Polizisten nehmen bei Clan-Razzia in NRW Kollegen fest

Erschreckende Dimension

Polizisten nehmen bei Clan-Razzia in NRW Kollegen fest

Bei der Razzia gegen Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet ist am Wochenende nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES auch ein nordrhein-westfälischer Polizist mit angeblich ausländischen Wurzeln festgenommen worden. Beamte hatten im Zuge der Kontrollen in Essen am Sonntagmorgen ein Auto mit vier Männern gestoppt, die offenbar arabischstämmig wirkten. Als sie kontrolliert werden sollten, soll einer der Männer die Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes bezweifelt haben. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen gab er an, selbst Polizist zu sein. Als er durchsucht werden sollte, soll er sich massiv gewehrt und versucht haben, sich loszureißen. Mehrere Polizisten sollen seinen Widerstand mit Gewalt gebrochen haben. Der Mann wurde festgenommen. Nach Informationen aus Polizeikreisen sollen die Ermittlungen ergeben haben, dass es sich um einen 19 Jahre alten Kommissarsanwärter des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen handelt. Er wurde festgenommen, das NRW-Innenministerium wurde informiert.¹

Das Ausmaß der Clankriminalität in Nordrhein-Westfalen ist erschreckend. Nicht nur, dass die Großfamilien über Tausende Mitglieder verfügen und sich über das ganze Land bis hinein in ländliche Kreise verteilen. Sie sind offenbar auch in so ziemlich jedem Geschäftsfeld vertreten, mit dem sich Geld verdienen lässt – ob legal oder illegal. Im Kfz-Handel und -Verleih, auch in Schlüsseldiensten sind sie aktiv. Und wer weiß, in welch anderen Bereichen abseits der üblichen kriminellen Betätigungsfelder wie Drogenhandel und Prostitution sie sonst noch aktiv sind. Die Clans sind in sich so abgeschottet, dass es selbst den besten Ermittlern schwer fällt, gesicherte Erkenntnisse aus deren inneren Zirkeln zu gewinnen. Diese Strukturen sind nicht von heute auf morgen entstanden. Sie sind Ergebnis jahrzehntelangen Wegguckens, Verharmlosens und Nichttuns seitens der Politik und der Polizei. An einer verfehlten Integrationspolitik liegt es nur bedingt. Denn diese Leute wollen sich nicht integrieren. Sie wollen in der Regel bis auf einzelne Ausnahmen unter sich bleiben, lehnen unseren Rechtsstaat ab. Es wird viele Jahre dauern, um dieses wuchernde Kriminalitätsproblem in den Griff zu bekommen – wenn es überhaupt gelingt.

Es ist der bislang wohl härteste Schlag gegen kriminelle arabische Großfamilien, die NRW-Sicherheitsbehörden durchgeführt haben. Die Großrazzia im Ruhrgebiet ist ein klares Signal an die Adresse der organisierten Kriminalität. Politik und Polizei machen unmissverständlich klar, dass sie es ernst meinen mit ihrer Null-Toleranz-Linie und die Strukturen der Clans zerschlagen wollen. Die Polizei muss diese Kriminellen das Fürchten lehren – nicht umgekehrt. Und die Durchsuchungen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung, dem viele weitere folgen müssen. Das weiß die Polizei. Und sie scheint mehr denn je dazu bereit, diesen beschwerlichen Weg zu gehen. Denn der Kampf gegen diese Clans wird Jahre dauern. Und es steht nicht fest, dass er gewonnen wird. Dass es so weit kommen konnte, liegt am Versagen von Politik und Polizei. Jahrzehntelang hat man sich von den Clans auf der Nase herumtanzen lassen. Man hat nicht wahrhaben wollen, was sich in manchen Vierteln deutscher Großstädte entwickelte. So hat man diese Clans ungehindert immer größer und mächtiger werden lassen. Ein Versäumnis, das nur schwer zu korrigieren sein wird.²

¹Westfalen-Blatt ²Rheinische Post

DasParlament

Eine Antwort auf "Polizisten nehmen bei Clan-Razzia in NRW Kollegen fest"

  1. Buerger   Dienstag, 15. Januar 2019, 9:58 um 9:58

    „“““Bei der Razzia gegen Clan-Kriminalität im Ruhrgebiet ist am Wochenende nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES auch ein nordrhein-westfälischer Polizist mit angeblich ausländischen Wurzeln festgenommen worden“““

    Das wird wohl kein Einzelfall sein das die Polizei zum Teil unterwandert ist von Personen mit Mig.. Hintergrund die dann bei Bedarf Infos weiterleiten die kriminellen Elementen hilfreich sind.
    Auch andere Behörden sind wahrscheinlich z.T. mit Personen besetzt die ihre Informationen an die Familien weiterleiten um sie vor dem Zugriff durch das Gesetz zu schützen.
    Da müsste intern in der Polizei und den Behörden auch mal gesiebt werden.

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