IWF bleibt an Bord der MS Griechenland

Merkel: "Rechnungen müssen aufgehen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut für den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion ausgesprochen: „Ich werde weiter darauf hinarbeiten, dass Griechenland in der Eurozone bleiben kann.“

IWF bleibt an Bord der MS Griechenland

Das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland läuft am 30. Juni aus. Die Arbeit müsse eher beschleunigt als verlangsamt werden, mahnte Bundeskanzlerin Merkel in einem Fernseh-Interview. „Wir von unserer Seite sind guten Willens, aber der gute Wille allein reicht nicht. Zum Schluss müssen die Rechnungen auch aufgehen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut für den Verbleib Griechenlands in der Währungsunion ausgesprochen: „Ich werde weiter darauf hinarbeiten, dass Griechenland in der Eurozone bleiben kann.“ Verhandlungspartner für Griechenland aber seien die früher Troika genannten Institutionen, machte Merkel noch einmal klar. Ein gemeinsames Ergebnis sei dann der Eurogruppe vorzulegen. „Der Ball liegt dort und dann wird man sehen, was sie uns vorschlagen.“ Ausgangspunkt ist das bestehende Programm

IWF bleibt an Bord

Spekulationen über einen möglichen Rückzug des Internationalen Währungsfonds von der Griechenland-Hilfe trat Merkel entgegen: „Ich habe weder etwas davon gehört, dass der IWF sich das vorstellt. Ich habe die Chefin des IWF ja in dieser Woche getroffen und sie hat mit Jean-Claude Juncker und mit Mario Draghi darauf hingearbeitet, Vorschläge zu machen. …Ich habe auch nicht gehört, dass sich der IWF jetzt zurückziehen will, sondern es geht um einen gemeinsamen Vorschlag.“

Im Übrigen will Griechenland seine IWF-Kredite fristgerecht zurückzahlen. Das kündigte Ministerpräsident Alexis Tsipras nach einem Krisentreffen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem am Donnerstag an. Bereits am Freitag muss Athen gut 300 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. Deutsche Bundesregierung

Sahra Wagenknecht: Schuldenschnitt für Griechenland statt immer neue Kredite

„Warum sollte die griechische Bevölkerung weiter bluten, nur damit Kredite ausgezahlt werden, mit denen alte Kredite abgelöst werden? Dieser unwürdige Kreislauf muss durchbrochen werden, auch wenn Merkel damit eingestehen muss, dass sie zig Milliarden Steuergelder in den Sand gesetzt hat. Um den Schaden für die Steuerzahler zu begrenzen, sollten europäische Spitzentreffen dazu genutzt werden, um über eine europaweite Vermögensabgabe zu verhandeln.

Die Kanzlerin und die Schreibtischtäter in den Institutionen haben in Griechenland bereits genug Elend angerichtet, indem sie Zahlen zur griechischen Schuldentragfähigkeit gefälscht und dem Land völlig übertriebene Rückzahlungsziele diktiert haben, die nicht einmal durch eine gnadenlose Kürzungspolitik hätten erreicht werden können. Nach ihren eigenen Regeln hätten die Institutionen schon 2010 auf einem Schuldenschnitt für Griechenland bestehen müssen. Dann wären die Banken für ihre unverantwortliche Politik bestraft worden, die Steuerzahler wären verschont geblieben und den Griechinnen und Griechen hätte man viel Leid erspart.“ DIE LINKE

DasParlament

Ihre Meinung ist wichtig!

Persönliche Angaben freiwillig! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.