Ja zur Kaufprämie für Elektrofahrzeuge und ja zum / sauberen Diesel

Wichtig ist, was rauskommt

Im Rahmen der Diskussion über Manipulationen im Abgassystem von Dieselfahrzeugen wurde die Forderung nach Anreizen für den Kauf von Elektrofahrzeugen wieder stärker erhoben.

Elektromobilität will die Stadt sein, im modernen, umweltbewussten Trend liegen. Etwa mit umweltfreundlichen, abgasarmen Fahrzeugen. Dazu hat der Berliner Senat im Frühjahr ein Energiewendegesetz auf den Weg gebracht, das die landeseigenen Verkehrsbetriebe verpflichtet, ab 2020 nur noch abgasfreie Busse anzuschaffen. Doch die vier Elektrobusse, die zum entsprechenden Pilotprojekt gehören, stehen in der Werkstatt.

Auch im eigenen Berliner Fuhrpark wollte das Land sauberer unterwegs sein. Doch die Stadt reißt hier die Latte, die sie selbst im Luftreinhalteplan hoch gelegt hat: 58 Elektrofahrzeuge im Fuhrpark des Senats. Das sind 1,36 Prozent aller Fahrzeuge – und dann doch zu wenig. So wird die Schaustelle Elektromobilität zur Schaufensterpolitik.

Deshalb eine Bitte an die Senatoren, wenn sie heute in ihren Dienstwagen steigen: einen Blick zurück werfen. Denn in der (Umwelt-)Politik ist wichtig, was hinten rauskommt. Matthias Steube Berliner Morgenpost

Wichtig ist, was rauskommt

VDIK Präsident Volker Lange kommentiert die aus aktuellem Anlass gemachten Vorschläge der Bundesregierung: „Grundsätzlich begrüße ich all diese Aktivitäten zur Förderung der Elektromobilität. Der VDIK weist bereits seit Gründung der Nationalen Plattform Elektromobilität in 2010 darauf hin, dass für einen erfolgreichen Markthochlauf bei Elektrofahrzeugen in einer Übergangszeit die vorwiegend durch die Batterie verursachten Mehrkosten mit einer Kaufprämie in der Größenordnung von mindestens 5000 Euro kompensiert werden müssen. Insofern begrüße ich den Vorschlag von Frau Bundesumweltministerin Hendricks ausdrücklich. Die Kombination mit einer verpflichtenden Quote für Elektrofahrzeuge halte ich nur dann für praktikabel, wenn alle Fahrzeughersteller eine reelle Chance erhalten, diese Quote auch zu erfüllen. Für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge sollte die Bundesregierung schnellstmöglich die bereits vom Bundesrat geforderte Sonderabschreibung verabschieden.“

Lange warnt jedoch davor, die verschiedenen Antriebstechnologien gegeneinander auszuspielen. „Der VDIK tritt schon immer für Technologieneutralität bei den zukünftigen Antriebsarten ein. Der Dieselantrieb spielt eine wichtige Rolle bei der Erfüllung der anspruchsvollen Klimaschutzziele. Moderne Dieselfahrzeuge weisen bereits heute ein sehr niedriges Emissionsniveau auf und können mittlerweile genauso sauber sein wie andere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Daher begrüßen wir auch die Aktivitäten auf europäischer Ebene, die das Ziel haben, die Emissionen im realen Fahrbetrieb auf ein noch anspruchsvolleres Niveau zu bringen. Die Erfüllung dieser sehr scharfen europäischen Anforderungen und deren amtliche Dokumentation geben dem Verbraucher noch mehr Sicherheit, dass er ein modernes und umweltfreundliches Fahrzeug erworben hat.“

Die VDIK-Mitgliedsfirmen bieten neben vielen Modellen mit modernen Verbrennungsmotoren und alternativen Antrieben bereits seit 2011 eine große Zahl von Elektrofahrzeugen an. Aktuell haben interessierte Kunden die Auswahl unter 17 verschiedenen Elektrofahrzeugmodellen der internationalen Kraftfahrzeughersteller. Dazu gehören reine Elektrofahrzeuge, verschieden Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge sowie bereits zwei Brennstoffzellenfahrzeuge. Eine weitere wichtige Rahmenbedingung für die Akzeptanz dieser Elektrofahrzeuge durch die Kunden ist aber vor allem das Vorhandensein einer flächendenkenden und diskriminierungsfreien Ladeinfrastruktur sowie eine entsprechende Infrastruktur an Wasserstofftankstellen. Wir begrüßen ausdrücklich die vom VDIK seit langem geforderte Öffnung des Projektes SLAM für den CHAdeMO-Standard und den konsequenten Aufbau von 400 Multichargern an Raststätten von Tank & Rast. www.vdik.de Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.

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