Sündenbock Umwelthilfe

Städtetag zeigt sich enttäuscht vom Dieselgipfel wegen Hardware-Nachrüstungen

Sündenbock Umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe nervt. Sie setzt in einer Stadt nach der anderen Dieselfahrverbote durch. Jürgen Resch, der Geschäftsführer der DUH, dürfte zumindest unter Dieselfahrern einer der meistgehassten Funktionäre sein, die Politik überzieht den Verein mit Vorwürfen, Sponsoren ziehen sich zurück. Was dabei untergeht: Die Umwelthilfe setzt vor Gericht geltendes Recht durch. Sie hat sich nicht die Grenzwerte ausgedacht, die in Großstädten regelmäßig überschritten werden, was die gerichtlich angeordneten Fahrverbote erst ermöglicht.

Die Umwelthilfe ist nicht verantwortlich für die betrügerischen Machenschaften der Autokonzerne. Ihr kann nicht vorgeworfen werden, dass die Bundesländer bei der Erstellung von gesetzeskonformen Luftreinehalteplänen gepennt haben. Die DUH mag in ihrem Feldzug gegen den Diesel verbal überziehen. Aber für die Fahrverbote sind andere verantwortlich – man sollte nicht den Fehler begehen, die Umweltschützer zum Sündenbock zu erklären. Das hieße, Ursache und Wirkung zu verwechseln.¹

Der Deutsche Städtetag hat sich nach dem Dieselgipfel enttäuscht gezeigt, weil die Kommunen Hardware-Nachrüstungen erst ab 2020 für zu spät halten. „Ernüchternd waren die Gipfelergebnisse beim Thema Hardware-Nachrüstungen“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Da liege der Ball weiter bei der Automobilindustrie. „Sie ist Verursacher des Problems und sollte Hardware-Nachrüstung und Umtauschprämien bundesweit anbieten“, sagte Dedy.

Es brauche mehr Tempo bei der Entwicklung der Nachrüstlösungen für Diesel-PKW. „Je schneller die Hardware-Nachrüstungen eingebaut werden können, desto schneller können die Grenzwerte in den besonders belasteten Städten eingehalten werden“, so Dedy. Lob hatte er für eine Aufstockung der Fördermittel übrig. „Es ist gut für die Städte, dass das Sofortprogramm Saubere Luft um 500 Millionen Euro aufgestockt werden soll.“ Das sei dringend nötig und helfe dabei, die Maßnahmen der Städte für nachhaltige Mobilität umzusetzen, sagte Dedy.²

¹Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung ²Rheinische Post

DasParlament

Eine Antwort auf "Sündenbock Umwelthilfe"

  1. Michel Bruns   Donnerstag, 6. Dezember 2018, 0:04 um 0:04

    Kurz nochmal gesagt. Es handelt sich nicht um Grenzwerte!

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