Volkswagen und US-Umweltbehörde EPA müssen sich bis zum 21. April einigen

Deutsche Umwelthilfe präsentiert Halbjahres-Bilanz zum "Dieselgate"

Volkswagen hat nun die Frist für die Vorlage eines Plans für die Umrüstung der manipulierten Dieselfahrzeuge bei den US-Umweltbehörden vom Gericht verlängert bekommen. Der Richter will den Plan nun am 21. April vorgelegt bekommen.

Im Februar hatte derselbe Richter Volkswagen und der US-Umweltbehörde EPA ein Ultimatum bis zum Donnerstag vergangener Woche gestellt. Beide sollen darlegen, dass es möglich ist, alle rund 580 000 in den USA vom Abgas-Skandal betroffenen Dieselfahrzeuge so umzurüsten, dass sie die gesetzlichen US-Grenzwerte einhalten. Bisher hatten sich die Behörde und der Konzern aber nicht auf einen Plan einigen können. Den ersten Vorschlag von Volkswagen, hatte die EPA zurückgewiesen. (ampnet/Sm)

VW-Absatz sinkt um 4,7 Prozent

Volkswagen hat in den ersten beiden Monaten über 915 000 Pkw (-0,5 %) verkauft. Auf den Februar entfielen mit 394 400 Einheiten 4,7 Prozent weniger Verkäufe als im Einzelmonat des Vorjahres. In Gesamteuropa konnte das Unternehmen im Februar mit 126 400 (+3,7 %) an Kunden ausliefern. Ebenfalls zugelegt haben die Auslieferungen in der Region Westeuropa (+3,8 %). Auch in Zentral- und Osteuropa konnten die Verkäufe trotz der herausfordernden Marktlage in Russland um drei Prozent gesteigert werden.

In der Nordamerika verkaufte die Marke im zweiten Monat des Jahres 41 000 Pkw (-6,7 %) und in Südamerika bei einer anhaltend schwierigen Gesamtmarktlage 27 000 Einheiten (-30,3 %). Auf dem chinesischen Pkw-Markt entwickelte sich Volkswagen im Februar aufgrund des späten „Chinese New Year“ ebenfalls leicht rückläufig (-3,0 %). In den ersten beiden Monaten des Jahres lieferte Volkswagen mit 477 400 Pkw (+8,1 %) unterm Strich dennoch so viele Fahrzeuge an Kunden aus wie nie zuvor. (ampnet/nic) Auto-Medienportal.Net

Deutsche Umwelthilfe präsentiert Halbjahres-Bilanz zum „Dieselgate“

DUH veröffentlicht neue Ergebnisse von Stickoxid-Messungen eines deutschen Diesel-Pkw, informiert über den Stand der behördlichen Nachprüfungen in Deutschland und anderen Ländern und präsentiert intensivierte Abgas-Tests ab April 2016

Vor sechs Monaten – am 17.9.2015 – startete die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ihre Aktion „Diesel-Abgase töten“ und informierte erstmals darüber, dass bei nahezu allen großen Herstellern hohe Abweichungen bei den Dieselabgasen vorliegen. Einen Tag später wurde der Betrug von Volkswagen in den USA bekannt. Wir möchten Ihnen im Rahmen dieser Pressekonferenz erläutern, in welchem Umfang zwischenzeitlich den Autoherstellern „Abschalteinrichtungen“ nachgewiesen wurden. Gleichzeitig werden wir darstellen, mit welchen dreisten Begründungen die weitgehende „Abschaltung“ der Abgasreinigung auf der Straße vorgebracht und aktuell versucht wird, eine vollständige Veröffentlichung der KBA-Nachprüfergebnisse weiter zu verzögern oder gar zu verhindern. Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen neue und ausgesprochen interessante Messwerte eines kürzlich getesteten Diesel-Pkw und stellen Ihnen unser im April 2016 startendes Testprogramm zur Ermittlung der realen Stickoxid- und CO2-Emissionen vor.

Bundesverkehrsminister Dobrindt verweigert für sich wie für sein Ministerium weiterhin jegliche Gespräche mit der DUH. Hingegen treffen sich Herrn Dobrindts Mitarbeiter und das politische Spitzenpersonal fast täglich mit Fahrzeugherstellern, die der Verwendung von Abschalteinrichtungen überführt wurden. Die DUH rechnet nicht damit, dass die deutsche Politik den Abgas-Skandal tatsächlich aufklären will. Deshalb setzt sie auf Entscheidungen deutscher Gerichte in Musterverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland sowie gegen einzelne Autohersteller. Auch ist sie zuversichtlich im Hinblick auf die transparente und konsequente Aufklärungsarbeit der amerikanischen Umweltbehörde EPA, der EU-Kommission sowie dem Untersuchungsausschuss des EU-Parlaments. DUH

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