Terroristen bei Charlie Hebdo mit Kampferfahrung

Terrorismus Made In France?

Terroristen bei Charlie Hebdo mit Kampferfahrung

Charlie Hebdo

Anschlag in Paris:

Wurden die Charlie Hebdo Killer in Syrien bewaffnet und ausgebildet?

Nach offiziellen Meldungen und was niemanden überrascht haben dürfte, sind mindestens zwei der Verdächtige der Charlie Hebdo Schießerei französische Staatbürger, die für den Kampf gegen die säkulare Regierung von Bashar al-Assad rekrutiert und in Syrien ausgebildet wurden.

Die französische Polizei gab am Mittwoch bekannt, dass die drei Verdächtigen, Said Kouachi, 34 und Cherif Kouachi, 32 und Hamyd Mourad, 18, Ziel einer Großfahndung sind. Said und Cherif sind beide französische Staatsangehörige, während Hamyds Nationalität zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt ist.

Cherif Kouachi war den französischen Strafverfolgungsbehörden bereits bekannt. Er wurde im Jahr 2008 zu drei Jahren Haft verurteilt, davon 18 Monate auf Bewährung, da er schuldig gesprochen wurde einer “kriminellen Vereinigung mit terroristischem Hintergund” anzugehören.

Offenbar ist die Gruppe, der Cherif sich anschloss und die als Netzwerk des 19. Arrondissement (benannt nach dem Stadteil aus dem sie stammt) bekannt ist, daran beteiligt französische Muslime für den Kampf von al-Qaida im Irak zu rekrutieren. Wie es für vom Westen unterstützte terroristische Operationen typisch ist, speist sich die Gruppe aus armen, ernüchterten, ums Überleben kämpfende junge Männer aus der Arbeiterklasse.

Nachdem die erforderlichen Männer angesprochen wurden, organisiert die Gruppe dann das Waffentraining und die notwendigen Reisevorbereitungen für die neuen Rekruten.

Obwohl Charif im Jahr 2008 verurteilt wurde, hatte die Polizei ihn bereits im Jahr 2005 festgenommen, nur wenige Tage bevor er nach Syrien reisen wollte.

Charif erfüllt bestens das Profil eines rekrutierten Terroristen. Er war Muslim, hatte die Schule verlassen und arbeitete in einem Job ohne Zukunft: als Pizzabote. Er gehörte eindeutig der unteren Arbeiterklasse an.

Das nun medial aufgebaute Bild ist das eines leichtgläubigen jungen Mannes, der in den Bann des charismatischen “Straßenpredigers” Farid Benyettou, der den Osten von Paris verantwortet, fiel. Es wird angedeutet, dass Beneyettou, der auch der Unterstützung des Terrorismus für schuldig befunden wurde, eine Rolle beim Zusammenbringen von Charif mit der Terrororganisation, der er sich schließlich anschloss, spielen würde und auch bei den späteren Reisen von Charif nach Syrien, um dort unschuldige Menschen zum Wohle der geopolitischen Ziele der NATO, Frankreich und der Vereinigten Staaten abzuschlachten.

Erwähnenswert ist, dass Beneyettou – während die Gerichtsverhandlung lief – nur für die Rekrutierung verantwortlich war. Aus dem gesamten Netzwerk war er der einzige, der nicht plante in den Irak zu reisen.

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass im Jahr 2005 bekannt wurde, dass einige Mitglieder des Netzwerks des 19. Arrondissement Verbindungen mit der ad-Da’wa Moschee hatten, eine der größten Moscheen in Paris.

Wenn die Angreifer in der Tat Mitglieder einer der unzähligen bekannten Terrorgruppen waren, die unter der Leitung und Kontrolle der Westmächte stehen, dann kann Frankreich selbst in die Planung und Durchführung der Anschläge verwickelt sein. Tony Cartalucci vom Land Destroyer Report schreibt in seinem Artikel France Armed Terrorists That Struck Paris (Frankreich bewaffnete die Terroristen, die Paris angriffen):

Frankreich, als Teil einer NATO-geführten Koalition, hat seit Jahren die Bewaffnung, Finanzierung, Unterstützung und so weiter der al-Qaida-Terroristen durchgeführt, offiziell beginnend mit Libyen und dem Sturz des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi und bis heute fortführend mit der Bewaffnung durch die NATO, der Beherbergung und Unterstützung der al-Qaida-Terroristen, einschließlich des sogenannten “Islamischen Staates” (IS) innerhalb und entlang der syrischen Grenzen. Mit dem jüngsten Angriff in Paris – wahrscheinlich die Arbeit dieser Terroristen, die Frankreich in Nordafrika und im Nahen Osten bewaffnete und absicherte -, ist die französische Regierung selbst verantwortlich und schuldig der anhaltenden materiellen Unterstützung einer terroristischen Organisation, die jetzt französische Bürger getötet hat. Darunter zwei Polizisten auf französischen Boden, sogar direkt in der französischen Hauptstadt.

