Bundesregierung fordert Aufklärung im FIFA Skandal

Der Weltfußballverband Fifa sieht sich mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert

Bundesregierung fordert Aufklärung im FIFA Skandal

Nach den Korruptionsvorwürfen gegen Funktionäre des Weltfußballverbands Fifa hat Bundeskanzlerin Merkel eine grundlegende Aufklärung gefordert. Sie halte es für absolut notwendig, dass die Korruption beendet werde und „Transparenz einkehrt“, sagte sie in Berlin.

Mit der „schmutzigen Seite“ des Fußballs müsse dringend aufgeräumt werden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer gemeinsamen Pressebegegnung mit dem britischen Premierminister David Cameron im Kanzleramt. Das sei im Sinne aller Fußballfans – „und das sind Milliarden auf der Welt“.

Verbände müssen Ermittlungen unterstützen

Zuvor hatte Regierungssprecher Steffen Seibert von den Verbänden gefordert, die ermittelnden Behörden rückhaltlos und bestmöglich zu unterstützen. „Korruption ist ein Übel in allen Bereichen von Sport und Gesellschaft, gerade auch da, wo Sport und Geschäft sich begegnen“, sagte er in Berlin.

„Es kann in dieser Situation nur einen Weg geben: Dieser Weg heißt Aufklärung, und zwar bis auf den Grund der Vorwürfe. Dann sind – so das geboten ist – die entsprechenden rechtlichen Konsequenzen zu ziehen.“ Die Unterstützung der ermittelnden Behörden durch die Verbände sei in deren eigenem Interesse und im Interesse des Fußballs.

„Fair Play“ gilt nicht nur für den Sport

Außenminister Frank-Walter Steinmeier betonte am Donnerstag, „Fair Play“ sei die wichtigste Regel des Sports und ein Wert, der weit über die Welt des Sports ausstrahle. Wenn der Fußball Vorbild sein wolle, tue Aufklärung not. „Korruption vergiftet die Politik und vergiftet den Sport. Vermögen die Selbstreinigungskräfte des Fußballs das nicht zu leisten, dann müssen eben auch staatliche Stellen ran.“

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière forderte eine schnelle Aufklärung der Vorwürfe. „Die Glaubwürdigkeit der Fifa ist beschädigt, so wie es jetzt ist, kann es nicht weiter gehen“, sagte er. Das gehe nur, wenn die Fifa selbst dazu bereit sei, an der Aufklärung mitzuwirken.

Der Sport lebe vom Fair Play und von der Begeisterung der Fans, so der Minister weiter. „Fair Play“ sei jedoch mehr als gute Worte. „Wir brauchen eine saubere Vergabe von sportlichen Großereignissen wie der Fußball-WM. Korruption macht den Sport kaputt. Der DFB und die UEFA haben heute klare und kritische Worte gefunden. Jetzt sind alle gefordert, damit der Fußball nicht nachhaltig beschädigt wird.“

Mehr Transparenz erforderlich

Bundesjustizminister Heiko Maas sagte, die Fifa müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie Korruption in den eigenen Reihen seit Jahren nicht wirklich untersucht habe. „Es liegt auch im eigenen Interesse der Fifa, dass die Vorwürfe nun endlich aufgeklärt werden“, sagte Maas. Dafür werde weit mehr Transparenz erforderlich sein als bisher. „Alle Fußballfans haben ein Recht darauf zu erfahren, was besonders im Vorfeld der WM-Vergaben wirklich passiert ist.“

In einem Interview mit der Bild-Zeitung vom Freitag bekräftigte Maas seine Forderung nach einem Neuanfang des Weltfußballverbandes. „Berichte über Korruption gibt es doch schon lange, wirklich aufgeklärt worden ist nichts von Blatter und Co..“ Deutsche Bundesregierung

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