Nordkorea: Kim Jong un testet weitere Atombome

.enable-2-columns

Nordkorea: Kim Jong un testet weitere Atombome

Der jüngste Test einer Kernwaffe Nordkoreas ist auf das allerschärfste zu verurteilen und durch nichts zu rechtfertigen. Nordkorea bedroht mit seinen atomaren Drohgebärden einmal mehr die Stabilität in der Region und katapultiert sich noch weiter ins außenpolitische Abseits.

Harte und schnelle Reaktion auf Nordkoreas wahnwitzigen Bombentest

Die internationale Gemeinschaft muss hart, schnell und entschlossen auf diese gefährliche Provokation reagieren. Insbesondere China muss all seinen Einfluss auf das nordkoreanische Regime ausüben, um den Diktator von seinem völlig wahnwitzigen Eskalationskurs abzubringen. Dieser Test soll Stärke demonstrieren, soll wohl aber vor allem die zahlreichen innenpolitischen Probleme kaschieren. Am Ende schadet Kim Jong-un in erster Linie seiner eigenen Bevölkerung.

Kernwaffen sind menschenverachtende Bomben, deren Einsatz katastrophale und nie wiedergutzumachende humanitäre Folgen hat. Eine weitere Verbreitung und Aufrüstung dieser Massenvernichtungswaffen darf deshalb unter keinen Umständen toleriert werden. Die Kernwaffenstaaten müssen ihre Arsenale endlich abrüsten, statt sie immer weiter zu modernisieren und auszubauen. Agnieszka Brugger, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung: Bündnis 90/Die Grünen

Nordkorea gefährdet die internationale Sicherheit

„DIE STRATEGIE VON STAATSCHEF KIM JONG UN, SICH IN DIE INTERNATIONALEN SCHLAGZEILEN ZU BOMBEN, GEFÄHRDET DIE INTERNATIONALE SICHERHEIT. NICHT EINMAL SEINEN LETZTEN VERBÜNDETEN, DIE VR CHINA, GESCHWEIGE DENN SEINE NACHBARN, DIE RUSSISCHE FÖDERATION ODER DIE REPUBLIK KOREA HAT DAS REGIME VORAB INFORMIERT, WESHALB DIE EINHELLIGE VERURTEILUNG NACHVOLLZIEHBAR IST“, ERKLÄRT STEFAN LIEBICH, OBMANN IM AUSWÄRTIGEN AUSSCHUSS FÜR DIE FRAKTION DIE LINKE ZUM TEST EINER WASSERSTOFFBOMBE DURCH NORDKOREA. LIEBICH WEITER:

„Es ist überfällig, dass alles dafür getan wird, dass Nordkorea und die Nachbarstaaten Südkorea, Volksrepublik China und Russland, sowie Japan und die Vereinigten Staaten ihre Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufnehmen. Zudem rächt sich hier, dass der Atomwaffensperrvertrag, aus dem Nordkorea ausgetreten ist, immer noch nicht von den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats den USA und der VR China ratifiziert wurde. Das Letzte was die Welt im Jahr 2016 braucht, ist weitere nukleare Aufrüstung.“ DIE LINKE im Bundestag

Außenminister Steinmeier sagte heute (6.1.): „Wir müssen, nach allem, was wir jetzt bereits wissen, davon ausgehen, dass Nordkorea in der vergangenen Nacht erneut einen Atomtest unternommen hat. Sollte sich das als bestätigt herausstellen, verurteilen wir das auf das Schärfste. Das nordkoreanische Atomprogramm und die wiederholten Atomtests sind ernste Bedrohungen für Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und ein Angriff auf das weltweite Regime der Nichtverbreitung.

Mit der erneuten Verletzung von Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen stellt sich Nordkorea gegen die Grundsätze der Völkergemeinschaft und gefährdet die regionale und internationale Sicherheit.

Wir fordern Nordkorea nachdrücklich auf, sich entsprechend der Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu verhalten und zum Verhandlungstisch zurückzukehren.

Jetzt muss es schnell darum gehen, dass die internationale Gemeinschaft entschlossen und deutlich auf das Verhalten Nordkoreas reagiert.“

Hintergrund: Nordkorea hatte bereits im Oktober 2006, Mai 2009 und Februar 2013 Atomtests unternommen. Bei dem jüngsten Test am 6.1.2016 sei nach offiziellen Angaben Nordkoreas erstmals eine Wasserstoffbombe gezündet worden. Eine unabhängige Bestätigung, dass eine Nuklearwaffe getestet wurde, liegt noch nicht vor. Auswärtiges Amt

DasParlament

Eine Antwort auf "Nordkorea: Kim Jong un testet weitere Atombome"

Kommentar verfassen