Bildungsministerin bietet Griechenland Hilfe an

"Meine Hand ist ausgestreckt" - Wanka: Aber in der neuen Regierung noch keine Ansprechpartner

Bildungsministerin bietet Griechenland Hilfe an

Der charmante Tsipras könnte am Montag Zweifel ausräumen, vorausgesetzt, er verzichtet auf Erpressungsversuche und erneuert das Vertrauen bei seinen europäischen Partnern. Ein Verbleib Griechenlands im Euro ist immer noch möglich, wenn Athen sich an die in Brüssel erneuerten Zusagen hält. Europas Kreditgeber zeigen auch immer noch Mitgefühl. So versprach Brüssel gerade zwei Milliarden Euro zur Unternehmensförderung. Die Chance zu Reformen und zu einem Deal mit den Euro-Partnern ist vielleicht die letzte, die diese junge Athener Regierung noch hat. Sonntag aktuell

Alexis Tsipras Partei Syriza

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat der neuen Regierung in Athen angeboten, deutsch-griechische Jugendprojekte auszuweiten. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) sagte Wanka: „Meine Hand ist ausgestreckt.“ Nach einem guten Start wolle sie erfolgreich laufende Programme fortsetzen. Das Problem sei, dass seit den Neuwahlen in Griechenland vor knapp zwei Monaten die neuen Ansprechpartner in Forschung und Berufsbildung noch nicht bekannt seien. „Die Abstimmung weiterer konkreter Schritte für die Zusammenarbeit steht deshalb aus“, bedauerte Wanka.

In Athen ist nach ihren Worten 2013 ein neues Berufsbildungsgesetz verabschiedet worden, das den Reformwillen der Griechen eindrucksvoll unterstreiche. Die Bundesregierung unterstütze dies und wolle die Zukunftschancen junger Griechen sichern. Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland von über 50 Prozent hat das Bildungsministerium im September 2013 deutsch-griechische Pilotprojekte unter anderem im Tourismusbereich gestartet. So hätten im Berufsschuljahr 2014/2015 in Athen und auf Kreta duale Ausbildungsgänge begonnen, sagte Wanka. Seit Oktober 2013 werde die deutsch-griechischen Auslandshandelskammer bei der Ausbildung von Kfz-Mechatronikern oder Industriekaufleuten unterstützt. Zehn Millionen Euro fließen laut Wanka in 20 gemeinsame Projekte in der Gesundheits- und Energieforschung sowie der Informations- und Kommunikationstechnologien. Neue Osnabrücker Zeitung

Deutsche Hilfsbereitschaft hat durch Tsipras-Regierung kaum gelitten

Die griechische Regierung um Ministerpräsident Alexis Tsipras will weniger sparen und polemisiert gerne gegen Deutschland. Schlägt das auf die Hilfsbereitschaft der Deutschen?

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage sagen 38 Prozent der Befragten, ihre Hilfsbereitschaft für Griechenland habe unter der Regierung Tsipras abgenommen. Die Mehrheit von 52 Prozent der Deutschen ist aber genauso hilfsbereit wie vor der Wahl. 5 Prozent der Befragten geben sogar an, Tsipras eher helfen zu wollen als dessen Vorgängern.

https://youtu.be/i6sFlG4N6Cs

Mehrheit der Deutschen will bei harten Auflagen für Griechenland bleiben

Trotz dieser grundsätzlichen Hilfsbereitschaft wollen die Deutschen die Sparauflagen für Griechenland nicht lockern. Nur 24 Prozent der Befragten würden angesichts der angespannten Finanzlage Griechenlands „nachsichtiger sein und die Reformerwartungen herunterfahren“. Die Mehrheit von 69 Prozent der Deutschen will dagegen „hart bleiben, selbst wenn Griechenland dadurch zahlungsunfähig wird“. Quelle N24

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