Schaeffler-Börsengang erfolgreich abgeschlossen

Schaeffler schließt Börsengang ab - Moody's hebt das Rating an

Die Ratingagentur Moody’s hat das Unternehmensrating für die Schaeffler AG von Ba3 auf Ba2 und das Rating für die Ausfallwahrscheinlichkeit von Ba3 auf Ba2 angehoben. Vorausgegangen war die geplante Entschuldung des Unternehmens durch den Börsengang Ende vergangener Woche. Außer dem bestätigte Moody’s die Emissionsratings von Schaefflerund der Schaeffler Finance B.V. von Ba2 für die besicherten Anleihen und von B1 für die unbesicherten Anleihen.

Die Schaeffler AG hat ihren Börsengang erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 75 Millionen Stück Vorzugsaktien bei institutionellen Investoren platziert. Hiervon stammen 66 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung und neun Millionen Aktien aus dem Bestand der Schaeffler Verwaltungs GmbH. Der Platzierungspreis wurde auf 12,50 Euro je Aktie festgelegt. Die Bruttoerlöse liegen bei rund 938 Millionen Euro.

Das Geld dient dazu, die Verschuldung des Unternehmens zu reduzieren. Die Schaeffler-Aktien werden ab dem 9. Oktober 2015 im regulierten Markt
(Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Tickersymbol SHA gehandelt.

Schaeffler produziert elektromechanischen Nockenwellenversteller

Schaeffler hat einen elektromechanischen Nockenwellenversteller produziert, der demnächst in einer Motorenbaureihe eines japanischen Herstellers eingebaut wird. Elektromechanische Steller ermöglicht es, die Nockenwelle schneller und präziser auf die jeweiligen Betriebsbedingungen des Motors einzuregeln, als hydraulische. Dadurch sinken Verbrauch und Schadstoffemissionen, gleichzeitig steigt der Komfort im Start-Stopp-Betrieb.

Mit Systemen zur Nockenwellenverstellung lässt sich der Zeitpunkt für das Öffnen und das Schließen der Motorventile so steuern, dass der Ladungswechsel im Zylinder jeweils optimal auf die Motordrehzahl und das abgerufene Drehmoment abgestimmt ist. Dies ermöglicht es, auch bei niedrigen Motordrehzahlen sehr schnell auf Laständerungen zu reagieren – etwa wenn der Fahrer das Gaspedal im Schubbetrieb schlagartig voll durchtritt.

Besonders für Hybrid-Fahrzeuge eignen sich elektromechanische Nockenwellenversteller, da bei ihnen das An- und Abstellen des Motors komfortabler ausfällt. Somit ist das Zuschalten des Verbrennungsmotors ohne wahrnehmbares Ruckeln möglich, da der Motor bis zum Erreichen einer Drehzahl von 200 Umdrehungen pro Minute mit reduzierter Kompression gefahren wird. (ampnet/jri) Auto-Medienportal.Net

Ungünstiger hätte der Zeitpunkt für den Börsengang kaum sein können. Die Aktienmärkte schwächeln seit Ende August. Erschwerend hinzu kam zuletzt der Volkswagen-Konzern, der Rauch aufwirbelte, weil der Autobauer den Ehrlichen unter den Diesel-Entgiftern den Stinkefinger gezeigt hatte. Der Ausverkauf bei VW zog die Notierungen der Mitbewerber Daimler und BMW gleich mit nach unten. Und in der Folge auch die Zulieferer wie Bosch und Continental. Mitten in diese trübe Suppe sprang nun Schaeffler. Börsengang. Autozulieferer. Welch unglückliches Timing. Nachdem das angebotene Paket zunächst deutlich enger geschnürt worden war, ist der Start am Parkett noch einigermaßen akzeptabel gelungen. Zwar ist Schaeffler bei weitem nicht so viele Schulden losgeworden wie geplant. Aber immerhin wurde aus der Aktion keine peinliche Bauchlandung. Das hätte die Perspektiven auf weitere Finanzierungsrunden massiv getrübt. Das Geld braucht Schaeffler dringend, auch wenn die Eigentümerfamilie in den Listen der reichsten Deutschen auf dem Siegertreppchen steht. Die Schulden aus der verunglückten Beteiligungsaktion an Conti müssen weg. Und in der Autobranche sind ultrateure Investitionen in Forschung und Entwicklung nötig. Die Elektromobilität gehört entscheidend mit dazu – hier wollen und sollen Conti und Schaeffler eine wichtige Rolle spielen. Bernhard Fleischmann Mittelbayerische Zeitung

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