Bundeskanzlerin Angela Merkel die erfolgreiche Weltdiplomatin

Sie durchlebt eine der wichtigsten Wochen ihrer Amtszeit

Die entscheidende Woche der Kanzlerin

Angela Merkel

Kanzlerin Merkel durchlebt eine der wichtigsten Wochen ihrer Amtszeit. Nach den Krisengipfeln zur Ukraine und zum Euro kann sie als die erfolgreiche Weltdiplomatin dastehen. Wenn aber kein Waffenstillstand in der Ukraine gelingt und die Griechen den Europäern doch noch substanzielle Zugeständnisse abtrotzen, wird eine Welle der Kritik über sie hereinbrechen. Dieses Risiko ist der Preis für ihren bisherigen Erfolg auf internationalem Parkett. In der Euro-Frage hat sich weitgehend die deutsche Linie durchgesetzt. Ebenso konnte sie bislang die Amerikaner davon abhalten, mit Waffenlieferungen an die Ukraine den Konflikt dort weiter zu verschärfen. Mit ihrer unermüdlichen Vermittlung prägt Merkel einen neuen Stil in der internationalen Politik. Sie beweist, dass man unter der Übernahme von internationaler Verantwortung etwas anderes verstehen kann als die Amerikaner – Worte statt Waffen. In der deutschen Öffentlichkeit und auf internationalem Parkett findet ihr Kurs Anerkennung. Ohne ihren Außenminister wäre dieser Erfolg nicht möglich. Merkel und Steinmeier vertrauen sich und harmonieren. Sie fragt ihn um Rat. Er weiß, wann er in die zweite Reihe zurücktreten muss, um ihr das Feld zu überlassen. = Von Eva Quadbeck, Rheinische Post

Diesmal steht mehr auf dem Spiel als bei der ersten Vereinbarung von Minsk im vergangenen September. Allen Beteiligten dürfte klar sein, dass weder die Bundeskanzlerin noch der französische Staatspräsident noch einmal ihr ganzes Gewicht in die Waagschale werfen werden, um die Bündnispartner in Europa und Amerika von schärferen Maßnahmen gegen Russland abzuhalten. So wie es auf dem heutigen EU-Gipfel Zweifler gibt, denen dieses Vorgehen als zu weich erscheint, dürfte es auch der ukrainische Staatspräsident Poroschenko schwer haben, die Falken im eigenen Regierungslager von Zugeständnissen an die Separatisten zu überzeugen. Auch muss sich zeigen, welchen Einfluss der russische Präsident Putin tatsächlich auf die Separatisten hat. Es sind entscheidende Tage für Europa. Märkische Oderzeitung

Es ist ein reichlich sinnfreies Spiel, das die neue Athener Regierung derzeit mit ihren Euro-Partnern treibt. Nicht nur im Kreis der Finanzminister, sondern auch in der Runde der Staats- und Regierungschefs gibt es wenig Verständnis für jene kraftmeiernden Auftritte der vergangenen Tage. Es wird Zeit, dass sowohl Athens Premier Alexis Tsipras wie auch sein Finanz- und Außenminister aus dem Wahlkampf-Modus in Normalbetrieb schalten. Denn nur so können sie auch etwas von dem erreichen, was sie wollen. Und das Griechenland unbestritten braucht. Denn tatsächlich ist die Bereitschaft der Währungsunion, aber auch der gesamten EU gewachsen, auf die Hellenen zuzugehen, damit das Land nicht jedes Gleichgewicht verliert. Aber niemand kann verstehen, warum man Athen erlauben sollte, auf erkennbar notwendige Reformen zu verzichten. Jeder weiß, dass auch die in Brüssel bereitliegenden Milliardenhilfen kein Feuerwerk der Investitionen entfalten werden, wenn sie in einer nicht effizienten, von Korruption durchsetzten Verwaltung versickern. Da müssen EU und Euro-Zone hart bleiben. Westfalen-Blatt

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