Die Euro-Krise ist in ihrer heißen Phase

Sahra Wagenknecht: Merkel zerstört Europa

Die Euro-Krise ist in ihrer heißen Phase

„Die Bundeskanzlerin gräbt weiter am dreistelligen Milliardengrab für die europäischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Die heimliche Troika-Zentrale in Berlin fordert nach wie vor die bedingungslose Kapitulation der griechischen Regierung und ist so für die anhaltend ergebnislosen Gespräche verantwortlich“, kommentiert Sahra Wagenknecht die Verhandlungen in Brüssel. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD tritt durch ihre ideologische Verbohrtheit in den Verhandlungen die Interessen der eigenen Bevölkerung und die Demokratie in Europa mit Füßen. Der Wille zu einer Beendigung der Troika-Kürzungspolitik ist durch das griechische Wahlergebnis im Januar eindeutig zum Ausdruck gebracht worden. Nur durch eine solche Kehrtwende hin zu mehr Wachstum in Griechenland kann auch ein möglichst großer Betrag der deutschen und europäischen Kreditforderungen gerettet werden. Dazu sind eine Reduzierung der Schuldenlast, eine Vermögensabgabe für griechische Oligarchen, ein Investitionsprogramm sowie eine konsequente Besteuerung der Superreichen nötig, anstatt Mehrwertsteuer- und Beitragserhöhungen für Rentnerinnen und Rentner, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“ DIE LINKE

Sisyphusarbeit in Griechenland

Die Zeit drängt im Schuldenstreit mit Griechenland: Am 30. Juni muss Athen 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Im griechischen Schuldenstreit arbeiten die internationalen Geldgeber und die Regierung in Athen fast rund um die Uhr an einer Lösung. Griechenland hatte seinen internationalen Geldgebern in der Nacht zum Montag neue Reformvorschläge gemacht, um weitere Hilfsgelder zu erhalten. In dieser Woche soll endlich eine „tragfähige und langfristige“ Lösung gefunden werden – wie auch immer die aussieht. Doch was hat Griechenland zu bieten? Höhere Steuern und Einsparungen bei den Renten. Das sind die Vorschläge aus Athen. Aber reicht das, die Geldgeber zu überzeugen? In der Zwischenzeit pumpt die Europäische Zentralbank (EZB) weiter Geld in das marode Land. www.pressetreff.3sat.de

Die Euro-Krise ist in ihrer heißen Phase

Diese Woche entscheidet sich voraussichtlich, ob die Gipfel in Brüssel zu einer Einigung führen, also Griechenland im Euro bleibt und weitere Kredite erhält, oder ob Athen die Zahlungsunfähigkeit und den Austritt aus der Eurozone erklären muss. Im Dialog steht Hans-Werner Sinn Alfred Schier Rede und Antwort. Der scheidende Chef des ifo-Instituts in München plädiert für einen Austritt und die Rückkehr zur Drachme, denn der Euro sei grundlegend Schuld an der prekären Situation in Griechenland.

Sinn gehört zu den renommiertesten Ökonomen Deutschlands, seine Thesen sind in Fachkreisen jedoch umstritten: Der Euro wurde von Anfang an fehlerhaft konzipiert und ist maßgeblich für die wirtschaftliche Verfassung Griechenlands und der anderen südeuropäischen Länder verantwortlich, so Sinn. Die Euro-Krise werde mit der Rettungspolitik nur „gedämpft“ und die Ursachen nicht konsequent behoben. Griechenland müsse wieder die Drachme als Währung einführen, um die Möglichkeit zu erhalten, wettbewerbsfähig zu werden. In jedem Fall werde man mit der Euro- und Griechenland-Krise noch „sehr, sehr lange zu tun haben“. phoenix-Kommunikation

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