Niemand stoppt Putin – Keine Gnade für Aleppo

Friedensverhandlungen für Syrien: Deutsche halten Putin für einen Gegner statt Verbündeten

Niemand stoppt Putin – Keine Gnade für Aleppo

Er wird Assad so lange mit Bombern unterstützen, bis die Opposition (mund)tot ist. Putins Stärke gründet auch auf der Schwäche der USA und der fehlenden Einigkeit innerhalb der Europäischen Union. US-Präsident Obama hat keine Ambitionen, den Rest seiner Amtszeit mit einer militärischen Konfrontation zu belasten. Zudem ist sein Land längst nicht mehr der „Weltpolizist“ vergangener Jahre. Auch destabilisiert die Flüchtlingskrise Europa – das passt ins politische Kalkül des russischen Präsidenten. Wahrscheinlich hält er unsere Menschlichkeit für Schwäche. Eigentlich müssten die Vereinten Nationen handeln. Doch sie sind hilflos. Der Generalsekretär ist ein lieber Mann, der viel lächelt, aber offenbar nur wenig ausrichten kann. Die Großmächte haben die UN kaputt gemacht. Das ist traurig, aber Realität. Niemand stoppt Putin. Westfalenpost

Sollte es noch den Hauch eines Zweifels gegeben haben, welche Ziele Wladimir Putin in Syrien verfolgt, so hat das schreckliche Schicksal Aleppos gezeigt, worum es ihm wirklich geht. Nicht um den angeblichen Kampf gegen die Terror-Miliz IS, noch weniger um einen ausgehandelten Frieden. Nein, Putin will den Sieg von Diktator Baschar al Assad herbeibomben. Das Rezept ist aus dem Tschetschenien-Krieg bekannt: Alle Oppositionellen werden als „Terroristen“ eingestuft, und dann werden mit geballter Feuerkraft ganze Landstriche platt gemacht, ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Putins skrupelloser Vernichtungskrieg wird das verbrecherische Assad-Regime vorläufig retten.

Zugleich aber werden große Teile Syriens endgültig dem IS überlassen, dessen Kämpfer dem Massaker in Aleppo in aller Ruhe zuschauen. Zudem hat Putins Feldzug neue Flüchtlingsströme ausgelöst. Die EU fordert die Aufnahme dieser Menschen durch die Türkei, will aber selbst möglichst viele Flüchtlinge dorthin zurückschicken. Russische Brutalität und europäische Heuchelei – es ist zum Verzweifeln. Matthias Beermann Rheinische Post

Mehrheit akzeptiert Türkei als Partner bei Lösung der Flüchtlingskrise

Die Syrienkontaktgruppe sucht nach Friedenslösungen für das kriegsgeplagte Land und auch bei der Sicherheitskonferenz in München wird der Syrienkonflikt im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Eine Schlüsselrolle kommt bei der Lösung des Konflikts dem russischen Präsidenten Putin zu – nur welche?

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage vermuten 62 Prozent der Deutschen, dass Wladimir Putin bei den Friedensbemühungen „eher ein Gegner“ ist. Nur 26 Prozent der Befragten meinen, Putin sei ein Verbündeter Europas und der USA im Bemühen um Frieden in Syrien.

Neben Putin ist auch der türkische Präsident Erdogan ein umstrittener Partner bei der Lösung des Syrienkonflikts. Die meisten Deutschen halten die Türkei aber für einen legitimen Verhandlungspartner: 59 Prozent der Befragten finden es richtig, dass die Bundesregierung bei der Begrenzung des Flüchtlingsstroms auf die Hilfe der Türkei setzt. Nur 34 Prozent der Deutschen finden es falsch, auf Hilfe aus Ankara zu setzen. Quelle N24/ Emnid. Feldzeit: 10.02.2016 Befragte: ca. 1.000 N24 Programmkommunikation

Kampf um Aleppo: Bislang mindestens 500 Tote

https://youtu.be/1tZLpT1j8iU

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