Hubertus Heils Murksrente: Gleitzone in die Einheitsrente

Sozialverband: Rentenniveau sichern und Freibeträge einführen

Hubertus Heils Murksrente: Gleitzone in die Einheitsrente

Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil rudert mit seinem Konzept zur Grundrente zurück. Während im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, dass nur Menschen die mehr als 35 Jahre gearbeitet und/oder gepflegt haben, einen Zuschlag bekommen sollen, will Heil nun nach Medieninformationen eine Gleitzone ab 33 Jahren einbauen lassen.

Dazu sagt der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr: „Langsam aber sicher erkennt offenbar auch Sozialminister Heil, dass er kein Konzept gegen Altersarmut, sondern eine Murksrente vorgelegt hat. Statt gezielt Bedürftige durch Vorsorge vor Altersarmut zu schützen, bereitet er jetzt eine Gleitzone in die Einheitsrente vor. Fast jede vierte Rente würde künftig nicht mehr nach der bewährten Rentenformel berechnet. Wir haben ein funktionierendes und faires Rentensystem und ein funktionierendes und faires Sozialsystem. Durch seine undurchdachte Vermischung der Systeme gefährdet Heil beide. Wir fordern daher die Bundesregierung auf, Heils Murksrente zu stoppen und stattdessen gerechte Rentenpläne zu machen.“¹

Zur geplanten Anhebung der Renten um über drei Prozent erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

„Es ist ein sehr positives Signal, dass die Rente um mehr als drei Prozent steigen soll. Gleichwohl reicht es nicht aus, das Rentenniveau nur bis zum Jahr 2025 zu stabilisieren. Nötig ist eine langfristige Niveausicherung bei 53 Prozent, um das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken. Zudem sind Freibeträge für die gesetzlichen Renten erforderlich. Dies wäre sehr einfach umsetzbar und würde die Lebensleistung der Rentnerinnen und Rentner berücksichtigen, die lange im Niedriglohn gearbeitet haben und deshalb eine Rente unter dem Grundsicherungsniveau erhalten.“²

¹Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ²SoVD Sozialverband Deutschland

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