In seinem Artikel Timeline: Where’d Paris Shooters Get Their Weapons? (Zeitleiste: Woher erhielten die Pariser Schützen ihre Waffen?) stellt Cartalucci auch eine Zeitleiste der französischen Unterstützung, Hilfe und Waffenbereistellung seit 2011 für die islamischen Terroristen auf. Er schreibt:

2011 – Frankreich liefert Waffen an libysche Rebellen, London Telegraph: Ein französischer Militärsprecher, Oberst Thierry Burkhard, sagte, dass man der Bevölkerung “leichte Waffen wie Sturmgewehre” zur Verfügung gestellte habe, um “sich gegen Col. Gaddafi zu schützen”. Aber die Entscheidung, die Rebellen zu bewaffnen, ist ein weiterer Schritt in Richtung der direkten Beteiligung an einem Bodenkrieg, zusätzlich zum Luftkrieg gegen Col. Muammar Gaddafi. Die Nafusa Rebellen kommen einem Durchbruch nach Tripolis von all den aufgebauten Fronten des Konflikts am nähesten, während es die NATO in den drei Monaten des Bombardements versäumt hat Col. Gaddafi von der Macht zu entfernen. Le Figaro, die französische Zeitung, die als erste über die Luftangriffe berichtete, schreibt, dass die Lieferungen aus Gewehren, Maschinengewehren und Panzerfäusten, zusammen mit Milan-Panzerabwehrraketen, besteht.

2011 – Libyscher Rebellenkommandeur bestätigt Verbindungen seiner Kämpfer zu al-Qaida, London Telegraph: Abdel-Hakim al-Hasidi, der libysche Rebellenführer, hat gesagt, dass die Dschihadisten, die gegen Allianz-Truppen im Irak gekämpft haben, an der vorderster Front im Kampf gegen das Muammar Gaddafi-Regime stehen.

2012 – Frankreich drängt auf die Bewaffnung der syrischen Oppositionskoalition, BBC: Frankreichs Außenminister hat gesagt, er wird mit den europäischen Partnern Gespräche über Waffenlieferungen an die syrische Oppositionskoalition führen. Die Regierung plant eine Lockerung des EU-Waffenembargos nach Syrien zu erreichen, damit “Verteidigungswaffen” die Kämpfer der Opposition erreichen können.

2013 – Syrien-Krise: Frankreich und Großbritannien gehen einen weiteren Schritt bei der Bewaffnung der Rebellen, London Guardian: Frankreich und Großbritannien haben einen weiteren Schritt bei der Bewaffnung der Opposition gegen das Assad-Regime getan, einen radikalen Schritt, um das Gleichgewicht in dem zweijährigen Bürgerkrieg zu kippen, während sie gleichzeitig die europäischen Politik für Syrien ignorieren. Der französische Präsident François Hollande, richtete beim EU-Gipfel in Brüssel einen dramatischen Appell an Europa Paris und London bei der Aufhebung des europäischen Waffenembargos zu unterstützen, aber der plötzliche politische Wandel war sich sicher gegen eine harte deutsche Haltung zu laufen.

2013 – Syrische Rebellen verpflichten sich zur Loyalität gegenüber al-Qaida, USA Today: Ein Treueversprechen einer syrischen Rebellengruppe im April zu al-Qaida und dem Nachfolger Osama bin Ladens deutet darauf hin, dass der Einfluss der Terrorgruppe nicht schwindet und dass sie eine größere Rolle im vom Westen unterstützten Kampf, um den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen, einnehmen wird. Das Treueversprechen des syrischen Jabhat al-Nusra Chefs Abou Mohamad al-Joulani gegenüber al-Qaida-Führer Scheich Aiman al-Zawahiri wurde mit einer Ankündigung des al-Qaida Ablegers im Irak, des Islamic State of Iraq, dass sie auch mit al-Nusra zusammen arbeiten, verknüpft.

2014 – Frankreich lieferte Waffen an syrische Rebellen, bestätigt Hollande, Frankreich 24: Präsident Francois Hollande sagte am Donnerstag, dass Frankreich “vor ein paar Monaten” Waffen an Rebellen im Kampf gegen das syrische Regime von Baschar al-Assad geliefert hat.

Wenn man dies alles berücksichtigt, dann stellt sich die Frage, ob dieser Angriff nicht einfach der “Rückstoß” – dieser berühmte, aber praktisch immer ungenaue “Reinwasch”-Begriff, der immer nach einem angeblichen Terroranschlag, der in der westlichen Welt durchgeführt wird, aufkommt – dieser Vorgeschichten ist oder doch vollständig von den westlichen Regierungen, Geheimdiensten und Unternehmen, die dann so tun als seien sie die Opfer, kontrolliert wurde?

Angesichts der Tatsache, dass IS, al-Qaida und verwandte Organisationen ausschließlich von westlichen Geheimdiensten kontrolliert werden, muss man den wahren Grund, warum Charlie Hebdo angegriffen wurde und die wahre Kommando- und Kontrollstruktur, die hinter den Angreifern existiert, in Frage stellen.

Quelle: www.konjunktion.info

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