Trump – nur eine Marionette?

Die zwei Gesichter Amerikas

Trump – nur eine Marionette?

Vielleicht sieht der ehemalige KGB-Chef in ihm sogar eine Marionette – wer die Fäden in der Hand hält, ist klar. Natürlich hat Russland Informationen über Trump gesammelt, und es begann damit wahrscheinlich spätestens am Tag, als die Republikaner den Milliardär zum Kandidaten kürten. Die USA horten schließlich auch Material über Putin.

Das ist nun mal die Aufgabe der Dienste. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass die merkwürdige Bewunderung, die Trump für Russland empfindet, unter den Vorwürfen leiden wird. Seine Gefolgschaft in den USA verzeiht ihm Fehltritte sowieso. Hat sie ja während des Wahlkampfes auch getan. Dass Trump nun Fake News anprangert, entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie. Viel schwerer wiegt die Vermutung, dass sich mit Trump und Putin zwei unberechenbare, testosterongesteuerte Hardliner miteinander verbünden, um die Welt untereinander neu zu verteilen. Das sind keine schönen Aussichten. Die Chinesen sind wahrscheinlich schon auf der Hut. Eine schwache Europäische Union ist jetzt gefährlicher denn je. Westfalenpost

Trumps Pressekonferenz

Von »No-Drama-Obama« zu »All-Drama-Trump« – der Gegensatz zwischen dem scheidenden und künftigen Präsidenten könnte kaum schärfer sein. Während Obama seine »Farewell«-Ansprache in Chicago für eine Reflexion über den Zustand der amerikanischen Demokratie nutzte, legte sich Donald Trump bei der ersten Pressekonferenz seit seiner Wahl mit den US-Geheimdiensten an.

Was auch immer an dem geleckten Russland-Dossier dran ist, Trumps Vergleich mit Nazi-Deutschland schießt weit über das Ziel hinaus. In keinem Fall dürfte es sich für ihn als klug erweisen, den offenen Krieg mit den Schlapphüten zu suchen. Eher früher als später wird der künftige Präsident auf den guten Willen der Geheimdienste angewiesen sein.

Als töricht dürfte sich aber auch die Entscheidung des Online-Dienstes »Buzzfeed« erweisen, ungeprüft Verdächtigungen in die Welt zu setzen. Das ist nicht nur für Profijournalisten in hohem Maße unseriös, sondern liefert Trump auch noch unnötig Munition, gegen die aus seiner Sicht »so unfaire Presse« vorzugehen. Westfalen-Blatt

Barack Obama und Donald Trump

Der Gegensatz zwischen dem scheidenden und künftigen Präsidenten könnte kaum schärfer sein. Während Barack Obama seine Abschiedsansprache für eine Reflexion über den Zustand der US-Demokratie nutzte, legte sich Donald Trump bei der ersten Pressekonferenz seit seiner Wahl mit den Geheimdiensten an. Was auch immer an dem geleckten Russland-Dossier dran ist: Trumps Vergleich mit Nazi-Deutschland schießt weit über das Ziel hinaus. In keinem Fall dürfte es sich als klug erweisen, den offenen Krieg mit den Schlapphüten zu suchen. Töricht ist aber auch die Entscheidung des Online-Dienstes „Buzzfeed“, ungeprüft Verdächtigungen in die Welt zu setzen. Das ist unprofessionell und gibt Trump Munition gegen die angeblich so unfaire Presse. Der künftige Präsident liefert schon so Stoff genug, der es verdient, kritisch hinterfragt zu werden. Etwa die anhaltende Verstrickung zwischen Geschäfts- und Staatsinteressen. Die Übergabe seines Bauimperiums an seine beiden Söhne statt an einen unabhängigen Treuhänder ist nicht viel mehr als Augenwischerei. Sehr bedenklich sind auch die Ankündigung des Mauerbaus und die protektionistischen Töne Trumps. Eine Festung USA ist nicht nur unattraktiv. Sie gefährdet am Ende die Demokratie selbst. Eine Warnung, die Obama seinen Landsleuten bei seinem Abschied aus gutem Grund mit auf den Weg gab. Thomas Spang – Weser-Kurier

Selten zuvor konnte man die zwei Gesichter der USA so deutlich erkennen wie bei der letzten großen Rede von US-Präsident Barack Obama und dem Verhalten seines Nachfolgers Donald Trump. Hier der erste schwarze amerikanische Regierungschef, der seine Abschiedsrede nicht ausschließlich dazu nutzte, seine eigenen Erfolge zu feiern, sondern ein flammendes Plädoyer für die Demokratie hielt. Der die hehren Werte von Freiheit beschwor so wie es Vorgänger wie John F. Kennedy bereits taten und damit alle ansprach, die in einer weltoffenen Gesellschaft leben wollen, in der jeder seinen Platz hat, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Geschlecht. Dort der Multimilliardär, der mit allem, was er sagt, ausschließlich die eigenen Ziele und die seiner Anhänger verfolgt – auch auf Kosten anderer. Frankfurter Rundschau

Sex, Lügen und Video? Trump wehrt sich gegen belastende Informationen

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