Es soll ihm bei Hitze an der notwendigen Präzision mangeln.

Die Debatte über das G36 ist ziemlich unübersichtlich. Fachleute wird es wenig verwundern, dass kurdische Peschmerga-Kämpfer mit den deutschen Knarren zufrieden sind. Irritierender wirkt da schon, dass es jahrelang keine Klagen über die Gewehre gab und der Hersteller Heckler & Koch nun die Verwendung falscher Munition kritisiert. Über Gewehre kann man grundsätzlich streiten. Wer mit ihnen aber in den Krieg ziehen muss, sollte sich darauf verlassen können, dass sie etwas taugen. Von HUBERTUS GÄRTNER / Neue Westfälische

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