Wolfgang Kubicki: Laschet wird Kanzlerkandidat der Union

 FDP-Vize nennt NRW-Ministerpräsidenten den "Meister des Unverbindlichen" und attestiert Annegret Kramp-Karrenbauer fehlende Ausstrahlung

Wolfgang Kubicki: Laschet wird Kanzlerkandidat der Union

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki erwartet, dass die CDU/CSU mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) als Kanzlerkandidat in die nächste Bundestagswahl geht. Laschet könnte „gut zusammenführen – als Meister des Unverbindlichen“, sagte Kubicki dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Kein anderer in der Union werde „die verschiedenen Kräfte ähnlich gut unter einen Hut bringen können“.

Zuvor hatte der Liberale seine persönliche Präferenz für Friedrich Merz als Unionskanzlerkandidat deutlich gemacht, weil Merz – wie er der Zeitung sagte : „die Diskussionslage in Richtung der Frage verschieben würde, was eigentlich die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Leistungsfähigkeit als Gesellschaft sind. Davon würden wir profitieren, weil uns in diesem Bereich viel Kompetenz zugemessen wird.“

Zu den Aussichten von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte Kubicki, „sie weiß inzwischen selbst, dass ihr stärkster Beitrag darin bestehen wird, auf die Kanzlerkandidatur zu verzichten und einen anderen auf den Schild zu heben. Ihr fehlt es einfach an der nötigen Ausstrahlung, die eine Führungspersönlichkeit in diesen Zeiten braucht.“¹

Roland Koch: Kanzlerkandidatur bei CDU weiter offen

Die Entscheidung über die nächste CDU-Kanzlerkandidatur ist nach Ansicht des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) trotz der Unterstützung des Parteitags in Leipzig für die Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer offen. Kramp-Karrenbauer hatte die Parteitagsdelegierten am Freitag aufgefordert,ihren Weg der Erneuerung der Partei mitzugehen oder sie abzulösen.“Es ist legitim, die Vertrauensfrage zu stellen, wenn man derart attackiert wird“, sagte Koch der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Die Debatte vor dem Parteitag habe sich aber nicht um das Amt der Parteivorsitzenden, sondern um die nächste Kanzlerkandidatur gedreht. Diese Entscheidung stehe aber derzeit nicht an. Ob Kramp-Karrenbauer ihre Chancen auf die Kanzlerkandidatur erhöht habe, indem sie beim Parteitag die Vertrauensfrage stellte, könne man nicht sagen, erklärte Koch.²

¹Kölner Stadt-Anzeiger ²Rheinische Post

DasParlament

Eine Antwort auf "Wolfgang Kubicki: Laschet wird Kanzlerkandidat der Union"

  1. Buerger   Freitag, 14. Februar 2020, 16:01 um 16:01

    Erst die „Meisterin des Ungefähren“, danach der “ Meister des Unverbindlichen“ ,
    wie soll sowas politisch funktionieren?
    Denk ich an Deutschland in der Nacht bin ich um den Schlaf gebracht!

    Manchmal kann ich gar nicht soviel essen wie ich kotzen möchte!

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