Neuer VW Chef soll es wieder hinbiegen

Eine andere Entscheidung war kaum denkbar. Mit Matthias Müller hat der Volkswagen-Konzern jetzt den Mann an der Spitze, der vermutlich als einziger in der Lage ist, das Unternehmen in dieser extrem schwierigen Situation zu führen. Der 62-Jährige hat in seiner Zeit als Porschechef nachdrücklich seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Das gilt für die Produkte ebenso wie für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Führung der Mitarbeiter. Die sind nicht nur in Stuttgart voll des Lobes über den gebürtigen Sachsen, der den Konzern bestens kennt und zudem sehr gut vernetzt ist. Klar ist auch, dass Müller die neue Aufgabe nicht unvorbereitet angenommen hat.

Er ist ein herausragender Stratege, der spätestens seit seiner Berufung in den Konzernvorstand vor einigen Monaten seine Vorstellungen von der Zukunft des VW-Konzerns fixiert hat. So konnte Müller dem Aufsichtsrat am Freitag auch bereits ein Konzept vorlegen, wie er das Unternehmen mit großer Sorgfalt, strengeren Kontrollen, viel Geduld und vor allem auch neuen Strukturen gestärkt aus der tiefen Krise führen will. Es bleibt zu hoffen, dass er dafür das richtige Team um sich schart. Doch auch da sind die ersten Entscheidungen in die richtige Richtung bereits gefallen. Westfalen-Blatt

PIRATEN fordern Open Source Software für sicherheitskritische Systeme

Stefan Körner, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland: „Der Fall VW zeigt, dass Firmware eben auch Dinge tun kann, die nicht gut oder richtig sind. Und dass wir deswegen den Einsatz von Open Source fordern, wenn es um sicherheitskritische Systeme geht. Gerade weil Autos zum Internet der Dinge gehören, müssen wir uns künftig darauf verlassen können, dass sie auch tun, was wir wollen. Auch und gerade wenn wir an die zukünftigen autonomen Fahrzeuge denken, muss hier Transparenz sichergestellt werden.“ Piratenpartei Deutschland

Bundesminister Gabriel und die IAA

Bundesminister Gabriel: „Die IAA ist das Zentrum der Autowelt und die zentrale Messe der Branche. Für den Standort Deutschland besitzt unsere hervorragende Automobilindustrie eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Es steht außer Frage, dass die deutschen Fahrzeughersteller und ihre Zulieferer in vielen Bereichen Innovationsführer sind und das soll auch in Zukunft so bleiben. Daher ist das Thema automatisiertes Fahren zu Recht eines der zentralen Themen der diesjährigen IAA. Auch die Vernetzung des Autos wird die Automobilbranche in Zukunft stark verändern. All diese Veränderungen bieten vielfältige neue Geschäftsfelder und Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland. Diese gilt es zu nutzen. Ich bin überzeugt, dass unsere Automobilindustrie dafür hervorragend aufgestellt ist.“ Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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