Fiat-Chrysler: Neuer Ärger mit US-Verkehrssicherheits-Behörde

US-Behörde will Fiat für Rückruf-Versäumnisse abstrafen

Fiat Chrysler reagierte auf die Vorwürfe der Behörde mit der Aussage, man habe im Sommer alles gewissenhaft und unverzüglich gemeldet.

Erst im Juli hatte Fiat-Chrysler eine Strafe von 105 Millionen US-Dollar zahlen müssen, weil der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) der Umgang mit Rückrufen nicht schnell und nicht sorgfältig genug ablief. Jetzt legt die US-Verkehrssicherheits-Behörde nach und beklagt, der Hersteller habe bei den Pflichtmeldungen die Zahlen der Todesfälle in Zusammenhang mit Fiat- und Chrysler-Automobilen deutlich untertrieben.

Fiat Chrysler reagierte auf die Vorwürfe der Behörde mit der Aussage, man habe im Sommer alles gewissenhaft und unverzüglich gemeldet. Im Juli hatte Fiat-Chrysler nicht nur der Strafe zugestimmt, sondern auch mehr als elf Millionen Fahrzeuge zurückgerufen sowie Rückkauf einer Reihe von Fahrzeugen angekündigt.

US-Behörde will Fiat für Rückruf-Versäumnisse abstrafen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hat jetzt angekündigt, Fiat Chrysler Automobiles (FCA) wegen der schlechten Durchführung von insgesamt 23 Rückrufaktionen zu bestrafen. Die Ermittler der National Highway Safety Administration (NHTSA) werfen FCA vor. Wiederholt sowohl die Behörde als auch die betroffenen Fahrzeughalter zu spät oder gar nicht informiert zu haben.

NHTSA-Chef Mark Rosenkind kündigte gegenüber Medienvertretern an, er werde vermutlich noch diesen Monat handeln. FCA habe bei mehr als elf Millionen die notwendigen Arbeiten nicht in einer angemessenen Zeit abgearbeitet, habe zum Teil auch keine geeigneten Reparaturmethode anbieten können. Die Bestrafung kann von Geldstrafen bis zum zwangsweisen Rückkauf der Autos reichen.

Ferraris Börsengang rückt näher

Der Börsengang von Ferrari rückt näher. Fiat-Chrysler-Boss Sergio Marchionne, berichtete gestern Medien im kanadischen Torento. der Schritt stehe in wenigen Tagen bevor. Bereits am Donnerstag hatte Marchionne erklärt, Ferrari werde auch weiterhin im italienischen Maranello Italien produzieren und Steuern bezahlen, auch wenn die neue Gesellschaft in den Niederlanden angesiedelt und der Sitz der neuen Gesellschaft in London angesiedelt sein werde.

Fiat Chrysler Auitomobiles (FCA) hatte den Börsengang bereits 2014 angekündigt. Er ist Teil eines Investitionsprogramms in Höhe von 61 Milliarden US-Dollar. Laut „Bloomberg News“ schätzt Marchionne den Wert von Ferrari auf elf Milliarden US-Dollar oder mehr. Beim Börsengang sollen zehn Prozent frei gehandelt und 80 Prozent den bisherigen FCA-Anteilseigner angeboten werden. Zehn Prozent sollen an Piero Lardi Ferrari, einem Sohn des Firmengründers, gehen. (ampnet/Sm) Auto-Medienportal.Net

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