Deutschland zieht in den Krieg gegen den Terror

Von der Leyens Motto - Ohne Ziel stimmt jede Richtung

Deutschland zieht in den Krieg gegen den Terror

Das sind keine günstigen Ausgangsbedingungen: Wenn die Bundesregierung nicht aufpasst, schlittert Deutschland militärisch und politisch in ein großes Abenteuer. Daran ändert auch der behutsame Einstieg wenig: Wir bomben nicht, wir suchen nur die Ziele aus – diese Beruhigungspille wird nicht wirken. Die Kanzlerin muss rasch erklären, wie ihre Strategie im Nahen Osten aussieht, was erreicht werden soll und wo die Grenzen des Einsatzes liegen. So richtig es ist, dass Deutschland nicht beiseite stehen darf – anderen Staaten bedingungslos folgen muss es nicht. Christian Kerl Berliner Morgenpost

Deutschlands riskanter Bundeswehreinsatz in Syrien

Mit der Ankündigung der Bundesregierung, Bundeswehr-Soldaten nach Syrien entsenden zu wollen, steigt die Gefahr von Terroranschlägen hierzulande. Da mögen noch so viele Politiker darauf hinweisen, dass es schon seit langem Drohungen seitens des selbsternannten Islamischen Staates (IS) gegenüber dem „ungläubigen“ Westen gibt. Und auch das Argument, nicht aktiv am Kampfgeschehen teilzunehmen, sondern „nur“ Ziele mit Aufklärungsflugzeugen aufzusuchen, zieht nicht.

Die Terroristen des IS werden sich nicht mit Unterscheidungen bei den Kriegsgegnern aufhalten. Der Kriegseinsatz der Bundeswehr in Syrien – und das ist die Gefahr – wird noch mehr manipulierbare Seelen in die Arme des IS treiben. Und er wird womöglich jene zu Anschlägen motivieren, die jetzt schon aktiv mit den kruden Wertvorstellungen des IS sympathisieren. Dennoch: Die Menschen sind nach den Terroranschlägen von Paris zusammengerückt, haben beteuert, sich nicht zu sehr einschränken zu lassen. Der Islamische Staat will Schrecken verbreiten. Wir dürfen nicht zulassen, dass Angst unser Leben bestimmt. Rolf Hansmann Westfalenpost

SPD-Verteidigungsexperte Arnold spricht sich für Zusammenarbeit mit Assads Truppen aus

In der Frage der militärischen Taktik in Syrien hat der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, Verteidigungsminister Ursula von der Leyen (CDU) den Rücken gestärkt. „Es ist richtig, für den Neuaufbau des Landes und für den nachhaltigen Kampf gegen den IS auch mit Assads Truppen zusammenzuarbeiten“, sagte Arnold der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Das stehe aber noch nicht direkt auf der Agenda. „Perspektivisch gibt es für Syrien keine Zukunft mit Assad und seinem Familien-Clan“, betonte Arnold. Man dürfe aber nicht die Fehler der Vergangenheit aus dem Irak, aus Libyen und auch aus Afghanistan wiederholen, wo sämtliche Verwaltungs- und Sicherheitsstrukturen der Länder am Ende zerschlagen waren. Rheinische Post

Pazderski: Von der Leyens Motto – Ohne Ziel stimmt jede Richtung

Zum geplanten Einsatz von 1.200 deutschen Soldaten im Syrienkonflikt erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski: „Es ist  nicht nur abenteuerlich, sondern auch höchst gefährlich, wie dilettantisch diese Regierung unter der Führung von Frau Merkel außen- und sicherheitspolitisch agiert. Frau Merkel schickt aus sogenannter Bündnissolidarität 1.200 deutsche Soldaten in eine kriegerische Auseinandersetzung und riskiert deren Leib und Leben, ohne dass sie eine Vorstellung zu haben scheint, was, wie, mit wem erreicht werden soll. Den sogenannten „Islamischen Staat“ gegebenenfalls auch in einer Koalition mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad zu bekämpfen, wie es Frau von der Leyen angedeutet hat, und Frankreich zu unterstützen greift zu kurz, denn damit werden die Symptome einer verfehlten Außen- und Sicherheitspolitik des Westens therapiert, nicht aber deren eigentliche Ursachen. Das Verhalten der Bundesregierung scheint wie schon so oft dem Motto zu folgen, ‚ohne Ziel stimmt jede Richtung‘.

Mit diesem Einsatz schliddert Deutschland, wie schon im Falle Afghanistans, in ein militärisches Abenteuer, dessen Ausgang mehr als ungewiss ist. Dieser Einsatz wird das Leben deutscher Soldaten kosten, viele Milliarden Euro verschlingen, die Terrorgefahr in Deutschland erhöhen und den Flüchtlingsstrom nicht aufhalten. Am Ende wird die Erkenntnis stehen, dass man nichts erreicht hat. Wie wollen zudem Frau Merkel und Frau von der Leyen einer deutschen Mutter erklären, dass ihr Sohn in Syrien gefallen ist, während sich Hunderttausende wehrfähige junge Syrer in Deutschland in Sicherheit aufhalten.

Dieser blinde Aktionismus ohne Plan und Konzept beweist letztendlich nur, dass Frau Merkel und Frau von der Leyen den Konflikten dieser Welt hilflos gegenüber stehen . Beide Damen sollten endlich die einzig richtige Konsequenz ziehen und zurücktreten.“ Alternative für Deutschland

DasParlament

Eine Antwort auf "Deutschland zieht in den Krieg gegen den Terror"

  1. Buerger   Montag, 30. November 2015, 21:23 um 21:23

    Welcome to the beginning of the 3rd World War

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